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Karlsruhe Polizei appelliert: Versuche von Enkeltrick-Betrug unbedingt anzeigen

Die Polizei appelliert an ältere Menschen, auch Betrugsversuche mit dem Enkeltrick anzuzeigen. Die Dunkelziffer bei dieser Art von Kriminalität sei sehr groß, sagte der stellvertretende Karlsruher Polizeipräsident Hans Matheis, am Freitag. "Wir gehen davon aus, dass viele Opfer das aus Scham nicht anzeigen." Alle Hinweise, auch zu gescheiterten Betrugsversuchen helfen nach Angaben von Matheis aber, Fälle aufzuklären. Die Spuren führten zumeist zu Call-Centern im Ausland.

Polizeipräsidentin Caren Denner sprach von immensen Schäden bei den Opfern. Besonders groß sei die Verunsicherung, wenn Täter sich als falsche Polizisten vorstellten und so Geld oder Wertgegenstände erbeuteten.

Nachdem am Mittwoch in der ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" ein Enkeltrick-Fall aus Karlsruhe vorgestellt worden war, bei dem die Täter 30.000 Euro von einem älteren Ehepaar erbeutet hatten, gingen neue Hinweise bei der Polizei ein, die jetzt ausgewertet werden. Nach Angaben von Matheis registrierte das Polizeipräsidium Karlsruhe jetzt innerhalb einer Woche drei neue Fälle.

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  •   kuba
    (1035 Beiträge)

    20.01.2020 15:11 Uhr
    Ich warte schon lange darauf
    das ich von so einem Betrüger angerufen werde. Aber bisher nix, ich bin sehr enttäuscht.
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  •   tom1966
    (34 Beiträge)

    20.01.2020 11:06 Uhr
    Trickbetrüger
    haben eine sehr ausgefeilte Gesprächstechnik. Mich wundert es nicht, dass immer noch Leute darauf reinfallen - es ist doch das gleiche, wie bei den sog. Kaffeefahrten, bei denen wertloser Ramsch zu horrenden Preisen verkauft wird, obwohl die Masche seit zig Jahren bekannt ist.
    Bei den Enkeltrickanrufen / falscher Polizeibeamter kommt noch dazu, dass die Anrufer die Opfer häufig in der Leitung halten, bis der Abholer an der Tür ist.
    Was die Anrufer der Polizei mit unterdrückter Rufnummer betrifft, so waren die Telefone der Polizei vor ein paar Jahren tatsächlich so eingestellt, dass keine Nummer übertragen wurde. Nach meiner Kenntnis ist das heute nicht mehr so.
    Für die Betrüger ist das aber egal, die rufen sowieso mit Nummern an, die nicht zurückverfolgt werden können (Teilnehmer nicht bekannt). Häufig ist auch die Anrufnummer (Ortsvorwahl)110, so dass der Eindruck erweckt wird, die Polizei würde anrufen.
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  •   myopinions
    (1030 Beiträge)

    17.01.2020 23:50 Uhr
    ........... Enkeltrick!
    kann man wirklich so einfältig sein?
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  •   paulmann
    (23 Beiträge)

    18.01.2020 00:03 Uhr
    ...ihr habt keine Ahnung
    ob der Dreistigkeit der Täter und des psychologischen Drucks, der aufgebaut wird. Besser keine unqualifizierten Kommentare abgeben.
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  •   myopinions
    (1030 Beiträge)

    18.01.2020 09:55 Uhr
    .................was heißt da "unqualifiziert"?
    Wenn Enkel oder Enkelin Geld wollen, müssen sie persönlich erscheinen und zwar bevor ich zur Bank gehe.

    Wenn die angebliche Polizei telefonisch ankündigt, meinen Schmuck oder das Bargeld im Haus aus Sicherheitsgründen abholen zu wollen, dann rufe ich beim zuständigen Revier zurück und melde das. Da baut sich kein Druck bei mir auf, selbst dann nicht, wenn welche mit diesem Anliegen vor der Türe stehen würden. Man muß sie ja nicht hereinlassen.

    Eine stabile Türsicherung und/oder eine Sprechanlage sind da natürlich hilfreich.
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  •   silberahorn
    (10060 Beiträge)

    18.01.2020 04:59 Uhr
    Dreist wie das hier?
    Man meldet sich als Kripo Karlsruhe und rügt im Gespräch die Bezeichnung Schupo. Warum darf man das Kürzel nicht sagen? Es steht doch sogar hier: https://ppkarlsruhe.polizei-bw.de/ueber-uns/ ,dass es eine Schutzpolizei und eine Kriminalpolizei gibt. Kripo sagt man doch auch.
    Wieso soll ein Zeuge, der von der Kriminalpolizei angerufen wird, dann nicht Schupo sagen? Ermittlungstaktische Gründe? Und der Name der Kripobeamtin mit einem "von" vor dem Namen klingt auch respekteinflößend.

