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Karlsruhe Rechte Szene im Südwesten: "Karlsruhe ist eine Schwerpunktregion"

Wird die rechte Szene im Südwesten immer radikaler? Ein aktueller Bericht der Landesregierung Baden-Württemberg gibt Anlass zur Sorge: Zwar schrumpft die Gesamtzahl der Rechtsextremen - ihre Anhänger werden aber offenbar immer gewaltbereiter. Wie schätzen Experten die Szene in Karlsruhe ein? ka-news hat nachgehakt.

Es klingt zunächst nach einer guten Nachricht: Laut einem Bericht der Landesregierung Baden-Württemberg ist die rechtsextreme Szene seit der Wende geschrumpft. Die Zahl der Rechtsextremisten sank in der Zeit von fast 5.000 auf heute noch 1.800, so die Landesregierung. Gleichzeitig sind ihre Anhänger offensichtlich radikaler geworden. Seit 1991 habe man mindestens 218 fremdenfeindliche oder antisemitisch motivierte Straftaten mit Waffengewalt von Rechtsextremisten verzeichnet. Und wie sieht es in Karlsruhe aus?

Propaganda- und Gewaltdelikte in der Fächerstadt

Auch aus der Fächerstadt ist die rechte Szene noch nicht verschwunden. "Seit Jahren gibt es hier das sogenannte Karlsruher Netzwerk, einen losen Zusammenschluss von jungen rechtsextremen Personen", so eine Sprecherin gegenüber ka-news, "deren gemeinsame Aktionen reichen von gruppeninternen Veranstaltungen bis hin zur Teilnahme an oder Organisation von Versammlungen."

In Karlsruhe schätzt die Kriminalpolizei die rechte Szene auf maximal 100 Personen, der "harte Kern" sei dabei deutlich kleiner. Die Zahl der Straftaten wiederum liege in den letzten Jahren im zweistelligen Bereich. "Den größten Anteil dieser Straftaten bilden dabei sogenannte Propagandadelikte wie ein an die Hauswand gesprühtes Hakenkreuz", erklärt die Polizeisprecherin, "Gewaltdelikte wie Körperverletzungen machen glücklicherweise nur einen äußerst geringen Anteil aus – in den vergangenen Jahren bewegten sie sich immer im einstelligen Bereich". 

Bürgerliches Gewand statt Glatze und Springerstiefel

Etwas drastischer klingt da die Einschätzung der Politikwissenschaftlerin Ellen Esen: "Der Landkreis Karlsruhe bildet innerhalb von Baden-Württemberg eine Schwerpunktregion des Rechtsextremismus", stellt sie fest. Das rechte Netzwerk umfasse Parteien, Kameradschaften Cliquen, Debattierzirkel und sogar die Partei "Die Rechte". Dennoch: "Es wäre vermessen, von einem Wachstum der rechten Szene zu sprechen", meint Esen, "es ist eher so, dass sie sich permanent umstrukturiert."

Die Zeiten, in denen man Rechtsextremisten an Glatze und Springerstiefeln erkannte, sind laut Einschätzung der Expertin schon lange vorbei. Und auch bei der Polizei Karlsruhe hat man das veränderte Erscheinungsbild beobachtet: "Seit vielen Jahren kleiden sie sich bürgerlich", so die Polizei-Sprecherin, "oft erkennt man sie nur an Kleinigkeiten wie Buttons oder dergleichen."

Der schmale Grat zwischen Patriotismus und Rechtsextremismus

Mit Patriotismus, also Vaterlandsliebe oder Heimatgefühl, habe die Einstellung der Szenenangehören allerdings nichts zu tun.  Rechtsextremismus gehe darüber hinaus und orientiere sich dabei an einer politischen Ideologie. "Der Rechtsextremist ist immer ein Feind der Demokratie, der unser bestehendes Staatssystem nicht nur verändern, sondern abschaffen will", erklärt Esen. Sein Ziel sei eine ethnisch reine Volksgemeinschaft. "Menschen mit Migrationshintergrund, politische Gegner und viele andere Gruppen werden als volksfremd und Volksfeinde betrachtet, die es letztendlich nicht nur auszugrenzen, sondern zu vernichten gilt", so die Expertin. 

Bei der Polizei wird Rechtsextremismus daher nach eigenen Angaben als Gefahr wahrgenommen und bekämpft. "Neben einer konsequenten Strafverfolgung werden auch Präventionsaktivitäten durchgeführt, um dem Ausbreiten von Extremismus wirksam zu begegnen", schildert deren Sprecherin. So sieht das auch Ellen Esen: " Die Auseinandersetzung mit rassistischen Positionen muss als kontinuierliche Aufgabe und Herausforderung angenommen werden", fordert sie und fügt hinzu. "ich sehe Karlsruhe dabei auf einem guten Weg."

Mehr zur rechten Szene bei ka-news: 

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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1444 Beiträge)

    26.09.2014 18:30 Uhr
    Ich hoffe es...
    ...klappt. https://app.box.com/s/tvgcm5kw4yzf8ikwq0wf
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (5411 Beiträge)

    26.09.2014 01:27 Uhr
    Schwerpunkt sogar?,
    davon habe ich weder etwas bemerkt, noch gesehen !
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  •   frari66
    (3920 Beiträge)

    25.09.2014 23:29 Uhr
    Ich glaube auch nicht dass es sooo wenige geben soll.
    Und es gibt auch Leute, die mal rechts, mal links und mal in der Mitte sind zwinkern
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  •   Smartraver
    (7581 Beiträge)

    26.09.2014 00:14 Uhr
    Es geht um Extreme
    Nicht um diejenigen die mal CDU, mal SPD und mal FDP wählen.
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  •   Xapoklakk
    (650 Beiträge)

    25.09.2014 21:56 Uhr
    Alles nur eine Frage des eigenen Standpunkts
    Je mehr die Landesregierung nach links rückt, desto größer muss ihr die "rechte Szene" erscheinen.
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    unbekannt
    (148 Beiträge)

    25.09.2014 20:10 Uhr
    Schwerpunktregion
    Oh, da hat sich der Umzug nach Karlsruhe ja doch gelohnt grinsen
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  •   Wuehlmaus
    (3488 Beiträge)

    25.09.2014 18:25 Uhr
    Sind das solche Rechtsextreme wie in Duisburg?
    Die rufen doch tatsächlich bei einer Bürgerversammlung zu einer Notunterkunft.Volksverräter. Ausweisen sollten man die.

    Daher kann ich der Stadt KA nur den Rat geben, nie eine Bürgerversammlung einzuberufen. - Ach halt, das macht die ja schon.
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    unbekannt
    (379 Beiträge)

    25.09.2014 17:08 Uhr
    Das WLAN in der Irrenanstalt
    scheint wieder zu funktionieren. Marlon ist wieder online. grinsen
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    unbekannt
    (2354 Beiträge)

    25.09.2014 17:04 Uhr
    Online-Test der Harvard-Uni
    wie rassistisch bin ich?
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    unbekannt
    (2169 Beiträge)

    25.09.2014 17:25 Uhr
    Wenn Sie das selbst nicht wissen
    bringt Ihnen auch ein Test nichts.
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