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Karlsruhe Sicherheit an Silvester: "Karlsruhe ist nicht Köln!"

Das Jahr 2016 begann mit einem Skandal: Zum Jahreswechsel wurden in mehren Städten Frauen bedrängt und bestohlen. Kritik gab es vor allem am Polizeieinsatz in Köln. Ein neues Sicherheitskonzept soll in Köln diesem Jahr brenzlige Situationen verhindern. Und Karlsruhe? Wie sieht es mit der Sicherheit an Silvester in der Fächerstadt aus?

In diesem Jahr soll es anders laufen: Die Stadt Köln und die Polizei haben für den Jahreswechsel ein neues Sicherheitskonzept erarbeitet. So wurde die Zahl der im Einsatz befindlichen Polizisten verzehnfacht. 1.500 Beamte sollen in der Silvesternacht im Einsatz sein. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es rund 140.

Und auch Düsseldorf bereitet sich vor: Als Folge von Zwischenfällen in den vergangenen Jahren sollen Böller in der Silvesternacht in der Düsseldorfer Altstadt erstmals verboten werden. Geplant sei außerdem ein "Security Point" als Anlaufstelle am zentralen Burgplatz, der Platz soll auch besser ausgeleuchtet werden.

Weder Straßensperrung noch Videoüberwachung

In Karlsruhe bereiten sich die Beamten ebenfalls auf den anstehenden Jahreswechsel vor. "An Silvester sind mehr Menschen, Scherben und Konflikte auf der Straße", erklärt Martin Plate, Leiter der Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit beim Polizeipräsidium Karlsruhe auf Nachfrage von ka-news. Entsprechend sind an Silvester mehr Polizisten in der Fächerstadt unterwegs.

Im Gegensatz zu Köln werde die Zahl der Polizisten in Karlsruhe aber nicht erhöht. "Das Personal entspricht der Stärke des Vorjahres", so Plate. Zum einen sei in Karlsruhe keine Großveranstaltung geplant. "Es sammelt sich in Karlsruhe nicht alles auf einem Platz und so verteilen wir unsere Kräfte auch im gesamten Stadtgebiet", erklärt der Sprecher. Es würden dabei aber weder Plätze gesperrt, noch gebe es zusätzliche Videoüberwachung.

Zum anderen habe es auch in der Vergangenheit keine Situation gegeben, die Anlass dazu geben würde, das Personal aufzustocken, erklärt der Sprecher weiter. In Karlsruhe habe es nach der vergangenen Silvesternacht nur eine Anzeige wegen sexueller Belästigung gegeben. "Diese wurde erst nach dem Bekanntwerden der Vorfälle in Köln erstattet", schildert Plate, "es ist also ein absoluter Einzelfall."

Die Polizei werde die Situation aber im Auge behalten - und gegebenenfalls noch aufrüsten. "Sollte eine große Veranstaltung angekündigt werden, dann können wir unsere Planung noch anpassen", kündigt Plate das Vorgehen an.

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  •   silberahorn
    (10756 Beiträge)

    14.12.2016 05:00 Uhr
    Statt vorauseilender Angstmache
    könnten sich die Vorwarner zusammenschließen und auf einem Platz lieber ganz charmant singen:
    Du kannst nicht immer 17 sein

    Für die Versammlung von ganz speziell rechten Menschen Anfang Juni, die man lieber gerne vorbeugend verbieten lassen will, könnte man sich alternativ zum Verbot auch etwas einfallen lassen, mit dem die Bevölkerung auf deutliche Weise reagiert. Nicht unbedingt nur eine Gegendemonstration mit Eskalationsgefahr.
    Ich werde an dem Tag lieber nicht in Karlsruhe sein. Mir reicht es völlig, was ich aus der Ecke schon zu ertragen hatte. Jemanden als "links, grün und versifft" hinzustellen, der das nicht ist, hatte aber ziemlich guten Erfolg. Vorurteile schüren bringt keinen Schritt weiter, wenn es um Deeskalation gehen soll.
    Immer dran denken, dass es überall auf der Welt jene Leute gibt, die schon lange sehr genau wissen, wie man Menschen aufeinanderhetzt um selbst mehr Macht zu erhalten.
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  •   Leergutmafia
    (429 Beiträge)

    13.12.2016 23:26 Uhr
    Ich begrüße alle postfaktischen Realitätsverweigerer,
    wünsche ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen gesunden Rutsch ins neue Jahr.
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  •   Kritiker
    (113 Beiträge)

    13.12.2016 21:07 Uhr
    Haben wir denn noch genug Polizisten?
    1500 alleine in Köln.

