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Karlsruhe OB Mentrup ist "froh und stolz" über den nächsten Schritt: Entscheidende Tage für das neue Fußballstadion stehen bevor

Wenn der Gemeinderat nächsten Dienstag grünes Licht gibt, rollen noch in diesem Jahr die Bagger: Die Stadt ist kurz davor, den Auftrag für den Neubau des Stadions an ein Unternehmen zu vergeben - sofern die Gemeinderäte den Plänen zustimmen. Bevor in der kommenden Woche die Entscheidung fällt, stellt Karlsruhes Oberbürgermeister die Pläne der Presse vor.

Fast zwei Jahrzehnte ist es her, als die ersten Entwürfe für ein neues Fußballstadion durch Karlsruhe kursierten. Konkret getan hat sich seither nicht viel, viele Diskussionen und Ideen verliefen im Sand. Erst 2014 wurden die Neubaupläne dann konkreter: Der Gemeinderat sprach sich damals für einen Neubau im Wildpark aus.

Ein Meilenstein steht bevor

Und heute, fast vier Jahre später, sollen die Pläne in die Tat umgesetzt werden. Seit Ende 2016 läuft eine europaweite Ausschreibung, wo sich Unternehmen mit ihren Ideen für den Vollumbau des Stadions bewerben konnten. Wie viele Bewerbungen bei der Stadt eingegangen sind, darf derzeit öffentlich nicht bekanntgegeben werden. Auch die Pläne der beiden verbliebenen Bieter bleiben noch unter Verschluss. Ein solches Vorgehen ist ein rechtlich vorgeschriebener Teil des Bieterprozesses, das erklärt Karlsruhes OB Mentrup.

Die Gemeinderäte entscheiden am Dienstag daher quasi "blind" und nur anhand der Prüfungen durch die Stadtverantwortlichen. Dennoch ist es ein "letzter, wichtiger Beschluss", wie es Oberbürgermeister Mentrup beschreibt. Denn mit diesem Beschluss wird er bevollmächtigt einen Vertrag mit dem besten Bieter zu schließen. Die Unterschrift soll Mitte November unter den Vertrag gesetzt werden.

Das Parkdeck und die Erdwälle sind nicht mehr in dieser Vergabe

Das Angebot des Bieters, dessen Namen ebenfalls nicht veröffentlicht wird, ist an die aktuellen Rahmenbedingungen angepasst. Heißt: Das Hospitality-Parkhaus wurde aus der Funktionalen Leistungsbeschreibung (FLB) herausgenommen. Auch ist die Entsorgung der Wälle nicht mehr Teil der Arbeiten. Vielmehr wird die Stadt selbst dafür sorgen, dass die Wälle, inklusive der alten Tribünen, abgetragen werden. Auf diese Weise soll die Höchstsumme von 122,95 Millionen Euro nicht überschritten werden.

OB Frank Mentrup Stadionneubau
Bild: ka-news

Diese Arbeiten wurden bereits im Juli 2018 vergeben, so Mentrup weiter. Allerdings gibt es eine Ausstiegsklausel bis Ende diesen Monats - für den Fall, dass die Vergabe der Arbeiten auf den letzten Metern scheitert. Aber davon geht der Oberbürgermeister am Dienstag beim Pressetermin nicht aus. Vielmehr ist er "sehr froh und stolz", dass dieser wichtig Schritt unmittelbar bevor steht.

Angebote unterscheiden sich um 10 Millionen Euro

Im Rennen sind derzeit noch zwei Bieter für das neue Wildparkstadion, wobei die Entscheidung schon gefallen sein dürfte: Während "Bieter 01" eine Summe von rund 99 Millionen für den Stadionkörper und die direkte Infrastruktur aufruft, will "Bieter 02" die Arbeiten für 89 Millionen Euro erledigen. Hinzu kommen in beiden Fällen noch die Summe für die Wall-Entsorgung und die neue Infrastruktur rund um das Stadion herum.

Wenn der Gemeinderat der Vergabe zustimmt, geht alles relativ schnell. Bereits Ende Oktober soll die Baustelle eingerichtet werden, im November soll dann der Abriss der Wälle und Tribüne und der Bau der Ersatz-Tribünen starten und rund ein Jahr andauern. In dieser Zeit soll das Unternehmen dann die Möglichkeit für die finalen Planungen haben, damit in einem Jahr der Neubau starten kann. Das neue Stadion soll dann im Frühjahr 2022 in Betrieb gehen können.

