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Karlsruhe Sanierung der Wasserwerkbrücke: Wäre eine kürzere Bauzeit denkbar?

Für viele Karlsruher ist der Weg über die Wasserwerkbrücke in der Südstadt ein direkter Zugang in den Oberwald. Da die Brücke in die Jahre gekommen ist, soll sie für Bauarbeiten für Monate gesperrt werden. Wäre auch eine kürzere Bauzeit möglich?

Die Stadt Karlsruhe hat eine Sanierung der Wasserwerkbrücke in die Wege geleitet. Im Sommer 2018 soll gestartet werden und rund 5,5 Millionen Euro stehen dafür im Haushalt bereit. Für diese Sanierung soll die Brücke allerdings voll gesperrt werden. Mit einem Antrag beantragt die Grüne Gemeinderatsfraktion, mögliche Alternativen für den Neubau der Wasserwerkbrücke zu prüfen. 

"Bereits seit vielen Jahren, in denen die Brücke aus statischen Gründen für den Kfz-Verkehr gesperrt ist, werden alternative Routen in den Oberwald genutzt. Eine Brücke, die nur für den Rad- und Fußverkehr geeignet wäre, ist aus unserer Sicht daher vorstellbar", so der Fraktionsvorsitzende Johannes Honné.

"Auch eine Holzbrücke wäre vielleicht möglich und aus optischen Gründen zu bevorzugen. Dadurch ließen sich möglicherweise die Bauzeit und auch die Kosten reduzieren. "Außerdem könnte der Bau beschleunigt werden, indem die Brücke aus vorgefertigten Segmenten montiert wird. Hierbei wäre zu klären, welche Beschleunigung welchen Mehrkosten gegenübersteht", so Honné weiter. 

"Nach den bisherigen Plänen ist für Abriss und Wiederaufbau der Wasserwerkbrücke eine Zeitdauer von 18 Monaten vorgesehen. Während dieser Zeit würde kein direkter Zugang von der Südstadt in den Oberwald bestehen und auch die zahlreichen Radfahrerinnen und Radfahrer aus Rüppurr und Dammerstock müssten auf diese wichtige Route verzichten", so die Grünen-Fraktionsvorsitzende Ute Leidig. "Durch das alternative Vorgehen wäre vielleicht ein deutlich geringerer Zeitraum ausreichend." 

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Kommentare (6)
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  •   citron1985
    (43 Beiträge)

    06.03.2017 15:01 Uhr
    zu hohl
    Wenn man sich schon nichtmal bei den Begrifflichkeiten einig ist und die extrem lange Bauzeit von über 1 Jahr (!) plötzlich auf 5 Monate schrumpft, was soll man da denn noch glauben?

    Für jeden Jogger und Naturliebhaber ein Schlag ins Gesicht. Dann baut doch bitte gleich eine Ersatzbrücke, Geld scheint ja auch ohne Ende "da zu sein".
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  •   Greif
    (1516 Beiträge)

    07.03.2017 10:24 Uhr
    Nur weil irgendwer...
    jetzt eine Zahl von 5 Monaten in den Raum wirft ohne zu sagen wofür genau und unter welchen Voraussetzungen, muß man nicht über diese Zahl diskutieren.

    Wenn man das anfängt, ist die Angabe "5 Monate" in spätestens einer Woche nicht mehr aus der Welt zu kriegen, selbst wenn sich nach sachlicher Prüfung in anderthalb Wochen herausstellen sollte, daß sie komplett unrealistisch ist.
    Und in zwei Jahren wird dann wieder von irgendwelchen Halbwissenden gemault: "Das hätte alles viel schneller hätte gehen können - aber mit dem Bürger kann man's ja machen!"

    P.S.: Nichts gegen Hr. Honné - aber ob er in der Lage ist, jetzt schon eine Bauzeit abzuschätzen für:
    - Rückbau
    - Neubau Betonfundamente (auch eine Holzbrücke braucht das) einschl. 28 Tage Aushärtezeit
    - Neubau einer noch nicht näher definierten Ausführung unter Berücksichtigung des Bahnbetriebs
    - Ausrüstung der Brücke (Belag, Witterungsschutz o. ä. wird man brauchen...; darf man nach unten auf eine 15KV-Bahnoberleitung entwässern?)
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  •   Berty87
    (512 Beiträge)

    06.03.2017 07:38 Uhr
    PKW
    Wer fährt denn mit dem PKW durch denn Oberwald
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  •   haku
    (4047 Beiträge)

    06.03.2017 06:20 Uhr
    Ähhhh...
    Geht es jetzt um Abriß und Neubau der Brücke oder Sanierung der schönen alten Eisenkonstruktion? Ich bin etwas verwirrt... Früher war mal ein Neubau geplant, aber ich dachte, es geht jetzt um eine Sanierung, also eine "kleine" Lösung.
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  •   Aussie
    (545 Beiträge)

    06.03.2017 06:49 Uhr
    Tja, man sollte den Grünen empfehlen,
    sich erst schlau zu machen und dann zu reden ... grinsen
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  •   haku
    (4047 Beiträge)

    06.03.2017 07:36 Uhr
    Nochmal nachgelesen...
    In der Haushaltsrede wurde die Sanierung tatsächlich als Neubaumaßnahme bezeichnet. Der Begriff Sanierung gibt sowas auch her, trotzdem fiel bisher in der Berichterstattung, wenn ich mich richtig erinnere, nie der Begriff Neubau. Und bei Sanierung denkt man nicht gleich an Neubau. Damit wären natürlich auch die Gedankenspielchen a la halbseitige Sperrung erledigt...
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