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Karlsruhe Regierungspräsidium: VBK dürfen Kaphaltestellen bauen

Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat jetzt die Genehmigung für den Ausbau der Haltestellen Kolpingplatz und Mathystraße in der Karlsruher Südweststadt erteilt. Das Vorhaben war im April von den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) beantragt worden. Mit dem jetzt genehmigten Ausbau betreten die Verkehrsbetriebe Neuland in ihrer Haltestellenkonzeption.

Bisher sind die Straßenbahnhaltestellen im Karlsruher Stadtbereich in der Regel als "Insel-Haltestellen" angelegt. Dieser Haltestellentypus liegt in der Mitte der Straße, auf der Fläche der Gleise. Nunmehr sind erstmals eine Kaphaltestelle am Kolpingplatz und eine überfahrbare Kaphaltestelle an der Mathystraße/Karlstraße geplant.

Kaphaltestellen - sicher aus der Bahn aussteigen

Bei einer Kaphaltestelle wird der Gehweg bis an die Gleise vorgezogen. Die Autos müssen - an einer Ampel - vor der Haltestelle warten, bis die Straßenbahn in die Haltestelle eingefahren ist. Die Straßenbahn hält aber am Fahrbahnrand - die Fußgänger müssen die Fahrbahn nicht überqueren, sondern steigen vom Straßenrand aus ein.

Bei einer überfahrbaren Kaphaltestelle wird die zwischen Gleis und Gehweg befindliche Fahrbahn angehoben, so dass ein niveaufreier Übergang vom Gehweg zum Schienenfahrzeug entsteht. Die heute etwa 50 Meter langen, zwei Meter breiten und 15 Zentimeter hohen Haltestellen Kolpingplatz und Mathystraße sollen künftig 75 Meter lang, 2,50 Meter breit und 34 Zentimeter hoch ausgebaut werden. Bei der Haltestelle Kolpingplatz erfolgt die Verlängerung in Richtung Norden. Dabei wird der Achsabstand der Gleise durch Verschwenken des westlichen Gleises vergrößert. Bei der Haltestelle Mathystraße erfolgt die Verlängerung nach Süden. Dabei wird die parallel verlaufende Fahrbahn um 15 Zentimeter angehoben.

Der Ausbau war nötig geworden, weil auf der Strecke zunehmend Niederflurstraßenbahnen zum Einsatz kommen. Insbesondere vor dem Hintergrund der Barrierefreiheit ist für die Niederflurtechnik die Anpassung der Bahnsteige an die Einstiegshöhe von 34 Zentimeter erforderlich, wie das Regierungspräsidium mitteilt.

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Kommentare (42)
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  •   sorry55
    (829 Beiträge)

    17.08.2011 10:15 Uhr
    Karlsruhe -
    nein danke
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  •   Selbstdenker
    (258 Beiträge)

    13.08.2011 11:11 Uhr
    Geht's noch?
    Wer das Vergnügen hat, am Kolpingplatz von den Seitenstraßen nordwärts in die Karlsstraße einbiegen zu müssen - ich habe es regelmäßig -, der weiß, daß man da schon jetzt mehrere Minuten warten kann, bis eine Armada von Straßenbahnen und Bussen vorbeigezogen ist, deren Vorrangschaltung zu Lasten des querenden Verkehrs geht. Wenn jetzt noch das Kap kommt, kommt man auch noch dann nicht mehr durch, wenn da Fahrgäste verladen werden.

    Und da wundert sich noch jemand, wenn die Radfahrer einen auf "Leck mich" machen?
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  •   MrEnglish
    (27 Beiträge)

    12.08.2011 21:23 Uhr
    Raus aus unserer schönen Stadt
    Wann kapiert die Autofraktion endlich, dass man in einer stadt nicht Auto fährt? Und sich über die einschränkungen aufzuregen finde ich doch reichlich dreist. Schaut euch doch mal die Stadtautobahn Kriegstraße an, findet ihr das schön? An jeder Straße stehen die Blechlawienen rum und verschandeln die Landschaft, überall muss ich als Fusgänger und Radfahrer an Ampeln auf die Autos warten und ihr beschwert euch über die zwei Kapphaltestellen? Schämt euch ihr Egoisten.

    Und mal ganz nebenbei, Hochbahnsteige und Kapphaltestellen sind kein Karlsruher Experiment. Schaut mal nach Mannheim, die sind uns um Längen vorraus, da kann man an fast allen Haltestellen ohne Stufe einsteigen. Erstmal informieren bevor man hier so rumpöbelt.
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  •   mueck
    (10230 Beiträge)

    11.08.2011 22:45 Uhr
    !
    s.a. weichenbengel 1/11
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  •   mueck
    (10230 Beiträge)

    11.08.2011 22:43 Uhr
    !
    Radfahrer müssen bei den Kaps nicht in die Gleise kreuzen, die fahren Kolpingplatz hintenrum und Mathystr. ist eh keine Kaphaltestelle, sondenr eine überfahrbare.
    Im übrigen: wenn die Trams flott fahren wollen, müssen vorher die Autos vom Gleis: nennt sich dynamischer Gleiskörper und beschleunigt also auch die Autos.

