49  

Karlsruhe Plötzliche Parkverbote in Karlsruhe: "Schilder stehen seit Wochen, passiert ist nichts!"

Einen Parkplatz in der Fächerstadt finden - eher keine leichte Aufgabe. Besonderen Unmut rufen mobil aufgestellte Parkverbotsschilder hervor, die ganze Parkplatzreihen zur Tabuzone erklären - vorallem, wenn der Grund nicht nachvollziehbar ist. Ein ka-Reporter berichtet aus der Oststadt: "Seit Wochen ist das Parken hier wegen Baumarbeiten verboten - doch passiert ist noch immer nichts." ka-news hat nachgehakt: Warum wird eine so große Fläche abgesperrt? Und: Wer stellt die Schilder wann auf?

In einer Mail an ka-news berichtete ein ka-Reporter: "In der Seubertstraße wurde vor rund vier Wochen ein Baum gefällt. Daraufhin wurden zwei Halteverbotsschilder aufgestellt - offenbar um den Platz für eine Neupflanzung oder zur Wurzelentfernung freizuhalten. Seitdem ist aber nichts mehr passiert." Das Problem: In einer Gegend, wo Parkplätze ohnehin eher rar gesät sind, fehlen den Anwohnern die Stellplätze.

96 Stunden vor Arbeitsbeginn stehen die Schilder

Unverständnis ruft besonders der Umstand hervor, dass sich mehrere Wochen nichts an der Baustelle getan haben soll. Zwar wurde darauf hingewiesen, dass Baumarbeiten der Grund für die Sperrung sind. Jedoch nicht, wann diese durchgeführt werden oder das Parkverbot wieder aufgehoben werden, so der ka-reporter weiter. In der Seubertstraße ist die Sperrung mittlerweile wieder aufgehoben. Doch: "Auch auf der Gerwigstraße gibt es jetzt einen solchen Fall, dort gilt das Halteverbot bereits ab 22. Juli. Passiert ist aber auch hier einige Tage später immer noch nichts."

Wozu das großflächige Parkverbot? Auf Nachfrage von ka-news erklärt eine Sprecherin der Stadt: "Nach einer Baumfällung erfolgen immer sogenannte Fräßarbeiten, um die Baumwurzeln gänzlich zu entfernen. Ein ausgewachsener Baum hat oft ein beachtliches Wurzelwerk, was eine Sperrung der umliegenden Fläche nötig macht." Die Arbeiten führt eine externe Firma im Auftrag der Stadt aus, die Schilder stellt jedoch das Gartenbauamt auf - diese müssen 96 Stunden vor Baubeginn stehen.

Stadt sieht insgesamt keine Probleme

96 Stunden sind nicht mehrere Wochen, wie also kam es zur deutlichen Verzögerung in der Seubertstraße? Die Sprecherin der Stadt erklärt: "Im konkreten Fall kam es zu Verzögerungen beim Beginn der Arbeiten. Denn die im Plan aufgelisteten vorangegangen Fräsarbeiten konnten nicht rechtzeitig abgeschlossen werden, hinzu kamen dringende Arbeiten, die neu berücksichtigt werden mussten. Die Schilder aber standen schon."

Die Schilder noch einmal abbauen sei keine Option gewesen, weil nicht absehbar war, wann die Arbeiten genau beginnen. "Außerdem ging von dem Baumstumpen eine Unfall- und Stolpergefahr aus - dadurch war die Absperrung nötig", erläutert die Sprecherin weiter. In diesem Fall dauerte es ganz schön lange, bis die Parkplätze wieder zur Verfügung standen - doch im Allgemeinen sieht die Stadt kein Problem: " Generell wird sowohl bei Fräsarbeiten als auch bei Baumpflege- oder Baumfällarbeiten darauf geachtet, dass möglichst wenig Fläche - und diese auch nur für kurze Zeit - in Anspruch genommen wird, um die Bürger möglichst wenig zu beeinträchtigen", so die Sprecherin.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (49)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   andip
    (9750 Beiträge)

    04.08.2014 15:37 Uhr
    Naja
    Wenn ich das Bild richtig sehe,sind es gerade mal zwei Parkplätze,die nicht nutzbar sind.Unter grossflächiger Sperrung verstehe ich was anderes.
    Ausserdem könnte man die nachts auch noch nutzen.Da kommen weder irgendwelche Arbeiter noch werden Knöllchen verteilt.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  • unbekannt
    (335 Beiträge)

