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Karlsruhe Stadt will Technologiepark Karlsruhe ausbauen: Neue Gebäude, neue Straßen - und eine neue Tram-Trasse?

Der Technologiepark Karlsruhe soll erweitert werden - und zwar nach Norden. In den aktuellen Planungen sind weiterhin eine Anbindung an die Haid-und-Neu-Straße sowie an den KIT-Campus enthalten. Die Option auf eine Straßenbahntrasse soll noch geprüft werden.

In seiner Sitzung im März hat der Karlsruher Gemeinderat beschlossen, das Bebauungsplanverfahren "Technologiepark Karlsruhe - Vogelsand – 3. Änderung" einzuleiten und mit der öffentlichen Auslegung des Planentwurfs fortzusetzen. Damit kann der Technologiepark nach Norden hin erweitert werden und so auch eine zusätzliche Anbindung an die Haid-und-Neu-Straße erhalten, was die bisherige Zufahrt deutlich entlasten wird.

Warum der Ausbau?

In Karlsruhe sei ein erheblicher Mangel an Gewerbeflächen erkennbar, so die Begründung zur geplanten Erweiterung des Technologieparks. Aufgrund seiner Lage - angrenzend an die Innenstadt und in der Nachbarschaft zur Universität, zur Technologiefabrik und zum Fraunhofer-Institut - sei das ein optimaler Standort für ein beispielgebendes Gebiet für Forschungsbereiche und technologisch orientierte Betriebe.

Der Technologiepark Karlsruhe
Der Technologiepark Karlsruhe - Blick in Albert-Nestler-Straße. | Bild: Paul Needham

Der Bebauungsplan solle jedoch mit besonderen gestalterischen Festsetzungen gewährleisten, dass sich dieses stadtnahe gelegene Sondergebiet nicht zuletzt durch überdurchschnittliche Gestaltung von dem für Gewerbegebiete üblichen Erscheinungsbild deutlich abhebt.

Östlich des von dem Plan umfassten Gebietes verläuft die Haid-und-Neu-Straße, nördlich liegt die geplante Umfahrung Hagsfeld, in westlicher Richtung wird das Plangebiet abgegrenzt von dem Fächerstrahl Hagsfelder Allee und südlich grenzen die Dauerkleingärten entlang des Hirtenwegs an das Plangebiet.

Kleingärten am Technologiepark
Bleiben bestehen: Die Kleingärten südlich des Technologieparks. | Bild: ka-Reporter: Peter Eich

Rund 70 Unternehmen sind dort schon ansässig, dazu kommen einige Privatgebäude und das Konrad Zuse-Bildungshaus, das sich derzeit im Bau befindet. Mit einem Angebot für Kinder ab sechs Monaten bis zum Abitur - steht somit ein arbeitsplatznahes Angebot für Kinder zur Verfügung. Auch Boardinghouses - für kurzzeitiges Wohnen - und ein Kiosk oder Café sind geplant.

Der Technologiepark Karlsruhe soll erweitert werden
Der Technologiepark Karlsruhe soll erweitert werden | Bild: Paul Needham

Was den ÖPNV betrifft ist das Gebiet bereits mit zwei Straßenbahnhaltestellen gut erschlossen (Hirtenweg und Sinsheimer Straße). Die Verlängerung der Straßenbahnlinie von der Haid-und-Neu-Straße in den Technologiepark über die Emmy-Noether-Straße wird noch geprüft. Der Bebauungsplan sieht die eventuell erforderlichen Flächen im öffentlichen Verkehrsraum vor. Die genaue Trassenführung könnte in einem späteren, gesonderten Planfeststellungsverfahren festgelegt werden.

Emmy-Noether-Straße soll Verbindung zwischen Tech-Park und KIT schaffen

Mit der Durchbindung der Emmy-Noether-Straße öffnet sich der Technologiepark zum Areal des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und schafft mit einem Platz die räumliche Verbindung zwischen den Arealen. Auch das Radwegesystem dort - etwa die Hagsfelder Allee - soll ausgebaut werden, um die zu erwartenden zusätzlichen Verkehrsströme aufnehmen zu können.

