13  

Koblenz Noch kein Urteil in Sicht: Verhandlung der Klage gegen die zweite Rheinbrücke könnte am Donnerstag fortgesetzt werden

Die Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe ist überlastet - viel mehr Pendler als ursprünglich geplant nutzen sie jeden Tag. Daher soll nun eine zweite Brücke her. Doch um die wird am Mittwoch vor dem Oberverwaltungsgericht in Koblenz gestritten. Nun teilte das Gericht mit: Ein Urteil werde wohl noch auf sich warten lassen.

Aller Voraussicht nach werde es am Mittwoch kein Urteil geben, sagte der Sprecher des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Rheinland-Pfalz. Möglich sei, dass die Verhandlung am Donnerstag fortgesetzt werde. Gegen den Brückenneubau sind mehrere weitere Klagen, unter anderem des Bunds für Umwelt- und Naturschutz (BUND), beim Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg in Mannheim anhängig.

Der Grund: Schutzgebiete und seltene Tierarten könnten unter dem Neubau leiden. Die in Koblenz verhandelte Klage richtet sich gegen den Planfeststellungsbeschluss des Landesbetriebs Mobilität zum rheinland-pfälzischen Teil des Projekts. Dieser umfasst rund 3,7 Kilometer der B293 von der Anschlussstelle der B9 bei Wörth bis zur baden-württembergischen Landesgrenze in der Strommitte.

Die bestehende Rheinbrücke von 1966 ist überlastet. Sie war für 18.000 Fahrzeuge pro Tag geplant, wurde aber zuletzt von täglich rund 80.000 Fahrzeugen überquert. Ihre Sanierung läuft. Die neue Brücke soll 1,4 Kilometer nördlich der bestehenden Rheinquerung entstehen. 

Mehr zum Thema
Karlsruhes zweite Rheinbrücke | ka-news.de: Eine zweite Rheinbrücke für Karlsruhe wird schon lange diskutiert. Die Argumente der Rheinbrücken-Befürworter und der Rheinbrücken-Gegner in Karlsruhe, der Pfalz sowie den aktuellen Stand der Planung haben wir für Sie zusammengefasst.
Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (13)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   A.C
    (56 Beiträge)

    10.10.2019 09:48 Uhr
    Liebe Pfälzer, Franzosen und LKW-Fahrer...
    ich habe gestern um 17:30 Uhr eine dreiviertel Stunde von Rheinstetten nach Knielingen benötigt und hatte um 18:30 Uhr einen Termin... ich musste, obwohl es ja (auch Dank euch) nicht mehr erlaubt ist, durch die Saarlandstraße fahren, weil ich sonst niemals den Termin hätte halten können. Als ich von der Südtangente runter gefahren bin haben vor und nach mir etliche PKW mit F und SÜW, GER usw. ebenfalls den Weg über Knielingen gewählt. Wieso???? Weil es euch mehr Spaß macht, in Knielingen im Stau zu stehen, anstatt auf der Südtangente? Weil ihr uns Knielinger ärgern wollt? Was soll das? Bleibt auf der Südtangente, da seid ihr genauso schnell, bzw. langsam und geht uns nicht auf den Nerv. Sorry, ich weiß ihr wollt nach Hause, ich und etliche andere aber ebenfalls. Und an die "Weltverbesserer" und "Umweltschützer", solange dieser Zustand mit einer Brücke für tausende von PKW und immer mehr LKW bestand hat, kann ich euch und euer Geschwätz nicht ernst nehmen....
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   A.C
    (56 Beiträge)

    10.10.2019 09:54 Uhr
    Was da....
    tagtäglich an Abgasen, sinnlos in die Luft geblasen wird ist nicht mehr normal. Da soll mir keiner vom BUND oder den Grünen von irgendeinem Klima- oder Umweltschutz schwafeln. Man sollte mal die Luft, insbesondere in Knielingen und Umgebung mal testen lassen. Wir haben die MIRO, Papierfabrik, täglich kilometerweite Staus, das Kohlekraftwerk in der Nähe. Also quatscht nicht und handelt endlich, meinetwegen auch mit Vollsperrung der Brücke bis sie fertig ist, bzw. bis eine weitere Brücke sinnvoll geplant und gebautist, ist mir auch egal.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   mkossmann
    (134 Beiträge)

    09.10.2019 18:51 Uhr
    Mal wieder Desinformation
    wenn in der Meldung der Anschein erweckt wird, das die 3 Spuren pro Richtung der ersten Rheinbrücke nicht für 80000 Fahrzeuge pro Tag ausreichen würden und deswegen zwei weitere Spuren pro Richtung auf einer zweiten Rheinbrücke benötigt werden . Der Engpass mir zwei Spuren pro Richtung ist weiter östlich.
    Die Konsequenz aus der höheren Belastung der Brücke im Vergleich zur ursprünglichen Planung ist, das man mit einer kürzeren Lebensdauer der Brücke rechnen muss und man deswegen rechtzeitig mit den Planungen für einen Ersatzneubau beginnen muss.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   jmiles
    (27 Beiträge)