    04.08.2014 13:58 Uhr
    Beiertheimer Parkplatz
    Über ein Jahr wurde dieser Öffentliche Parkplatz mit Abraum blockiert! Über 30 Parkplätze wurden durch das Tiefbauamt einfach beschlagnahmt. Erst als einige Leute von ENBW und den angrenzenden Firmen mit Anzeige gedroht hatten wurde der Abraum entfernt. Aber wehe man steht länger wie diese 24h dann gibts gleich mal ein Knöllchen. Ich würde diese Schilder nach 3 Tagen einfach Abbauen und auf die Seite Legen. Beweisen kann es eh keiner. Frechheit muss mit Frechheit besiegt werden. Geht wohl nicht anders.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   LJ_Skinny
    (205 Beiträge)

    04.08.2014 09:24 Uhr
    Kriegssstrasse ebenso
    In der Kriegsstrasse steht ebenso ein Halteverbotsschild...
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  • unbekannt
    (1 Beiträge)

    04.08.2014 08:56 Uhr
    Gebhardstrasse / 8 Wochen lang
    In der Gebhardstrasse stand 7 Wochen lang ein Baugerüst herum und Parkverbotsschilder, die 8 Parkplätze sperrte über die ganze Zeit. Doch passiert ist in diese 7 Wochen nichts. Bis ich dann angerufen habe und die Stadt in die Gänge kam. Es hat dann noch eine Woche gedauert bis die Schilder und das ganze Gerüst weg waren.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   ObenLang
    (2745 Beiträge)

    04.08.2014 08:12 Uhr
    Haben die vielleicht enifach nur den Überblick verloren?
    In der Oststadt werden/sind im Bereich 4-spurigen Gleisausbau im häßlichen und behindernden Rampenbereich sogar dauerhaft Parkplätze einfach gestrichen für "wichtigeres"! So was hat noch nie eine Demokratiegurke geschält zwinkern

    Diese auffällig sinnfreien Dauerreservierungen runden für mich nur das Bild "inovativer" Verkehrsführungen und den demonsrtierten "Durchblick" bestimmter Stellen ab.

    Früher dachte ich mal an einen Plan:
    Knappe Parkplätze vernichten und dann Knöllchen verteilen ist vielleicht eine einträgliche Masche. Ebenso lukrativ ist es Parkplätze an "Anwohner" zu verkaufen.
    Erst KFZ-Steuer, dann Plakette und Knöllchen für andere.
    Das macht 3-Fach Einnahmen für die Stadt auf Kosten der Bürger.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   vielvordahinter
    (1453 Beiträge)

    04.08.2014 10:40 Uhr
    @Knöllchen verteilen ist vielleicht eine einträgliche Masche
    Na woher den.Es geht doch der dem Ordnungsamt, den Bullitessen oder den Blitzgerätaufstellungsbeamten nicht um extra Einnahenden den Städ.Haushalt!?

    Niiiiiiiiiiemals, nie im Leben geht es da ums Geld!Welch unglaubliche Unterstellung zwinkern Ist eigentlich der Blitzgerätaufstellungsfachagestellte ein anerkannter Lehrberuf oder kann diese Tätigkeit jeder der hochbezahlten städt.Beamten ausüben?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   vielvordahinter
    (1453 Beiträge)

    04.08.2014 10:43 Uhr
    @Einnahenden
    upps irgendwie ist meine Tastatur in die Jahre gekommen zwinkern
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Karlsruher1986
    (432 Beiträge)

    04.08.2014 07:05 Uhr
    mobil aufgestellte Parkverbotsschilder
    .....stehen auch in der Mathystr. seit vier Wochen und es passiert nichts.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Chris.Lok75
    (698 Beiträge)

    03.08.2014 23:33 Uhr
    ?
    "Außerdem ging von dem Baumstumpen eine Unfall- und
    Stolpergefahr aus"
    Standen die Bäume auf dem Gehweg ?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Chris.Lok75
    (698 Beiträge)

    03.08.2014 23:36 Uhr
    ?
    Ahhh. Bildunterschrift nicht gelesen.
    Also die Bäumchen stehen wohl nicht
    auf dem Gehweg.
    Also auch keine Stolpergefahr!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 3 4 5 (5 Seiten)

Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.