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Karlsruhe Plan gegen steigende Mieten: So soll Wohnen in der Region bezahlbarer werden

Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist nicht nur ein städtisches Problem, sondern erstreckt sich auch in den umliegenden Landkreis. 1.729 neu gebaute Wohnungen im Jahr 2017 stünden gleichzeitig 14.000 Menschen gegenüber, die neu zugezogen seien - das rechnet die SPD-Kreisfraktion in einer Pressemitteilung vor und will mit zwei Vorschlägen an den Kreistag und Landrat Christoph Schnaudigel der Wohnungsknappheit entgegenwirken.

Der fehlende Wohnraum im Landkreis Karlsruhe bringe steigende Mieten mit sich, die sich ein "normaler" Einwohner heute kaum noch leisten könne, so der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion und Bürgermeister von Gondelsheim, Markus Rupp.

Die Lösung sieht die SPD zum einen im Vorbild des Karlsruher Modells "Wohnraumakquise durch Kooperation" sowie im Kauf von Belegungsrechten. Bei Letzterem würde der Landkreis Karlsruhe die Belegungsrechte von Wohnungseigentümern für eine bestimmte Zeit kaufen und diese dann nutzen, um dort Menschen mit Wohnberechtigungsschein unterzubringen.

Neuer Wohnraum für von Obdachlosigkeit bedrohte und sozial Benachteiligte

"Mit einer Million Euro jährlich ließen sich die Belegungsrechte für 30 Wohnungen zu je 30.000 Euro für 30 Jahre sichern", verdeutlicht Markus Rupp an einem Beispiel. Rund 130 Menschen erhielten so jedes Jahr eine bezahlbare Wohnung für die mittelbare Zukunft. Die Machbarkeit dieses Vorschlags sei von der Verwaltung bis zum Sommer zu prüfen.

"Wohnraumakquise durch Kooperation" praktiziere die Stadt Karlsruhe seit geraumer Zeit, so Rupp weiter. Dabei ermittle die Verwaltung Wohnungs-Leerstände, gehe auf die Eigentümer zu, beteilige sich an möglichen Sanierungskosten, übernehme für sechs Jahre eine Mietausfallgarantie und erwerbe dafür ein zehnjähriges Belegungsrecht. Rupp betonte, dass dies Wohnraum für von Obdachlosigkeit bedrohte und sonstige sozial benachteiligte Menschen schaffe. Die Stadt Karlsruhe solle ihre Erfahrungen mit diesem Modell in den Gremien des Kreistags vorstellen, forderte der Vorsitzende der SPD-Fraktion in seinem Antrag.

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Kommentare (7)
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  •   Suedweschter
    (371 Beiträge)

    29.01.2019 12:21 Uhr
    Zuzugsstopp
    Die Wanne ist voll!
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  •   Toleranz
    (221 Beiträge)

    29.01.2019 08:21 Uhr
    Schluss mit dieser Todpfuscherei des Neolib
    Man muss es auch einmal ganz klar sagen: Diese permanneten Privatisierungswelle, alles müsse dem Markt überlassen sein (ein anderes Wort für Neoliberalismus) hat hunderte Bereiche in der BRD kaputtgemacht.
    Den Leuten fehlt Allen: Kaufkraft. Is ja auch logisch, wenn alles Geld nach Schweden (Ikea), USA (zehntausende Firmen) geht ... All das wird hier keine Verbesserung mehr schaffen. Des System fährt voll gegen die Wand. Leider.
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  •   andip
    (9689 Beiträge)

    29.01.2019 11:49 Uhr
    ??
    Was hat das denn mit dem Wohnungsmangel zu tun?
    Von einigen Genossenschaftswohnungen mal abgesehen waren Mietwohnungen schon immer im Privatbesitz.
    Und wieso ist IKEA daran schuld, wenn den Leuten das Geld fehlt?
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  •   melotronix
    (2833 Beiträge)

    29.01.2019 07:06 Uhr
    natürlich Wohnraum schaffen
    ..Wohnberechtigungsscheine. Diese bekommen aber nur Berechtigte. Und da ist das Einkommen an der Armutsgrenze. Was machen denn die Handwerker, Verkäufer etc.?
    Der Mittelstand ist doch inzwischen auch so weit, dass er keine Wohnungen in seinem Budgetrahmen findet.
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  •   andip
    (9689 Beiträge)

    28.01.2019 09:57 Uhr
    Wo sind denn die Wohnungs-Leerstände
    die die Stadt nutzen will?
    Wenn es die gäbe, würde es doch keine Probleme mit Wohnungsmangel geben.
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  •   FG1961
    (245 Beiträge)

    28.01.2019 06:08 Uhr
    14.000 Menschen gegenüber, die neu zugezogen seien -
    Leben die 14.000 Menschen jetzt alle auf der Straße, da sie keine Wohnung gefunden haben?
    Es gilt Angebot und Nachfrage.
    Und was genau ist "Bezahlbarer Wohnraum"?
    Ich denke der aktuelle Mietspiegel ist nicht überzogen.
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  •   melotronix
    (2833 Beiträge)

    29.01.2019 07:08 Uhr
    Angebot und Nachfrage..
    ...wenn ich das schon höre. Und was hat man davon, wenn eine Wohnung im Rahmen des Mietspiegels angeboten wird? 50 Bewerber vor dir besichtigt haben...möglicherweise im Bewerbungsbogen schon ein paar Scheinchen durchgeschoben wurden???
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