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Karlsruhe Sanierung, Erhalt, Neubau: Was hat die Karlsruher Stadthalle bislang gekostet?

Die Sanierung der Karlsruher Stadthalle droht ein Fass ohne Boden zu werden: Die Kosten sind auch bei diesem Projekt unerwartet in die Höhe geschossen. Wie viel Geld die Stadthalle bislang insgesamt gekostet hat, wollte die Karlsruher Linke im Gemeinderat wissen.

Seit 1985 ist sie in Betrieb und seit vergangenem Jahr wird sie einer umfangreichen Sanierung unterzogen: Die Karlsruher Stadthalle am Festplatz. Wie umfangreich die Arbeiten schlussendlich werden müssen, war aus Sicht der Stadt vorher nicht abzusehen. Jetzt ist aber klar, dass die Sanierung deutlich teurer wird und länger dauert, als ursprünglich vorgesehen.

Grund genug für die Karlsruher Linke im Gemeinderat eine Anfrage zu starten, wie viel Geld für die Stadthalle bislang insgesamt aufgebracht wurde. Wie hoch waren die baulichen Kosten zwischen 1985 und 2018 im Durchschnitt und wie hoch im gesamten Zeitraum?

Seit 2007 fast 90 Millionen Euro für Sanierungen

Eine Frage, welche die Stadt nur teilweise beantworten kann: "Zum Haushaltsjahr 2007 hat eine Umstellung im Buchungssystem der Stadt Karlsruhe stattgefunden", heißt es in der Stellungnahme. "Aus diesem Grund können für die gewünschten Auswertungen nur die Zahlen der Jahre 2007 bis 2017 zugrunde gelegt werden.

Die besagen, dass die Stadthalle jährlich knapp über 412.000 Euro an Bauunterhaltungs-Kosten benötigt hat. Für Sanierung und Modernisierung seien jährlich etwa 1,2 Millionen Euro angefallen. In der Summe seien in den zehn Jahren für die Bauunterhaltung rund 4,5 Millionen Euro, für die Sanierung bislang rund 13,2 Millionen Euro gezahlt worden.

Hinzu kommen nun nach aktuellem Stand nochmal rund 76 Millionen Euro. Ursprünglich waren nur 58 Millionen Euro im Haushalt eingestellt gewesen, weil die Arbeiten an der Lüftungsanlage aber deutlich mehr Zeit und Geld benötigen, muss die Stadt nun mit Mehrkosten rechnen. Erst Anfang 2021 soll das Gebäude wieder für Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Der Bau der Stadthalle hat umgerechnet 1985 rund 130 Millionen Euro gekostet.

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  •   Robert1959
    (2037 Beiträge)

    27.06.2018 12:59 Uhr
    Sanierung muss fortgesetzt werden!
    Qualität hat seinen Preis! Nur manchmal wird aus Kostengründe an der Qualität gespart und dann muss nachgebessert werden, was schließlich teurer wird, als gleich etwas Geld in die Hand zu nehmen. Allerdings frage ich mich, ob man die Sanierung nicht hätte verschieben können
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  •   malerdoerfler
    (6056 Beiträge)

    26.06.2018 22:16 Uhr
    Zu viel!
    Ganz einfach!

    Wenn nach so kurzer Zeit ein Gebäude schon wieder saniert werden muss - dann stimmt etwas nicht.
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  •   bingobongo
    (400 Beiträge)

    27.06.2018 09:45 Uhr
    33 Jahre
    Es sind 33 Jahre seit 1985.
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  •   dipfele
    (5834 Beiträge)

    26.06.2018 17:31 Uhr
    Wenn für die Sanierung der Stadthalle....
    ….das HGW (Hochbauamt) zuständig sein sollte, dann könnte mit der Sanierung der Schlossschule in Durlach das nächste Fass aufgemacht werden. Leider ist mit "Sanierung" von älteren Gebäuden ein Auskernen bis auf die tragenden Wände verbunden, weil ja sämtliche Installationen, Wand, Boden und Deckenbegleitungen erneuert werden müssen. Und nicht nur die Tapeten. Insofern kommen "Sanierungen" nach 30-40 Jahren einem Neubau gleich. Hier hätten die Verantwortlichen von "Erneuerung" reden müssen.Das haben die aber wohl nicht bedacht. Vorrausschauende Privatleute bilden Rücklagen für die Erneuerungen. Aber sowas gibt es bei den öffentlichen Haushalten wohl nicht. Jetzt ist das Geschrei gross.
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    26.06.2018 17:15 Uhr
    130 Millionen
    Baukosten für so ein Hällele, da hat mich sich schon damals ordentlich über den Tisch ziehen lassen.
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  •   ALFPFIN
    (7354 Beiträge)

    26.06.2018 14:16 Uhr
    Was soll's
    bautechnisch produzieren wir doch nur Fässer ohne Boden. Wären die Sanierungskosten für die Stadthalle ein Fass mit Boden, würde dass ja nun wieder dem Fass den Boden ausschlagen. grinsen
    Also belassen wir es dabei, Kostenspirale geht ins Unendliche.
    Das alles hat doch seit Jahren Methode. Möglichst die Kosten wider besseren Wissens niedrig ansetzen, um das Volk zu beruhigen oder zu täuschen und dann nach und nach Kostenhöhungen bekannt geben. Selbst wenn man bei solchen Objekten Erhöhungen einrechnen und erwarten muss, in der Höhe, wie sie dann tatsächlich entstehen, muss man doch vermuten, dass der Ansatz bewusst zu niedrig war.
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  •   schmidmi
    (2667 Beiträge)

    26.06.2018 14:26 Uhr
    und überall keine wirklichen
    Fachleute mehr ---> "zu teuer"
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  • unbekannt
    (3017 Beiträge)

    26.06.2018 16:11 Uhr
    Der derzeitig oberste "Fachmann "
    geht ja endlich in Rente und macht dann hoffentlich Platz für einen Nachfolger, der von der Materie was versteht . Das die letzten 10 Jahre überall die kommunalen Baukosten völlig über Plan lagen, hat auch mit dieser Person zu tun, die IMO ihren Laden nie im Griff hatte und fachlich nur in der Juristerei beschlagen ist. Dazu kommt noch, dass eine M. Mergen über ihre Veränderung der Bilanzierung geschickt wichtige Details verwässert & versteckt hat, die aber nach einer gewissen Zeit umso härter einschlagen.
    Oberts Bruder im Geiste Stapf wird ja auch zügig abtreten und man kann nur hoffen, dass danach manche Sachen in beiden Dezernaten deutlich besser gelöst werden.
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  •   dipfele
    (5834 Beiträge)

    26.06.2018 17:05 Uhr
    Die Hoffnung les ich wohl....
    …. allein mir fehlt der Glaube.
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  •   karlsruher1955
    (1275 Beiträge)

    26.06.2018 17:04 Uhr
    So ist es
    wenn die zuständigen Bürgermeister-und innen fachlich für ihre Dezernate nicht kompetent sind. Leider trifft dies mittlerweile auf fast alle zu.
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