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Karlsruhe Pegida-Demo in Karlsruhe: "Pforzheimer Berserker" rufen rechte Parolen

Bereitschaftspolizisten haben am Dienstag in Karlsruhe einen von Demonstranten besetzten Platz geräumt, auf dem sich am Abend zum sechsten Mal Anhänger der Pegida-Bewegung versammeln wollten. Wie am Mittwoch bekannt wurde, wollen sich die Pegida-Anhänger auch kommende Woche wieder in Karlsruhe versammeln.

Nach dreimaliger Aufforderung drängten die Polizisten mehr als 150 Menschen zur Seite, die mit ihrer Blockade die Pegida-Versammlung verhindern wollten. Auf Transparenten hieß es: "Nationalismus raus aus den Köpfen" und "Stop hate, kiss now" (hört auf zu hassen, fangt an zu küssen).

100 Pegida-Anhänger und 400 Gegendemonstranten

Die Gegendemonstranten kündigten an, sie wollten sich dem Pegida-Aufmarsch in den Weg stellen. Für diesen haben die Behörden diesmal eine längere Strecke zugelassen als in den vergangenen Wochen.

An der Blockade auf dem Stephanplatz hatten sich auch Schauspieler des Badischen Staatstheaters beteiligt. Nachdem die Polizei den Platz geräumt hatte, begann um 19 Uhr parallel die Pegida-Kundgebung und die der Gegenbewegung. Rund 100 Pegida-Anhäger standen mehr als 400 Gegendemonstranten in Sichtweite gegenüber. Die Polizei trennte beide Gruppen mit massiver Präsenz und zahlreichen Absperrgittern.

Linken-Stadträtin Sabine Zürn sagte auf der Kundgebung: "Rassismus und Pegida-Nazi-Demos haben in Karlsruhe keinen Platz. Wir machen weiter und kämpfen dagegen an!" Die Nokargida-Demonstranten störten die Pegida-Versammlung immer wieder mit lautstark mit Trillerpfeifen und Tröten.

"Pforzheimer Berserker" skandieren rechte Parolen

Gegen 20 Uhr setzte sich der Aufzug der Pegida-Anhänger - angeführt von Mitgliedern der "Pforzheimer Berserker" - lautstark in Bewegung. Die Gruppe aus dem rechten Spektrum sorgte bereits bei Krawallen von Hooligans und Rechtsextremen in Köln im Oktober 2014 für negative Schlagzeilen (HoGeSa). Die Gruppe aus Pforzheim - unter anderem erkennbar an Shirts und Fahnen - rief immer wieder: "Unsere Fahnen, unser Land - nationaler Widerstand." Slogans wie sie auch von klassischen Neonazi-Aufmärschen bekannt sind. Die Forderung von Pegida-Organisator Thomas Rettig zuvor, keine "NPD-Slogans" zu skandieren, wurde hierbei immer wieder ignoriert.

Zwischenzeitlich wurde der Marsch durch eine Sitzblockade von Gegendemonstranten an der Ecke Karl-/Amalienstraße gestoppt. Die Polizei räumte die Sitzblockade. Kurz bevor die Pegida-Anhänger wieder den Stephanplatz für ihre Abschlusskundgebung erreichten, kam es erneut zu einer Straßenblockade der Gegenbewegung. Diese wurde teilweise gewaltsam von der Polizei geräumt.

Gegen 21.35 Uhr wurde die Versammlung auf dem Stephanplatz von Pegida offiziell beendet. Zwischen 18 Uhr und 22 Uhr kam es wegen der Demonstrationen zu Zugausfällen und Verspätungen im Karlsruher Bahnverkehr.

OB Mentrup spricht von "rechtsextremem Provokations-Tourismus"

Die seit Ende Februar in Karlsruhe demonstrierenden Pegida-Anhänger wenden sich gegen die im vergangenen Jahr deutlich zugenommene Zuwanderung von Flüchtlingen und gegen eine angebliche Islamisierung Deutschlands. Ähnlich argumentieren rechtsgerichtete Hooligans, die für kommenden Sonntag eine Demonstration in Karlsruhe angekündigt haben.

Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup hatte am Freitag bei einer Pressekonferenz von "rechtsextremem Provokations-Tourismus" gesprochen. Er hoffe, dass "die Bewegung abflacht und nicht den gesamten Festivalsommer anhält". Ein Verbot sei juristisch derzeit nicht möglich.

