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Karlsruhe Problemzone Werderplatz: GfK schlägt mögliche Lösungen vor

Um die Problematik rund um den Werderplatz zu entschärfen, verlangt Gemeinsam für Karlsruhe (GfK) nun von der Stadt entsprechende Maßnahmen. Mögliche Lösungen liefern sie in einer Meldung an die Presse dabei sogar gleich mit.

"Die Situation am Werderplatz ist über Jahre wiederholt in den Medien, allerdings erst seit der letzten Bürgerversammlung mit Oberbürgermeister Mentrup bei der überraschten Verwaltung wieder im Blick", kritisieren die Vertreter von GfK in einer Pressemeldung. Eine zukunftsorientierte Lösung durch den eingesetzten runden Tisch lasse aber noch auf sich warten. Einfache Lösungen für die Probleme auf dem Platz gibt es nicht.

Stadtrat Friedemann Kalmbach (GfK) zeigt sich über die sich hinziehenden Beratungen skeptisch und gibt an, dass zügig und abgestimmt gehandelt werden muss. "Auch die vor uns liegende wärmere Jahreszeit lässt die Probleme bald wieder deutlich werden. Auch die Tatsache, dass über die Jahre viele alteingesessene Anwohner durch Lärm, Schmutz und Ärger weggezogen sind, macht es nötig grundlegend neue Strukturen zu legen", heißt es in er Pressemeldung weiter.

"Der Werderplatz ist an sich ein bunter Platz rund um den Indianerbrunnen, und durch die verschiedenen Ladengeschäfte auch für die Südstädtler immer noch attraktiv", so Kalmbach. "Dennoch müssen wir tiefergreifende Lösungen für die Problemzonen auf dem Werderplatz gefunden werden."

Zahl der Substitutionsprogramme in der Südstadt senken?

Die Wählergemeinschaft um die Stadträte Eduardo Mossuto und Kalmbach schlägt daher vor, dass neben den ergriffenen ordnungspolitischen Lösungen und einer verstärkten Sozialarbeit vor Ort, weitere Maßnahmen notwendig sind. "In der Südstadt gibt es verschiedene Ärzte, die Substitutionsprogramme für Drogenabhängige für fast den gesamten Stadt- und Landkreises anbieten", führt Mossuto aus, "dies macht den Werderplatz zum täglichen Treffpunkt der Szene".

Gemeinsam für Karlsruhe fordert die Substitutionsprogramme auf einen Arzt zu reduzieren und in Stadt und Land neue Angebote zu schaffen uns so die Abhängigen auf die Region zu verteilen. Der verantwortlichen kassenärztlichen Vereinigung müsse Druck gemacht werden.

Des Weiteren legt die Wählergemeinschaft der Stadt Karlsruhe nahe, sogenannte Bettenburgen, also Häuser am Werderplatz, die als Massenquartiere genutzt werden und als solche bekannt sind, über die Volkswohnung aufzukaufen. Kalmbach erklärt: "Bettenburgen, in denen oft bis zu sechs Menschen in einem Zimmer hausen, bieten kaum Lebensraum, sodass die Bewohner den Werderplatz als ihr 'Wohnzimmer' nutzen. Hier könnte die Stadt diese Problemhäuser aufkaufen und in z.B. Wohnungen für Familien verwandeln und die Bettenburgen hier auflösen". Neben diesen beiden Vorschlägen spricht sich die Wählergemeinschaft weiter für ein Alkoholverbot auf dem Platz aus, die rechtliche Grundlage dafür zu schaffen ist allerdings Landessache.

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  •   kuba
    (1068 Beiträge)

    27.03.2017 14:13 Uhr
    Echte "Experten"
    Statt die Stadt und Fachleute aufzufordern ein Konzept vorzulegen, handiert diese Fraktion mit Vorurteilen. Ist es denn gesichert, dass die Drogenabhängigen, die zu Substitution in die Südstadt kommen, auch den Werderplatz bevölkern? Wo sollen die Bewohner die angeblich in den "Bettenburgen" wohnen hin? Vielleicht nach Rüppuerr, in die Waldstadt oder in den Bergwald? Wenn sich Politik derartig dilletantisch darstellt, muss man sich nicht wundern, wenn die Leute verdrossen werden oder noch schlimmer, wenn sie das glauben und daher AfD wählen.
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  •   andip
    (11071 Beiträge)

    27.03.2017 15:34 Uhr
    Die Substitution
    dient ja dazu, dass Drogenabhängige diese eben nicht mehr nehmen.
    Da das auch von den Ärzten immer nachkontrolliert wird, das man sonst nichts mehr nimmt, kann man davon ausgehen, dass diejenigen, die eine Substitution machen, auch nichts mit einer hiesigen Drogenszene zu tun haben.
    Die jetzt woanders hinschicken zu wollen ist dasselbe wie mit der Auflösung der Bettenburgen, nämlich nur eventuelle Probleme anderen aufhalsen zu wollen, nach dem Motto aus den Augen aus dem Sinn.
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  •   Robert1959
    (2142 Beiträge)

    27.03.2017 10:07 Uhr
    Eigentlich sind öffentliche Plätze zum Treffen da!
    Man kann schon einmal darüber nachdenken, warum Ärzte den Landkreis verlassen. Aber solange man die Möglichkeit hat, sollte man Drogenabhängige retten!
    Warum sollte ein Besitzer an die Stadt verkaufen, wenn er gut dabei verdient? Kalmbach süllte sich doch einmal über die viele leerstehende Gewerbeimmobilien Gedanken machen!
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  •   Ludwigsstammtischbruddler
    (765 Beiträge)

    27.03.2017 10:02 Uhr
    Wenn man diese "Bettenburgen"
    dicht macht, dann werden diese anderswo entstehen. Gelöst hat man dadurch nichts, sondern lediglich verlagert.
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  •   maehdrescher
    (1578 Beiträge)

    27.03.2017 10:10 Uhr
    Bettenburgen
    Es scheint sich ganz gut Geld verdienen zu lassen damit, sonst gäbe es das nicht. Sechs Menschen pro Zimmer macht in einer Dreizimmerwohnung 18 Personen. Selbst wenn die nur eine sehr bescheidene Miete zahlen, kommt doch deutlich mehr raus als bei normaler Vermietung.

    Da sollte mal das Bauordnungsamt prüfen, ob das von den gesetzlichen Bestimmungen her zulässig ist (Brandschutz usw.).
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  •   Robina
    (202 Beiträge)

    27.03.2017 08:32 Uhr
    Die GfK reitet ein totes Pferd, dass sie selbst hat verhungern lassen!
    Noch nie ist "Gott für Kalmbach" (GfK) dadurch aufgefallen, dass sich diese Wählergruppe für mehr Sicherheit eingesetzt hat! Das Gegenteil ist der Fall - Ablehnung der KOD-Aufstockung durch die GfK! Ablehnung eines Sicherheitskonzeptels durch die GfK! Forderungen der GfK im Haushalt noch mehr zu sparen vor allem in der Verwalung! Stellenstreichungen! Wo liebe GfKler soll das Geld für den Kauf von Wohnblöcken herkommen?
    Last doch solche Blendgranaten sein - es glaub euch eh keiner!
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  •   Nachteule
    (965 Beiträge)

    27.03.2017 13:47 Uhr
    Gott für Kalmbach - HaHaHa der ist gut !!!!
    Was ich nicht verstehe: von welchem Geld soll denn die Volkswohnung die Häuser am Werderplatz aufkaufen? Vielleicht für einen Euro pro Stück, so wie sich Kalmbach das St. Josephshaus in der Winterstraße unter den Nagel gerissen hat?
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