Wo heute noch Wendehämmer sind, sollen so genannte "Schaufenster" entstehen, die das Gebiet nicht nur verkehrstechnisch, sondern auch optisch an die Stadt anbinden. Erhalten bleiben die Grünfläche entlang der Emmy-Noether-Straße und die Binnenparks im Innenbereich des Technologieparks. Diese Flächen sollen   einerseits einen Ausgleich zur Bebauungsdichte im Gebiet schaffen und andererseits Räume zur Begegnung und Kommunikation eröffnen.

Zweite Zufahrt über Hirtenweg, dritte Zufahrt über neue Umgehungsstraße?

Der Technologiepark wird für den Autoverkehr weiterhin über die Einmündung der Albert-Nestler-Straße in südlicher Richtung erschlossen. Eine zweite Zufahrt soll über den Hirtenweg ermöglicht werden, die könnte den Verkehr, der aus Westen auf dem Hirtenweg eintrifft vor der Engstelle Albert-Nestler-Straße bereits abfangen.

Der Technologiepark Karlsruhe
Der Technologiepark Karlsruhe - Blick in Albert-Nestler-Straße. | Bild: Paul Needham

Ein dritter Anschluss nach Norden an die geplante "Umfahrung Hagsfeld" soll ebenfalls in das Planfeststellungsverfahren aufgenommen werden. Die geplante "Umfahrung Hagsfeld" soll von der bereits bestehenden Kreuzung Elfmorgenbruchstraße/B10 Richtung Westen durch den Grünstreifen und über die Bahnlinie führen, um zwischen Rintheim und Hagsfeld auf die Haid-und-Neu-Straße zu treffen und dort über die Stadtbahnlinien auch als Zufahrt in den erweiterten Technologiepark dienen.

Auf diesem Areal könnte die Anbindung an eine "Ortsumfahrung Hagsfeld" erfolgen
Auf diesem Areal könnte die Anbindung an eine "Ortsumfahrung Hagsfeld" erfolgen | Bild: Paul Needham

Nachdem das Projekt "Ortsumfahrung Hagsfeld" - als Teil der Nordtangente - aus dem Bundesverkehrswegeplan herausgenommen wurde, musste das Projekt neu überplant werden. Im Verlauf dieser Planungen wurde 2016 ein direkter Anschluss an den Technologiepark in den Verlauf aufgenommen. Man rechnet für dieses Projekt mit einer Planungsphase von vier bis fünf Jahren und peilt die Umsetzung frühestens 2020/21 an.

PDF-Download: Bebauungsplan Technologiepark

Dateiname : Bebauungsplan Technologiepark
Dateigröße : 6.40 MBytes.
Datum : 30.04.2019 12:30
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Kommentare (16)
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  •   Eman80
    (1 Beiträge)

    02.05.2019 15:48 Uhr
    Tram...
    ... sollte vielleicht als erstes geplant und gebaut werden, nicht wieder den Fehler wie in Knielingen 2.0 machen und ne Bahnlinie hinterher bauen!
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  •   Nachteule
    (645 Beiträge)

    02.05.2019 14:24 Uhr
    Hört sich ausnahmsweise mal gut an !
    Aber die Südumfahrung von Hagsfeld sollte jetzt auch ganz schnell kommen.
    Hier hat die Stadt jahrelang auf Zeit gespielt !!!
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11167 Beiträge)

    02.05.2019 12:44 Uhr
    nur immer weiter
    alles zubetonieren...
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  •   Holzbierebub
    (205 Beiträge)

    02.05.2019 11:50 Uhr
    Und wann werden
    neue Wohnungen gebaut?
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  •   Bimbo
    (174 Beiträge)

    02.05.2019 07:55 Uhr
    Hagsfeld Umfahrung? Kein Mitleid!
    Kein mitleid für Menschen, die durch Verkehr leiden!
    Herr Mentrup war es wichtiger 150 Milliionen für PROFI Fussball zu investieren!
    Zitat: "Wir müssen in der Stadt Profi Fussball unterstützten..."