Aktualisierung: Mittwoch, 8 Uhr:

Die Polizei spricht von rund 135 Teilnehmer an der Pegida-Kundgebung. Wie angemeldet, hatten sich bereits gegen 15.45 Uhr etwa 50 Gegendemonstranten auf dem Stephanplatz niedergelassen, um gegen die anstehende Pegida-Versammlung zu protestieren. Dieser Versammlung schlossen sich nach und nach bis zu 150 Gegendemonstranten an. Das geht aus einer Pressemitteilung der Beamten hervor.

Ein Polizist und ein Demonstrant verletzt

Nach Ende dieser Veranstaltung und mehreren Aufforderungen seitens der Polizei verließen die Demonstranten langsam den Platz, so dass die Pegida-Kundgebung planmäßig mit dem Aufbau beginnen konnte, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Auf dem Stephanplatz begann gegen 18.45 Uhr der Zulauf der Pegida-Teilnehmer, deren Versammlung gegen 19.10 Uhr begann.

Nachdem sich der Aufzug der Pegida-Versammlung gegen 20 Uhr in Bewegung gesetzt hatte, blockierten an der Ecke Amalien- und Karlstraße bis zu 200 Menschen die geplante Aufzugsstrecke. Die Blockade konnte laut Pressemitteilung von der Polizei in der Folge soweit zur Seite gedrängt werden, dass der Aufzug, der zwischenzeitlich auf bis zu 190 Teilnehmer angewachsen war, auf der vorgesehenen Strecke zum Stephanplatz gelangen konnte. Dabei wurden ein Polizist und ein Demonstrant verletzt. Die genaueren Umstände werden ermittelt, so die Beamten weiter.

Ein Teilnehmer der Gegendemonstration wurde, nachdem er Polizeibeamte am Stephanplatz beleidigt hatte, zur Personalienfeststellung hinter die Gitter gebracht, erklärt die Polizei. Im Nachgang zu der vorübergehenden Festnahme kam es zu Steinwürfen gegen Polizeibeamte. Der Steinewerfer konnte kurze Zeit später festgenommen werden.

Für die Dauer des Aufzugs mussten die Straßen rund um die Aufzugsstrecke gesperrt werden. Nach der Abschlusskundgebung der Pegida-Veranstaltung, gegen 21.30 Uhr wurden die Teilnehmer mit einem Bus weggefahren. Unterdessen verließen auch die bis zu 350 Gegendemonstranten nach und nach den Bereich rund um den Stephanplatz.

Gegen 21.20 Uhr meldete eine Person einen Spontanaufzug mit rund 100 Teilnehmern zum Werderplatz an. Dort löste sich die Versammlung gegen 22.15 Uhr schließlich auf. Nach der sechsten Pegida-Versammlung zog Polizeieinsatzleiter Peter Roth eine insgesamt positive Bilanz. "Die konsequente Separierung der beiden Demonstrationslager ging auch diesmal auf", sagt der Polizeidirektor.

Aktualisierung, 11 Uhr:

Trotz massiver Proteste hat die rechtsgerichtete Pegida-Bewegung in Karlsruhe einen siebten Aufmarsch angekündigt, so heißt es vonseiten der dpa. Die Veranstalter verbreiteten am Mittwoch einen Aufruf im Internet, sich am 28. April im Stadtzentrum zu versammeln.

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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (13 Beiträge)

    15.04.2015 20:22 Uhr
    Es kann nicht angehen
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  •   OtusScopus
    (1602 Beiträge)

    15.04.2015 23:56 Uhr
    Wenn Sie hier von "Hochverrat" faseln...
    müssten Sie einen gewaltsamen Umsturz planen oder auszuführen versuchen, denn nur dies fällt unter die entsprechenden strafrechtlichen Regelungen. Nett von Ihnen, wenn Sie ihre Pläne im Vorfeld so offen im Internet ankündigen. Macht es dem Staatsschutz leichter.

