Karlsruhe Prozess wegen versuchten Totschlags in Karlsruhe: 43-Jähriger zu drei Jahren Haft verurteilt

Hat ein 43 Jahre alter Mann im April dieses Jahres versucht, seine getrennt von ihm lebende Ehefrau zu erstechen? Das galt es für die Richterkammer des Karlsruher Landgerichts an zwei Prozesstagen herauszufinden. Am Freitag wurde der Mann zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Allerdings nicht wegen versuchten Totschlags, sondern wegen gefährlicher Körperverletzung.

Die Richter folgten damit nicht der Anklage der Staatsanwaltschaft, die eine Verurteilung wegen versuchten Totschlags gefordert hatte. Der Mann hatte im April diesen Jahres in der Wohnung seiner Frau mehrfach mit einem Messer auf diese eingestochen. Auch nachdem die Frau aus der Wohnung fliehen konnte, habe er nicht von ihr abgelassen. Erst durch das Eingreifen von Dritten konnte Schlimmeres verhindert werden. 

Die Staatsanwaltschaft sah in der Attacke des Mannes das Motiv des versuchten Totschlags erfüllt, das Gericht sah das anders und verurteilte den Mann wegen gefährlicher Körperverletzung zu drei Jahren Gefängnis. Der 43-Jährige saß bereits seit April in Untersuchungshaft.

 

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