    30-80 Millionen für Hagsfeldumfahrung mussten eingespart werden!!!!!
    Deshalb kein Mitleid!

    @blaumann
    In der Stadt fehlt es an beidem Gewerbe und Wohnbau.
    Herr Mentrup zusammen mit Grünen schmeissen weiterhin Sand in die Augen von Nachverdichten.
    Fakt ist: es gibt Gebiete in der Stadt die für beides gedacht waren. Leider müssten dort halt paar Bäumchen weichen....
    Das kann nicht sein insbesondere für Ökos die Mentrup zum OB gemacht haben....

    Und wenn man sich dei Pläne ansieht... da erreicht die Bebaung nicht mal Hochhaus grenzen. Da bleibt man weit unter 22m.

    Und Kleingärtner haben ganz gesiegt.... Sind im Bebaungsplan gar nicht mehr drin....
    Brauchen wir wirklich mitten in der Stadt Kleingärten? Ich denke NEIN!
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  •   dipfele
    (5345 Beiträge)

    02.05.2019 12:27 Uhr
    Die Umfahrung Hagsfeld....
    …. kostet keine 80 Mio, allenfalls 8. Wenn man die Umfahrung als Brücke über die Bahn baut. Bauzeit bei konzentriertem Ablauf ein Jahr. Das Projekt wird einfach totgerechnet. Oder der OB wartet so lange, bis er eine weitere Amtsperiode gewählt wird. Dann kommt die Nordumfahrung zur 2. Rheinbrücke 4 -spurig.
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  •   Tirak
    (564 Beiträge)

    02.05.2019 07:29 Uhr
    Salamitaktik
    Scheibchenweise wird der Technologiepark größer und größer. Die Verkehrsprobleme und die Staus in Hagsfeld / Rintheim werden weiter zunehmen. Insofern sollte zunächst einmal die Ortsumfahrung Hagsfeld in Angriff genommen werden, bevor man der Ecke noch mehr Verkehr zumutet. Jedoch tut die Gewerbesteuer dem Stadtsäckel gut und jedes andere Großprojekt ist wichtiger als die Gesundheit der Bürger. Die Hagfelder/Rintheimer sind seit Jahrzehnten geplagt, da kommt es auf ein paar mehr Jahre dann auch nicht mehr an. Man möchte es ja richtig machen. Gerne - nur wann? Am St. Nimmerleinstag?
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  •   dipfele
    (5345 Beiträge)

    02.05.2019 12:34 Uhr
    Es muss mehr auf ÖPNV....
    … geachtet werden. Das ist schon dem Klimawandel geschuldet.
    Das jetzige Gebiet ist eben nicht gut erschlossen mit der Straba. Mehrere 100 Meter Fussmarsch von den beiden Haltestellen sind erforderlich. Ist weder bei Regen noch Hitze angenehm. Von der "Sinzheimer Str" aus muss der Fahrgast erstmal durchs Gebüsch.
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  •   Bahnnutzer100
    (211 Beiträge)

    03.05.2019 13:01 Uhr
    Straßenbau wichtiger als eine Anbindung mit der Straßenbahn
    Leider sind einem großen Teil der Planer und Politiker Straßen wichtiger als Bahnen. Die Folgen für uns alle: Noch mehr Autoverkehr. Und im neuen Technologiepark Unmengen von Parkplätzen.
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  •   blaumann
    (820 Beiträge)

    02.05.2019 06:56 Uhr
    Xxx
    Nicht nur an Gewerbeflächen fehlt es. Vor allem an bezahlbarem Wohnraum fehlt es !!!!
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