    Freiburg, wo derzeit fast täglich Frauen auf der Straße angegriffen werden und es zu Vergewaltigungs(versuchen) kommt, hat ebenfalls schon Hilfe von auswärts für Silvester angefordert.

    Ich meine, wir haben doch nur ca. 250.000 Polizisten, aber alleine 2000 Städte und etliche kleinere Gemeinden.

    Wäre es nicht besser, die 250.000 Polizisten mal kurz dafür einzusetzen, die Grenzen zu sicheren und die sich illegal hier befindliche ab nach Hause zu schicken?
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  •   OtusScopus
    (1602 Beiträge)

    14.12.2016 06:25 Uhr
    Warum verbreiten Sie hier Lügen?
    In Freiburg ist ein schweres und schlimmes Verbrechen geschehen, aber die von Ihnen geschilderten Zustände sind das politisch motivierte Produkt einer kranken Phantasie, die nicht davor zurückschreckt, das Opfer eines schweren Verbrechens für die eigenen Zwecke zu missbrauchen. Es ist furchtbar was in Freiburg passiert ist, aber das, was Leute wie Sie den Angehörigen des Opfers antun, indem sie solche Lügen verbreiten, macht die Sache noch schlimmer. Hören Sie auf, auf Kosten des Opfers Lügen zu verbreiten und schämen Sie sich!
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  •   Originalteil
    (1242 Beiträge)

    14.12.2016 13:29 Uhr
    Tatsache ist,
    dass das einst so beschauliche und ruhige Städtchen Freiburg ein Kriminalitätsproblem hat das früher schlicht nicht existierte.
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  •   malerdoerfler
    (6056 Beiträge)

    13.12.2016 23:44 Uhr
    Die Grenzen sichern?
    Welch ein GEdanke? Wie kannst du auch nur im Traum daran denken mit Gewalt zu drohen um mit Polizei etwas zu sichern?

    Eine offene Gesellschaft in Vielfalt vereint muss so etwas einfach aushalten können! DAs ist das was ich in den letzten Monaten "gelernt" habe. Viele hier scheinen das noch nicht gelernt zu haben. Und statt die traumatisierten Personen zurück zu schicken sollten wir einfach Silvester absagen. Brot statt Böller ist eine beliebte Forderung, der wir endlich nachkommen sollten.
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  •   Befreier_0815
    (249 Beiträge)

    13.12.2016 18:28 Uhr
    Das Personal entspricht der Stärke des Vorjahres
    Diese Info dürfte für Menschen die evtl. einen Mob 2.0 planen, sehr interessant sein!
    Köln scheidet aufgrund des Polizeiaufgebots vielleicht aus. Da nicht einmal 0,5 % der potenziellen Täter verurteilt wurden, ist "das Spiel ohne Grenzen" wohl eröffnet.
    Falls sich Köln wiederholen sollte, rechne ich mit max. 5 % Verurteilungen.

    Die Einladung für Menschen, die vorhaben, gegen Gesetze in Karlsruhe zu verstoßen, habt ihr jetzt irgendwie unterschwellig mit diesem Artikel ausgesprochen!
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  •   malerdoerfler
    (6056 Beiträge)

    13.12.2016 23:45 Uhr
    ES muss ja nicht Karlsruhe 2016/17 sein
    Es gibt ja noch einige Jahreswechsel. Dieses Thema ist wie Nessi im Sommerloch - es wird immer wiederkommen.
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  •   fuzzynervzwerg
    (1148 Beiträge)

    13.12.2016 17:48 Uhr
    Den Streitgesprächen bleib' ich fern,
    die um den Biertisch wandern:
    Ein jeder hört sich selber gern
    und überhört den andern.

    Und hat man sich den Kopf beschwert
    mit zorniger Verneinung,
    geht man nach Hause, neu bekehrt –
    zu seiner alten Meinung.

    Ludwig Anton Salomon Fulda
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  •   OtusScopus
    (1602 Beiträge)

    13.12.2016 16:50 Uhr
    Da es in Karlsruhe am letzten Silvester...
    keine bemerkenswerten Vorkommnisse gab und diese auch in diesem Jahr nicht erwartet werden, gibt es eigentlich auch nichts zu berichten. Warum dann dieser Beitrag, liebe KA-News Redaktion? - Es muss ihnen doch klar sein, dass dieses Thema wie ein Magnet auf AfD-Sympathisanten wirkt, die ihr Unwesen im KA-News Kommentarbereich treiben. Geht es also vor allem darum, die Klick-Zahlen zu erhöhen?
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