    09.10.2019 13:42 Uhr
    Kranke Bürokratie
    Wenn Bürokraten Sachverhalte aushandeln, dann läuft das leider meistens so: Einer macht den Vorschlag, der andere widerspricht grundsätzlich, und einer von beiden muß klagen, damit´s irgendwie weitergeht. Geht´s eigentlich noch? Das ist doch krank! Wir wollen diese Beamtenwichtigtuereien nicht! Eine zweite Rheinbrücke in Stadtzentrumsnähe (Südtangentennähe!) bringt für Karlsruhe keine Entlastung. Eine neue Brücke nördlich oder weiter südlich der Stadtgrenzen bringt die Entlastung.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   teflon
    (2717 Beiträge)

    09.10.2019 13:55 Uhr
    Das Problem ist doch in Karlsruhe, dass man
    kein wirkliches Verkehrskonzept hat, wie man eine A5/A8 mit der Pfalz verbindet, ohne die bereits überlastete Südtangente verwenden zu müssen . Hier fehlt einfach die Nordtangente als zweiter Strang - man kann noch 4 Brücken bauen und es ändert nichts an dem gegebenem Stau, weil der Verkehr in Karlsruhe weder gescheit ab- noch zufliessen kann. Sieht man auch gut am Stuttgarter Kreuz oder Münchner Ring - dort ist der tagtägliche Stau ein klassischer Rückstau - egal wieviele Spuren man noch baut. Man müsste bei Rheinstetten bauen mit einem Durchstich zur A5 bei Ettlingen und nach Wörth oder auf der Höhe von Eggenstein, wo man dann in Richtung Blankenloch auf die A5 anbinden müsste bzw in der Pfalz über Leimersheim - also eine Abart einer 2ten Südtangente bzw einer Nordtangente
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   mueck
    (11014 Beiträge)

    09.10.2019 15:34 Uhr
    !
    "wie man eine A5/A8 mit der Pfalz verbindet", ist kein offenes Problem, denn die Lösung für dieses Problem gibt es schon: Südtangente. Und auch mit einer Nordtangente hieße die Lösung für dieses Problem: Südtangente. Und auch mit Umfahrungen ganz woanderter hieße die Lösung: Südtangente.
    Warum? Weil die Südtangente immer die kürzeste Verbindung bleiben wird zwischen A8 und Pfalz. Noch kürzer ist nur die Kriegsstraße. die Nordtangente wäre ein Umweg für die meisten, also werden die meisten weiterhin die Südtangente nutzen. Die Sache hat, gestern erst drüber gestolpert, auch einen wissenschaftlichen Namen: Braess-Paradoxon
    Hat man auch in KA in der Praxis gesehen: Das Leben ging weiter, auch als die Ettlinger Straße gesperrt war und auch jetzt, wo die Kriegsstr. durch die Buddelein eingeschränkt ist. Die Autofahrer finden ihre anderen Wege genauso lang, bis sich ein Gleichgewicht eingestellt hat. D.h. der Stau auf der Südtangente
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   DangerMouse
    (199 Beiträge)

    09.10.2019 17:29 Uhr
    Re: !
    Es werden allerdings die Annahmen getroffen, dass:

    1) Die Autobahnen gut ausgebaut sind, so dass die Fahrtzeit nur wenig von der Verkehrsdichte abhängt

    2) Alle Verkehrsteilnehmen haben denselben Start und Zielpunkt

    Das Braess Effekt wird schon mal hier und da zu beobachten sein, aber ich glaube man darf daraus nicht generell alles ableiten. Immerhin beginnt das Beispiel ja schon mit zwei alternativen Strecken. Wenn man eine wegnimmt ist natürlich alles langsamer. Wenn alle von A nach D wollen würde eine direkte Verbindung schon helfen. Wenn die gelbe Stecke durch das Hindernis ABCD nicht als gleichwertig bewertet werden würden, träte das Problem auch nicht auf und die Leute die nur von B nach C wollen (die es aber im Beispiel nicht gibt) müssten keinen grossen Umweg zurücklegen.

    Trotzdem Danke für den Link, ist 'ne nette mathematische Spielerei über die ich ein paar Minuten nachdenken musste grinsen
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   jmiles
    (27 Beiträge)

    09.10.2019 17:49 Uhr
    Braess-Paradoxon passt hier nicht!
    Die Situation in KA ist eine andere: Aktuell ist die Südtangente die durchgängige gelbe Strecke Stadt A bis Stadt D, bzw. hier in KA die Strecke B9 bis A5/A8 . Was in KA fehlt sind beide blauen Autobahnen, bzw. eine dieser Autobahnen als zusätzliche Tangente.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   jmiles
    (27 Beiträge)

    09.10.2019 16:14 Uhr
    Kein Braess-Paradoxon
    @mueck: Du erkennst folgende Problematik nicht, warum irgendeine Nordtangente zielführend ist: Die Südtangente ist aktuell in KA der einzige Schlauch für den Verkehrsfluß von der Pfalz Richtung A5/A8. Eine Nordtangente könnte alle "direkt-zur-A5-Fahrer" aufnehmen, hauptsächlich Lkw´s, die Südtangente bleibt dann als Stadtverteiler.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   mueck
    (11014 Beiträge)

    09.10.2019 15:36 Uhr
    ...
    ... bleibt, das zeigen auch alle Verkehrsgutachten im Zuge von Rheinbrücken-Planfeststellung und -Faktencheck mit und ohne Nordtangente in verschiedenen Längen incl. durchgehender Tangente. Am Verkehr auf der Südtangente hat das alles so gut wie gar nix verändert, auch die durchgängige nicht ...
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 (2 Seiten)

Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.