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Karlsruhe Spahn trifft Hartz-IV-Kritikerin in Karlsruhe: 100 Menschen protestieren

Vor dem Treffen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit der Hartz-IV-Kritikerin Sandra Schlensog in Karlsruhe haben am Samstag etwa 100 Menschen demonstriert. Die Teilnehmer forderten mehr Geld und eine bessere Behandlung von Beziehern der Sozialleistung. "Wir sind hier, weil es Zeit ist aufzustehen", sagte Schlensog bei dem Protest in der badischen Stadt.

Die 40-Jährige kritisierte den Minister, weil dieser "mit seinen Aussagen auf denen herumtrampele, die sich am wenigsten wehren" könnten. "Herr Spahn, leugnen Sie nicht weiter die Armut, die Hartz IV verursacht. Schämen Sie sich", sagte sie.

Die arbeitslose und alleinerziehende Schlensog hatte Spahn öffentlich für seine Aussage kritisiert, dass Hartz IV nicht Armut bedeute, sondern die Antwort der Solidargemeinschaft auf Armut sei. Sie startete eine Online-Petition, mit der sie den Minister auffordert, selbst einen Monat lang von dem Geld zu leben, das sie bekommt. Bis Samstag unterzeichneten fast 210.000 Unterstützer. Spahn hatte Schlensog angerufen und ihr ein Gespräch unter vier Augen angeboten. Ort und Uhrzeit gaben beide auf Spahns Wunsch nicht bekannt.

Der Hartz-IV-Regelsatz beträgt für einen Alleinstehenden 416 Euro im Monat und für einen volljährigen Partner in einer Bedarfsgemeinschaft 374 Euro. Ein Kind zwischen 7 und 14 Jahren bekommt 296 Euro. 2017 gab es durchschnittlich 6,07 Millionen Hartz-IV-Bezieher.

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Kommentare (104)
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  •   Cityparker
    (134 Beiträge)

    30.04.2018 18:44 Uhr
    Doch
    Herr Professor im Schwarzwälder Bote von heute Seite 3 wurde ein Unterstützer Herr Jörg Rupp erwähnt.
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  •   Hartz4Bomber
    (619 Beiträge)

    30.04.2018 15:20 Uhr
    Typisch Deutsch....
    die halbe Welt retten wollen, aber auf die Eigenen eintreten.
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  •   silberahorn
    (9861 Beiträge)

    30.04.2018 18:30 Uhr
    So sind sie
    aus "You can get it if you really want" und machen die eben: "you have to do it, because I want it that way".

    Also ich kann nur sagen:I did it my way

    Und während manch einer hier in Deutschland die 68er heute immer noch als Gammler und arbeitscheue Revoluzzer betrachtet, habe ich das Jahr so in Erinnerung, dass Desmond Dekker - Israelites aus dem Radio schallte, während mein Bruder um die Welt schipperte und später Briefe aus aller Welt in unseren Haushalt kamen.
    So ist es eben. Wahrnehmungen und Interpretationen können sehr weit auseinandergehen.

    Wahrscheinlich lässt man in Bayern demnächst Kreuze häkeln, aus MyBoshi Wolle natürlich, damit die Gründer einer Mützenmanufaktur einen neuen Absatzmarkt haben. Selbst gestrickte Unterhosen für Politiker aus aller Welt wären auch originell, als Gastgeschenk aus Europa.
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  •   Propagandahilfskraft
    (1286 Beiträge)

    30.04.2018 18:49 Uhr
    Für die Unterhosen ...
    ... spende ich Stahlwohle und Stacheldraht!1elf
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (1122 Beiträge)

    30.04.2018 13:57 Uhr
    Na Sie haben doch auch versucht
    allen anderen vorzuschreiben, weniger Fleisch zu essen. Sie drehen und wenden es gerade so, wie es Ihnen zu passe kommt.

    Unglaubwürdig.
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  •   Prof.Baerlapp
    (680 Beiträge)

    30.04.2018 08:58 Uhr
    Schönes Thema
    für einen fast in der Versenkung verschwundenen Politiker aus der Region, um sich mal wieder in vorderster Reihe zu zeigen und zu versuchen, auf der Welle der medialen Aufmerksamkeit mitzuschwimmen. Leider hat ihn die bundesweite Presse nicht persönlich erwähnt.

    Ich schätze aber, das Thema ist jetzt ohnehin durch, Frau S. darf noch mal in der Landesschau auftreten und in spätestens zwei Wochen interessiert sich keiner mehr für sie (und für den Regionalpolitiker ohnehin nicht). Dann kann sich die Dame wieder auf die Jobsuche konzentrieren, was eigentlich schon jetzt das Sinnvollste wäre.
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  •   Hartz4Bomber
    (619 Beiträge)

    30.04.2018 16:29 Uhr
    Der will jetzt sogar
    in die Bundespolitik. Tippe auf einen baldigen Eintritt in die Linkspartei.
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  •   malerdoerfler
    (5657 Beiträge)

    30.04.2018 10:02 Uhr
    Das glaube ich nicht!
    Diese Dame wird versuchen ihre mediale Präsenz in eine erfolgreiche Kandidatur bei einer der nächsten Wahlen umzumünzen.

    Oder irgendeine Partei wird sie eine Weile in eine neu geschaffene Sozialstelle positionieren.
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  •   Rino
    (284 Beiträge)

    30.04.2018 14:44 Uhr
    Ist sie schon
    Sie ist doch schon "Schatzmeisterin" in einer kleinen Splitterpartei. Da treibt sich auch der ausgetretene Grüne rum. Wer Frau S. aber wählt muß mit schon mit Moneten gesegnet sein, da gibt es nichts für umme.
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    30.04.2018 16:19 Uhr
    Wahrscheinlich
    mal wieder ausgetreten worden...
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