    War sie echt? Dann gilt:
    Solange die Polizei sogar selbst Verbrechensgeschädigte verunsichert, kann man in der Tat nicht verlangen, dass alte Leute immer wissen, wie man sich bei einem Anruf der Polizei zu verhalten hat.

    Von der echten Polizei wird auch anonym angerufen und nach Hinweis sagen sie dann: "Hab vergessen das rauszunehmen." Da kann ich mitreden, weil es nur selten vorkommt, dass ich bei "anonym" überhaupt den Hörer abnehme. 2x echte Kripo!

    Das war ein qualifizierter Kommentar.
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  •   paulmann
    (23 Beiträge)

    18.01.2020 16:15 Uhr
    Es ist nicht schön
    wie hier die Geschädigten dieser fiesen Betrugsmasche dagestellt werden, als wären sie ja selbst schuld. Tatsächlich sind aber die Täter die "Schuldigen" und nützen das aus, was sich Vertrauen nennt.
    "Treu und Glauben" sind in weiten Teilen unseres Rechtssystem in Deutschland gültig. Ich hoffe nur, dass keiner der hier so "posaunenden" Menschen jemals Opfer eines Betruges wird.

    Angezeigte Telefonnummern lassen sich heutzutage beliebig manipulieren - eine angezeigte Nummer lässt niemals sicher eine Identifizierung des Anrufers zu.

    Außerdem geht es hier um die Opfer und nicht nicht um "scheinbares" falsches Verhalten von echten Polizeibeamten.
    Darf man keinen Namen haben der mit "von" anfängt oder muss man dann einen falschen Namen nennen.
    Der Begriff "Schupo" ist innerhalb der Polizeien in Deutschland eher veraltet und wird nicht mehr verwendet.

    Ich finde den Kommentar von Silberahorn daher eher unqualifiziert und am Thema des Beitrags vorbei.
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  •   santana
    (1169 Beiträge)

    20.01.2020 14:30 Uhr
    @paulmann
    "Ich finde den Kommentar von Silberahorn daher eher unqualifiziert und am Thema des Beitrags vorbei."
    Sie scheinen ja hier noch nicht lange dabei zu sein , denn sonst wüssten Sie, dass die Foristin "Silberahorn" häufiger Themen bemüht, die mit dem jeweiligen Artikel nichts zu tun haben.
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  •   silberahorn
    (10060 Beiträge)

    18.01.2020 19:55 Uhr
    Sehr geehrter Herr paulman
    Selbstverständlich darf man "von" heißen. Wichtig ist, dass man korrekt arbeitet bei der Polizei. Vor allem, wenn es um Mord geht. Dagegen ist ein Betrug etwas besser zu verkraften.
    Aber scheinbar ist Geld wichtiger als Leben.

    Bei Anschlägen auf die körperliche Unversehrheit frage ich mich jedesmal, was für einen Aufschrei es geben würde, wenn jemand öffentlich die Frage stellen würde: wieso leben sie denn noch? Inoffiziell gibt es solche Fragen.
    Ich weiß wovon ich schreibe, weil ich knapp überlebte und bis heute nicht weiß wer der Täter ist.
    Aufklärung macht Arbeit.
    Wenn damals kurz nach so einer Tat ein Kripomann beim Termin auf einen Stapel Briefe zeigt mit den Worten: "die sind von einer Frau ..., wenn die sich noch einmal beschwert, sorge ich dafür, dass sie in die Klapse kommt (war damals so), dann schweigt man zukünftig lieber, selbst wenn grobe polizeiliche Fehler passiert sind. Oder ist es üblich Fotos von Verdächtigen VOR einer Gegenüberstellung den Zeugen zu zeigen?
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  •   myopinions
    (1030 Beiträge)

    18.01.2020 17:01 Uhr
    ...........und ich lasse mich nicht
    davon abbringen.

    Wer als rüstiger älterer Mensch (70+) und im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte derart leichtgläubig auf falsche Enkel oder falsche Polizisten hereinfällt, obwohl immer wieder davor gewarnt wird, dem ist halt nicht zu helfen. Da hält sich dann auch mein Mitgefühl in Grenzen.
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