    Zitat von Der Ausbau war nötig geworden, weil auf der Strecke zunehmend Niederflurstraßenbahnen zum Einsatz kommen.
    Teilweise falsch. Anlass sind die Umleitungen der Doppeltraktionen von S1/S11 und S4/S41 bei Sperrung der Ettlinger Str., die für die alten Halte zu lang sind.

    Als wir im Zuge der Kombilösungs-"Alternative" "2. Rampe am Hbf" *) Doppeltraktion-Linienbetrieb in der Karlstr. vorschlugen, hieß es noch "Doppeltraktion geht dort nicht". Shcön zu sehen, dass es doch geht, wenn man nur will ...

    *) Auch unabhängig von Kombi ja/nein wäre die 2. Rampe sinnvoll, wiel so ALLE Zweisystemlinien City- UND Hbf-Anbindung hätten. Die City fehlt der S31/S32, Hbf der S5
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  •   janh
    (415 Beiträge)

    11.08.2011 17:56 Uhr
    Ach so
    Zitat von Lobhudel Soviel ich weiß sind freilaufende Fußgänger die größte Gefahr für KA-Straßenbahnfahrer. Und jetzt bauen die Schreibtischplaner auch noch die trennenden Straßen weg.
    Wenn die Autofahrer sich so selbstlos opfern, um die Fußgänger daran zu hindern, von der Straßenbahn überfahren zu werden, wer schützt dann nach deiner Logik die Autofahrer vor den Fußgängern?
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  •   Chris.Lok75
    (690 Beiträge)

    11.08.2011 15:51 Uhr
    ?
    ***gelöscht, Verstoß gegen die Kommentarregeln*** grinsen
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  • unbekannt
    (929 Beiträge)

    11.08.2011 15:00 Uhr
    KKV-Planer in den eigenen Keller !!!
    Ich habe es langsam satt, dass ich als Karlsruher Fussgänger, Fahrradfahrer, Mopedfahrer, Motorradfahrer und Autofahrer (ja ich weiß der Heißluftballon fehlt...) ABER ÜBERZEUGTER NICHT-STRASSENBAHNFAHRER für fragwürdige Experimente unserer KKV-Lieblinge herhalten muss. Der Tunnel ist Schwachsinn genug, jetzt wollen diese Hobby-Eisenbahner auch noch oben ihr Süppchen kochen.

    Warum kann man das "revolutionäre Konzept" der sog. Kaphaltestellen nicht mal in z.B. Daxlanden ausprobieren, bevor man es auf einer der wichtigsten KA-Verkehrsachsen baut. Soviel ich weiß sind freilaufende Fußgänger die größte Gefahr für KA-Straßenbahnfahrer. Und jetzt bauen die Schreibtischplaner auch noch die trennenden Straßen weg.

    Mein Vorschlag: Herr Ludwig selig, spendet seinen sicherlich nicht so kleinen Villenkeller für großangelegte Langzeittests neuer Konzepte im Maßstab H0. Und last uns zahlende Bürger mit Eurer ÖPNV-Sektiererei endlich in Ruhe !!!
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  •   ObenLang
    (2745 Beiträge)

    11.08.2011 17:14 Uhr
    Einfach Klasse!
    Schickt die ganze Seilschaft zum Altpapst in den Keller spielen zwinkern
    Jeden Tag eine neue Spaßidee und neues Spielzeug in H0.
    Und lasst die richtige Welt da draußen sich endlich sinnvoll weiter entwicklen - ohne Prestigespielzeug - schlicht und effizient!
    Die freundlichen Firmen werden euch schon nicht so dolle bös sein zwinkern
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  •   karl143
    (329 Beiträge)

    11.08.2011 14:52 Uhr
    Kaphaltestellen
    Wie das den Verkehr ausbremst, kann sich jeder in der Messestadt Hannover anschauen. Wenn man da zur richtigen Zeit mit dem Auto unterwegs ist, steht der Wagen alle paar hundert Meter. Was blödsinnigeres gibt es kaum. Da werden öffentliche Gelder, u. a. auch aus der Kfz.- und Mineralölsteuer genommen, um den ÖPNV auszubauen- auf Kosten und auf Lasten der Autofahrer. Das hätten sich die Stadtplaner mal woanders anschauen sollen, oder es ist gewollt. Dazu fällt mir nichts weiter ein.
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