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Karlsruhe "Nicht akzeptabel": Karlsruher protestieren wegen geplanter Brücken-Sanierung

Für viele Karlsruher ist der Weg über die Wasserwerkbrücke in der Südstadt ein direkter Zugang in den Oberwald. Allerdings soll die marode Wasserwerkbrücke 2018 erneuert werden. Während der Bauphase muss die Brücke gesperrt werden - und damit auch der Weg ins Naherholungsgebiet. Mit einer Online-Petition will die Bürger-Gesellschaft Südstadt gegen diesen Entschluss ankämpfen.

Die Wasserwerkbrücke liegt in der Karlsruher Südstadt, überquert die Wasserwerkstraße, den Rangierbahnhof und den Langenbruchweg und führt auch über die Südtangente - kurzum: sie verbindet die Südstadt mit dem Oberwald. Nun wurde die Brücke 1895 fertiggestellt und hat damit schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Seit fast zwanzig Jahren (1998) ist sie, aufgrund eines beschädigten Trägers, bereits für Kraftfahrzeuge gesperrt.

Zeit für eine Sanierung

Der 238 Meter lange Weg über die Wasserwerkbrücke ist der einzige direkte Zugang der Südstadt zum Oberwald, er dient als Weg zur Arbeit, zum Sport, zur Erholung und als Zugang zum Tierpark. Fakt ist aber, dass die marode Wasserwerkbrücke erneuert werden muss.

Schon 2002 wurde über Entwürfe eines Neubaus der Brücke beraten, allerdings kam es nie zu einem konkreten Baubeginn. Nun hat die Stadt Karlsruhe eine Sanierung der Brücke in die Wege geleitet. Im Sommer 2018 soll gestartet werden und rund 5,5 Millionen Euro stehen dafür im Haushalt bereit. Für diese Sanierung soll die Brücke allerdings voll gesperrt werden.

Laut der Stadt Karlsruhe soll während der Bauphase einen Bus-Shuttle für den Zugang zum Oberwald sorgen. "Da die Wasserwerkbrücke sowohl von Erholungssuchenden und Tierparkbesuchern, aber auch von Joggern, Radfahrern, Personen mit Kinderwägen, Hundebesitzern und Fahrradpendlern genutzt wird, ist die Alternative der Stadt mit der Busverbindung nicht akzeptabel", äußerte sich ein Leser nun jedoch gegenüber ka-news.

Mit dieser Einstellung ist er nicht alleine: Die Bürger-Gesellschaft der Südstadt fordert in einer Online-Petition nun, dass ein direkter Zugang zum Oberwald während der Sanierung der Wasserwerkbrücke gewährleistet sein muss. Ein provisorischer Steg während der Bauzeit wäre eine Alternative zum Bus-Shuttle, die CDU stellte bereits 2009 im Gemeinderat einen Antrag dazu, doch ein vorübergehender Übergang koste die Stadt mehr Geld als einen Shuttle-Service.

Martina Hillesheimer, die 1. Vorsitzende der Bürger-Gesellschaft Südstadt, will mit der Online-Petition eine Alternative zu dem Bus-Shuttle erreichen: "Ob als ebenerdiger Übergang, ob durch jeweils halbseitige Sanierung oder durch einen provisorischen Ersatzsteg: Wir fordern einen ungehinderten Zugang in den Oberwald auch während der Zeit der Sanierung der Wasserwerkbrücke!".

Wasserwerkbrücke_2017_01
Bild: (myh)

(Mit Plakaten auf der Brücke wird auf die Petition aufmerksam gemacht.)

Rund 1.200 Unterschriften

"Die Wasserwerkbrücke hat auch als Verbindung zwischen Durlach, Durlach-Aue, Wolfartsweier und den Bergdörfern, zudem Rüppurr, Weiherfeld-Dammerstock und Ettlingen mit der Südstadt und dem Stadtzentrum für den emissionsfreien Pendelverkehr der Radfahrer – für Berufstätige, Studierende, Schüler, für Sportler des PSV und PSK und viele mehr eine hohe Bedeutung. Der vorgesehene Bus-Shuttle kann dies nicht ersetzen", erklärt Hillesheimer weiter. Über 1.200 Personen haben der Petition bisher ihre digitale Unterschrift gegeben. Noch bis zum 22. März 2017 kann die Petition unterstützt werden.

