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Karlsruhe Rund statt eckig: Darum haben die KVV-Fahrpläne ein neues Design

Huch, was ist denn mit den Liniennetzplänen in Karlsruhe passiert? Diese Frage dürfte sich der ein oder andere Pendler in den vergangenen Tagen gestellt haben. Bisher waren die Liniennetzpläne im Gebiet des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) eckig dargestellt. Seit einigen Tagen haben die Pläne aber ein rundes Design. Was ist der Grund hierfür?

Bisher basierte der Fahrplan an den Karlsruher Haltestellen auf dem Modell von  Henry C. Beck, einem britischen technischen Zeichner und Grafikdesigner. Inspiriert von einem elektrischen Schaltplan begann Beck, einen neuen Liniennetzplan zu entwerfen. Wie die meisten anderen Städte nutzte auch der KVV die 45-Grad und 90-Grad-Darstellung, um den Pendlern schnell einen Überblick zu verschaffen. Das Problem: Laut KVV wird bei dieser Darstellung die tatsächliche Topografie oft erheblich verfälscht. Orte, Stadtteile und Haltestellen könnten meist nicht ihrer tatsächlichen Lage entsprechend eingezeichnet werden, weil man an die Winkel gebunden sei.

(Eine bekannte Hilfe für Karlsruher Pendler: So sah der Liniennetzplan des KVV bisher aus)

KVV setzt jetzt auf rund statt eckig

Nun setzt der Verkehrsverbund aber auf rund statt eckig: Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember sind die neuen Pläne im Einsatz, wie eine Pressesprecherin auf Nachfrage von ka-news erklärt. Entworfen wurde der Plan, so die Pressesprecherin, nach der Design-Idee des sogenannten "Curvy-Map-Formats" des Psychologen Maxwell J. Roberts. "Er hat in seinen Studien die Nutzerfreundlichkeit von Liniennetzplänen untersucht und ist dabei auf die kurvenförmige Darstellung gekommen", lautet die Erklärung vonseiten des KVV.

(So sieht der neue KVV-Liniennetzplan aus. Eine detailliertere Darstellung finden Sie hier.)

In der kurvenförmigen Darstellung lasse sich die Topografie deutlich realistischer darstellen. Des Weiteren könne das menschliche Auge Kurven viel besser folgen als der eckigen Darstellung. Tests hätten ergeben, dass Fahrgäste die kurvigen Pläne 30 bis 40 Prozent schneller erfassen, so der KVV. Bereits seit Dezember habe man im KVV-Gebiet die Probe aufs Exempel gemacht: Die Bus-Linien-Pläne Ettlingen/Albtal und Bretten wurden runder gestaltet und das Feedback der Kunden eingeholt. Dieses sei durchweg positiv ausgefallen, fasst der KVV zusammen.

Die Folge: Der große Liniennetzplan und der Bus-Plan Stutensee Umland werden ab sofort in der neuen Darstellungsform erscheinen. Bis Ende 2016 folgen die übrigen Pläne. Mit der Einführung des neuen Formats gehe man in Karlsruhe bewusst einen eigenen Weg, so der KVV. Kein anderes Verkehrsunternehmen nutze bislang die runde Darstellung.

Das hat sich zum großen Fahrplanwechsel geändert:

Am 13. Dezember stand ein großer Fahrplanwechsel im KVV-Gebiet an. Seit diesem Wechsel gibt es im Gebiet der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) eine neue Buslinie, die Linie 76. Diese bindet das Wohngebiet Knielingen Nord an den öffentlichen Nahverkehr an. Die Linie startet an der Endhaltestelle der Tram 2, Lassallestraße, und bedient alle 20 Minuten die Haltestellen Sudetenstraße, Pionierstraße, Egon-Eierman-Allee und Knielingen Nord. Die Betriebszeiten sind montags bis freitags von 5.30 Uhr bis 1.30 Uhr, samstags von 6.30 Uhr bis 1.30 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 8.30 Uhr bis 1.30 Uhr.

Für die Straßenbahnen der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) hat es beim großen Fahrplanwechsel keine wesentlichen Änderungen geben. Welche Änderungen sich auf Ihrer Strecke ergeben haben, erfahren Sie hier. Betroffen von der Umstellung war auch die Buslinie zum Baden-Airpark-Terminal und dem Bahnhof Baden-Baden. Die Buslinie 205 wurde in Buslinie 285 umbenannt.

Ebenfalls neu seit dem 13. Dezember: die Fahrradkarte. Zukünftig können mit dem Kauf einer Fahrradkarte Fahrräder auch während des morgendlichen Pendlerverkehrs nicht mehr nur in DB-Zügen, sondern auch in den Stadt- und Straßenbahnen der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) mitgenommen werden
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  •   Ranger
    (90 Beiträge)

    28.12.2015 08:38 Uhr
    War das nötig?
    Jetzt ist auch klar warum die Fahrpreise ständig "angepasst" werden!

    Ich wollte nicht wissen, wieviel diese Umstellung gekostet hat.
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