Die Wälle bleiben wohl teilweise erhalten

Wie genau dieses neue Stadion aussehen soll, wird am 22. November veröffentlicht. Dann findet auch ein Bürgerforum zu diesem Thema statt. Ins Details gehen will Mentrup noch nicht. Einen kleinen Einblick gab er dann aber doch: So werden die charakteristischen Erdwälle nicht ganz verschwinden: "Die Wälle werden als gestalterisches Element erhalten bleiben, kleiner, aber dafür breiter sein." Ein "Betonbau" würde nicht in die Umgebung passen. Mit den Wällen soll der Übergang zum Wald sanfter gestaltet werden. Für alles weitere müssen sich die KSC-Fans noch bis November gedulden.

Wenn der Gemeinderat am Dienstag dem Beschluss zustimmt, wird der KSC bereits beim Heimspiel am 3. November ein Abschiedsspiel haben: Dann wird letztmals im altehrwürdigen Stadion, wie es bislang besteht, gespielt. Ab dann werden die Spiele für dreieinhalb Jahre in einer Baustelle ausgetragen.

Die nächsten Schritte:
* 23. Oktober 2018: Gemeinderatsbeschluss
* Sofern der Gemeinderat zustimmt, folgen die weiteren Schritte:
* 24. Oktober 2018: Abforderung finales Angebot und Auswertung bis 26. Oktober.
* Anschließend die Beantragung der Landesfördermittel und Anzeige AGVO (Beihilferecht)
* 26. Oktober 2018: Beurkundungstermin Notariat zur Anpassung des Vertragswerks mit KSC
* ab 9. November 2018: Zuschlagsschreiben an Bestbieter, Unterzeichnung Totalunternehmervertrag
* 22. November 2018: Bürgerforum im Bürgerzentrum "Südwerk" - Präsentation des Stadiondesigns durch Bestbieter und dessen Architekten

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  •   andi79
    (2767 Beiträge)

    18.10.2018 08:39 Uhr
    ich glaubs erst
    wenn der Stadionkörper fällt. Einfach nur Bagger vor Ort hatten wir vor 20 Jahren schonmal grinsen.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11268 Beiträge)

    18.10.2018 08:59 Uhr
    und ich glaub's erst, wenn der dann amtierende OB
    zu Beginn der Einweihungsfeier am Anspielkreis steht und das Badnerlied anstimmt...
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  •   chris
    (666 Beiträge)

    17.10.2018 22:34 Uhr
    Winfried Schäfer
    Würde mich freuen, wenn man zumindest einen Teil des Stadions (Name des Stadions geht dann wohl an eine Firma) nach Winfried Schäfer benennen können. Kein anderer Mensch wie er hätte eine Verewigung namentlicher Art verdient.
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  •   Hartz4Bomber
    (619 Beiträge)

    18.10.2018 11:29 Uhr
    Winfried der
    Erste, König von Baden.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11268 Beiträge)

    18.10.2018 11:40 Uhr
    wir hatten noch nie einen König
    und eine Republik Baden (nix gegen den Herrn in Salem) wäre mir lieber!
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11268 Beiträge)

    18.10.2018 09:01 Uhr
    ich lebe schon ein paar Tage länger und
    mir würden da noch mehrere, andere Namen einfallen.
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  •   master-of-comment
    (3807 Beiträge)

    18.10.2018 09:50 Uhr
    Internen Plänen zufolge ...
    wird das Stadion "Ingo-Wellenreuther-Arena" heißen! zwinkern
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11268 Beiträge)

    18.10.2018 11:38 Uhr
    da hast Du aber alle Lacher
    auf Deiner Seite!
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  •   chris
    (666 Beiträge)

    17.10.2018 22:19 Uhr
    ENDLICH, ÜBERFÄLLIG...eine unendliche Geschichte
    findet hoffentlich bald ein glückliches Ende. Man mag Mentrup unsympathisch finden, gemessen an den Ergebnissen seiner Amtszeit, hat er allerdings verdammt viel bewegt. Ich hoffe nun, dass der Stadionkörper auch etwas gescheites ist. Bitte ein echtes Fußballstadion mit engen Rängen zum Platz. Ich hoffe nicht, dass hier nun wegen der Wälle am Ende doch etwas falsch läuft. aber wenn man die "platt" mache und dann ein Stadion da rein baut, kann der sog. "Hexenkessel" entstehen. Braucht der Verein und die Region. dann geht's auch wieder aufwärts...da bin ich mir sicher, denn die Menschen in dieser Region sind super und geniale Fans!
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  •   kamaraba
    (662 Beiträge)

    17.10.2018 20:10 Uhr
    Notifikationsverfahren EU?
    Kennt jemand den Stand der Dinge?
    Dies ist doch ein wesentlicher Punkt, dass das Stadion überhaupt gebaut werden darf.
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