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Karlsruhe Stadt prüft Möglichkeiten: Bald mehr Hochhäuser in Karlsruhe?

Wenn es nach der Stadtverwaltung geht, könnten in Karlsruhe bald Hochhäuser entstehen. Damit soll die knappe Fläche der Stadt besser genutzt werden. Jetzt soll sich eine Expertenrunde mit dem Thema beschäftigen.

Sind Hochhäuser sinnvoll und wenn ja: Wo könnten Hochpunkte gesamtstädtische Vorteile bieten? Welche Kriterien bedarf es, damit Hochhäuser zu Karlsruhe passen? Mit diesen Fragen soll sich nun ein Expertengremium, unter anderem mit städtischen Fachleuten und externen Sachverständigern, beschäftigen. Damit will die Stadt "das Verdichtungspotenzial für die Innenentwicklung konkretisieren und das Bauen in die Höhe planerisch steuern", heißt es am Donnerstag in einer Pressemeldung.

In einer nichtöffentlicher Sitzung sprach sich der Planungsausschuss am Mittwoch unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert einstimmig für einen gesamtstädtischen Blick auf die verschiedenen Aspekte einer vertikalen Innenentwicklung aus. Hierzu wird die Verwaltung eine Planungsgemeinschaft beauftragen, welche das strategische Grundsatzpapier erarbeiten soll. Auch die Öffentlichkeit soll in diesen Prozess eingebunden werden. Erste Ergebnisse zu Analyse und Konzeptplan werden dann in einem öffentlichen Workshop im Sommer dieses Jahres vorgestellt.

Flächen für eine höhere städtebauliche Ausnutzung aufzeigen

Das Konzept zur Stadt-Silhouette soll schon vorhandene Leitbilder und Entwicklungskonzepte unterfüttern. Denn Klimaanpassungsplan, Verkehrsentwicklungsplan, Dichtekonzept und nicht zuletzt das historische Erbe der Fächerstadt legen nahe, sich in einem umfassenden Prozess mit den Aspekten einer höheren städtebaulichen Ausnutzung und Verträglichkeit auseinanderzusetzen. So enthält etwa das Räumliche Leitbild den Auftrag, ein Hochhauskonzept "zur Inszenierung der Stadteingänge" zu erarbeiten.

Die Studie soll Potenzialflächen für eine höhere städtebauliche Ausnutzung durch Aufstockung, höhere Gebäude oder Hochhäuser aufzeigen. Dabei gelte es, den Hochhausbegriff - laut baurechtlicher Definition Gebäude ab 22 Meter - für verschiedene Standorte zu präzisieren.

Das Konzept soll aber auch Tabubereiche definieren. Unter anderem durch das Herunterbrechen auf Teilräume sollen wesentliche klimatische, soziale, freiraumplanerische und wirtschaftliche sowie verkehrliche Aspekte und deren Zusammenwirken veranschaulicht werden. Für die Entwicklung des strategischen Planwerks ist ein Zeitraum von rund eineinhalb Jahren vorgesehen. Der Höhenentwicklungsplan wird vom Gemeinderat als Rahmenplan beschlossen und ist dann Zielvorgabe für alle folgenden Bebauungspläne.

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Kommentare (8)
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  •   IchKA
    (720 Beiträge)

    20.01.2018 09:12 Uhr
    Schuldenabbau Betablocker bringt das
    Jeder Neueinwohner bringt der hochverschuldeten Stadt eine Menge Geld vom Bund plus andere Einnahmen
    durch gestiegene Kaufkraft in Form von Gewerbesteuer oder durch steigende Grundsteuer. Dass durch den Ausgabenwahnsinn in vielerlei Hinsicht das Stadtbild durch Nachverdichtung und Innenverdichtung ruiniert wird scheint im schlauen Rathaus niemand zu interessieren, jetzt wo das Schuldenkind bereits in den Brunnen gefallen ist und die ganz massiven Einsparungen bei weiter steigenden Kosten erst noch kommen. Die fast schon verzweifelt zerstörerischen Begehrlichkeiten der Rathauskraken richten sich gegen Kleingärten, Sportstätten, Frischluftschneisen, Landschaftsgebiet und alles andere was nicht niet- und nagelfest ist. Hauptsache der Rubel rollt. Das Stadtbild und die Lebensqualität bleibt vielerorts auf der Strecke und die Beteiligung der die Verwaltung finanzierenden Bürger entpuppt sich immer wieder als strategische Luftnummer.
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  •   Darth_Vader
    (779 Beiträge)

