Karlsruhe Schlag gegen Rauschgifthandel: Polizei intensiviert Kontrollen in Karlsruhe

Am Freitag hat die Polizei zwei Männer festgenommen, die in Karlsruhe mir Rauschgift gehandelt haben sollen. Insgesamt haben die Beamten in letzter Zeit die Kontrollen intensiviert.

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe nach eigenen Angaben einen Haftbefehl gegen zwei gambische Asylbewerber erwirken. "Die Männer im Alter von 19 und 21 Jahren werden beschuldigt, gewerbsmäßig mit Rauschgift gehandelt zu haben", heißt es in der Pressemeldung weiter.

Der 19-Jährige soll einem Jugendlichen Marihuana verkauft haben. Er wurde am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt und nach Eröffnung des Haftbefehls in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Dem 21-Jährigen werden mindestens zwei Taten zur Last gelegt. Er wurde bereits wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz rechtskräftig verurteilt. Am Freitagnachmittag wurde er, nach der Vorführung beim Haftrichter, ebenfalls in eine Justizvollzugsanstalt verbracht.

"Mit intensiven offenen und verdeckten Präsenz- und Kontrollmaßnahmen geht die Polizei gegen die Rauschgiftszene in der Karlsruher Altstadt und am Schlossplatz vor", heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung der Polizei und der Staatsanwaltschaft. Erneut sei festgestellt worden, dass vornehmlich gambische Asylbewerber als Rauschgifthändler auftreten. "Bei den Abnehmern des Rauchgiftes handelt es sich um Personen verschiedener Nationalitäten und Gesellschaftsschichten. Auch jugendliche Abnehmer werden mit Rauschgift versorgt", heißt es in der Pressemeldung weiter.

36 Personen kontrolliert, elf Verdächtige festgestellt

Seit Mittwoch werden die Kontrollen durch uniformierte und zivile Streifen intensiviert. Insgesamt wurden 36 Personen kontrolliert. Gegen elf Verdächtige leitete die Polizei Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ein. Weiterhin mussten elf Platzverweise ausgesprochen werden. Die Kontrollmaßnahmen werden auch weiterhin im Innenstadtbereich durchgeführt. Ziel der polizeilichen Maßnahmen ist es, die Rauschgiftszene nachhaltig zu bekämpfen und der Gefahr einer sich bildenden offenen Szene zu begegnen.

Bereits im letzten Jahr wurden in enger Abstimmung mit der Staatanwaltschaft Karlsruhe die Präsenz- und Kontrollmaßnahmen im Innenstadtbereich durchgeführt. Bis Anfang Juli 2016 wurden 55 Handelsdelikte dokumentiert und elf gambische Rauschgifthändler mit jeweils mindestens einem beweiskräftig dokumentierten Handelsdelikt identifiziert. Sechs Personen, gegen die die Staatsanwaltschaft zum damaligen Zeitpunkt Haftbefehle erwirkt hatte, wurden zwischenzeitlich rechtskräftig zu Haft- bzw. Jugendstrafen verurteilt.

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