    Für alle anderen geistig Verwirrten, die der verbrecherischen rechtsextremistischen Ideologie verfallen sind, bietet unser Staat Aussteigerprogramme an - aber eine grundlegende Einsicht, dass dieses Denken eine Sackgasse ist, muss schon da sein...
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (13 Beiträge)

    16.04.2015 14:05 Uhr
    text nicht verstanden
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   Wyoming
    (35 Beiträge)

    16.04.2015 16:10 Uhr
    warum sollte jemand das deutsche Volk
    abschaffen wollen?
    Im Gegenteil, das deutsche Volk soll größer und mächtiger werden:
    Von 2000 bis Ende 2013 wurden rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland eingebürgert. Du musst dir also wirklich keine Sorgen machen, dass die Deutschen demnächst aussterben oder abgeschafft werden.
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  •   Herbert-119
    (1164 Beiträge)

    16.04.2015 17:15 Uhr
    Eingebürgerte Ausländer
    Bleiben dennoch Ausländer
    Genauso wie Ausgewanderte Deutsche immer irgendwie Deutsche bleiben.
    Was hier ideologisch gutgemeint gemacht wird (Millionen von Ausländern wegen der Demographie einfach einzubürgern), ist in Warheit eine Brandgefährliche Angelegenheit.
    Gerade was den totalitären Islam angeht.
    Ausserdem kann es nicht angehen das die politik in Dicktatorisch gefärlicher art und weise über und auch gegen ihr Volk (ihre Wähler) entscheiden.
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  •   Euro
    (59 Beiträge)

    18.04.2015 21:04 Uhr
    natürlich ist jeder mit einem deutschen Pass ein Deutscher
    denn das ist die Definition von Deutsch sein.
    Was Sie da hingegen von sich geben ist nichts weiter als Rassisten-Kram, so einen Schrott kommt sonst nur von Nazis und Ewiggestrigen.
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  •   JOBA
    (86 Beiträge)

    15.04.2015 22:12 Uhr
    Sie haben den Beweis geliefert:
    Die Einstellungen eines Menschen lassen sich bereits im Kindesalter vorhersagen. Wer als Zehnjähriger in Intelligenztests schlecht abschneidet, pflegt als Erwachsener eher rassistische Vorurteile, berichten Psychologen um Gordon Hodson von der Brock University in Kanada (Psychological Science, online).

    Rechts-konservative politische Anschauungen spielten dabei die Rolle als Katalysator, argumentieren die Psychologen: Menschen mit geringeren kognitiven Fähigkeiten neigten eher politischen Meinungen vom rechten Rand zu, "weil diese Stabilität und Ordnung im psychologischen Sinne bieten". Da diese Ideologien den Erhalt des Status quo betonten, förderten sie Vorurteile gegen andere soziale Gruppen, die diesen vermeintlich gefährdeten. Die Psychologen analysierten Daten aus zwei Langzeitstudien mit etwa 16.000 Briten.
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  •   Arabella
    (176 Beiträge)

    18.04.2015 05:26 Uhr
    Ach, es liegt am IQ?
    Dann wissen wir ja dank Ihnen, warum gewisse Zuwanderergruppen, die bereits in 3. und 4. Generation immer noch kein anständiges Deutsch sprechen können, deren Kinder auffällig oft behindert sind oder auf Sonderschulen beschult werden, ihre ursprüngliche Heimat so sehr lieben daß sie sich mit der unsrigen partout nicht anfreunden wollen, bei jeder Gelegenheit die Fahne des Landes hochhalten aus dem sie zu uns gekommen sind und deren nationalistische Volksvertreter in unserem Land faschistische Veranstaltungen abhalten dürfen! Danke für diese Erleuchtung
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  •   claaudi68
    (92 Beiträge)

    18.04.2015 21:51 Uhr
    Geht doch einfach dahin wo dieser Mühl entstanden ist
    Geht doch einfach dahin wo dieser Mühl entstanden ist aber vergesst mich dabei die Mauer wieder hoch ziehen da komme die meisten schmarotzer her dicke baken schieben aber nichts auf die Reihe bekommen
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  •   JOBA
    (86 Beiträge)

    18.04.2015 08:43 Uhr
    Das hätte ich Ihnen gar nicht zugetraut!
    Ich mußte erst mal zurückrechnen, wer schon vor 3-4 Generationen zu uns kam. Ich lebte da ja noch nicht. Aber sie haben recht, viele von denen sprechen noch immer nicht richtig Deutsch und treffen sich jedes Jahr zu faschistischen Veranstaltungen. Auch können sie von Ihren Fänchen nicht lassen und sehnen sich immer noch zurück in Ihre Heimat. Die Mitglieder der Landsmannschaften und das mit dem IQ haut auch hin, wenn man auch noch in der 3.-4. Generation zu den ewig Gestrigen gehört.
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