    20.01.2018 10:45 Uhr
    Interessant
    Wenn Gebäude ab einer Höhe von 22m baurechtlich als Hochhaus zählen, ja dann ist die geplante Mosche ja auch eines. Da kann man doch als Nachbar bestimmt Einspruch erheben.
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  •   likeka
    (447 Beiträge)

    20.01.2018 15:31 Uhr
    Nur blöd
    dass es sich um ein Gewerbegebiet handelt, ohne Wohnnutzung in der Nachbarschaft.
    Und quasi direkt daneben hat init bereits ein 40m-Hochhaus gebaut und ein zweites geplant.
    Da kann man jetzt keinem erklären, dass aus baurechtlicher Sicht das eine Hochhaus okay ist, und das Minerett der Moschee zu hoch sein soll.

    In der Umgebung der Moschee befindet sich die ENBW-Verwaltung, das Tramdepot der VBK, "Bauhaus", "Alnatura", diverse Discounter (z.B. Lidl), ein (mittlerweile abgerissener?) Gewerbebau, sowie eben init mit dem 40m-Hochhaus, aber keine Wohnungen ([url=http://https://www.google.de/maps/@49.0086139,8.438348,303m/data=!3m1!1e3]siehe google-mapssiehe google-maps[/url]).

    Hinweis: Es geht mir lediglich um den baurechtlichen Aspekt, der nicht gegen ein Minarett spricht.
    Ein Minarett aus politischen Gründen abzulehnen, steht Ihnen natürlich frei.
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  •   likeka
    (447 Beiträge)

    20.01.2018 15:33 Uhr
    Link
    [url=http://https://www.google.de/maps/@49.0083798,8.4394443,305m/data=!3m1!1e3]hier[/url] der Link.
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    20.01.2018 10:54 Uhr
    Wird schwierig,
    das Gebäude dürfte inklusive Kuppel knapp darunter liegen und das Minarett ist als Turm zu klassifizieren. Dafür gilt dann wieder was anderes.
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    19.01.2018 21:14 Uhr
    Und wozu
    soll diese Innenstadtverdichtung gut sein?
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  •   wolkenschauer
    (1341 Beiträge)

    20.01.2018 12:04 Uhr
    Bald Stadt der entmündigenden Grosskonzern-Filialen
    Damit unsere Mieten weiter faktisch unbegrenzt und unbehindert steigen können, Rendite-Grossinvestoren mit Freifahrtscheinen (freies Land für reiche Bürger und Kapitalgesellschaften) Wohngebäude und verbliebenen Freiflächen bequem aufkaufen können und Karlsruhe zusehens asozial-soziale 'Weltstadt' (kommunale GR-Bauchpinselei) im angesagten Klassenkampf von Oben gegen Unten wird.

    Und ne sPD, die mit zunehm. Tempo auf der lobbyistischen Kapitalseite wie die Bundesseeheimerparty, Assi-FDP, Gutsherren-CDU und rassistisch-sozialdarwinistischer Afd-AG den ärmeren bzw. prekär bis normal lebenden Leut die Perspektiven zerstört.

    Den mehrheitl. mittlerw. überall kompatiblen schwarzlackierten Grünen ('der Diesel ist sauber') aus dünkelhaftem 'besseren Hause' sind Prestige und völlig masslose Staatstheaterei offensichtlich auch wichtiger als bedürftige Leut, ne intakte humane gentrifizierungsresistente Wohnkultur und gute begrünte Stadtluft.

    Schöne neue Rendite-Welt - Gemeinsinn ade !
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  •   md47
    (859 Beiträge)

    20.01.2018 11:54 Uhr
    Wahrscheinlich
    um die neuen "Fachkräfte" und ihre Familienangehörigen unterzubringen.Unsere Politiker und unsere Wirtschaft sind doch der Meinung,daß wir jährlich noch hunderttausende Neubürger brauchen.
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