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  •   Edwina
    (2 Beiträge)

    21.02.2017 08:33 Uhr
    Bus Shuttle
    Ich frag mich:
    Wird das Bus Shuttle kostenfrei sein?
    Wie oft fährt das denn? (Mein Kind schreit, ich muss jetzt nach Hause... Mist Bus verpasst.. okay ich wart dann mal)
    Wo fährt es lang, können die Kindergartengruppen die mal eben eine kleine Runde raus (und da gibt es einige die zum Spielplatz in den Oberwald spazieren) wollen auch damit fahren oder wird das mit der Fahrzeit zum Oberwald einem Tagesausflug?
    Wie viele Familien mit Kinderwagen passen in so einen Bus?
    Nehmen Jogger wirklich so einen Bus in Anspruch? (Gerade schön warm gelaufen, ach ja hier ist die Haltestelle, na dann wart ich mal auf den Bus...)
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  •   Malerdoerfler
    (3946 Beiträge)

    20.02.2017 15:18 Uhr
    Das ist wieder mal so eine sinnlose
    Kopfgeburt.
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  •   wolkenschauer
    (1299 Beiträge)

    20.02.2017 14:31 Uhr
    Sinnvoller als Holzpavillion, K.Punkt, Vip-Garagen etc.
    18 Monate kann man dann wohl locker verdoppeln, wenn man sich die üblichen grösseren Baumassnahmen in der Stadt ansieht! Hier muss eine Ersatz-/Behelfsquerung her. Es gibt auch noch ältere Leut, die gern und viel in den Wald gehen, mit oder ohne Hund. Für die Spaziergänge in der Natur, im nicht ganz so lärmend-hektischen Oberwald (abgesehen vom Motorenlärm insbes. der Autobahn) wohltuendes, nahegelegenes, kurzentschlossenes und entspannendes Lebenselixier sind.

    Die nicht dreivierteltags und mehr am Computer oder dem smarten Blechdiktator samt tendeziell sehr unfreundlichen (a)sozialen Netzwerken abhocken bzw. dauerdaddeln und die kein besonderes Vergnügen an Dauershopping und stadtmarketinglichen Selbstdarsteller-Events empfinden.

    Hier kann sinnvoll für die Leut ein Behelf geschaffen werden. Im Vergleich zu den Millionen (Millarden) die für Wellenreuther- Lobbyismus und Mentrups Weltstadtgehabe für U-Strab, VIP-Garagen und eher drittklassige überbezahlte Kickerei verprasst werden.
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  •   Berty87
    (297 Beiträge)

    20.02.2017 13:00 Uhr
    Hier geht raus als gehöre die Brücke ausschließlich der Südstadt. Die Leute sind zu faul 2 km weiter zu laufen um die andere Brücke zu benutzen. Extra einen Bus anzusetzen ist sinnlos. Die sollen die Brücke abreißen.
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  •   wolkenschauer
    (1299 Beiträge)

    20.02.2017 15:08 Uhr
    Tellerrandende schon erreicht ?
    Jahrgang 87 und in den 'sozialen' Netzwerken aktiv ? Sie werden auch noch älter und erholungsbedürftiger. Es ist eben heutzutage digital eher leicht mit 30 Jahren in recht pöbeliger Weise daherzureden bzw. über extrem baustellen'verwöhnte Karlsruher' daherzuziehen. Es geht hier auch nicht um erholungsuchende Autofahrer, die den Zulauf der Brücke immer mehr zuparken. Es geht inbes. um Hilfe für frischluftfreudige Spaziergänger, Freunde des Waldes und ältere Leute - also mal nicht um lobbygepamperte Vollprofis, Vips, Prestige, Stadtmarketing, Welt-Event, Holzpavillons oder die Weltstadt Karlsruhe.

    Wenn man sich die verdoppelte Bauzeit bei der Weiherfeldbrücke oder die bei der unsinnigen U-Strab- Geldverprasserei (mit open end was Kosten, Bauzeit und Betriebskosten betrifft) anschaut, würde ich von 3 Jahren erheblicher Beeinträchtigung und erheblichen Zumutungen ausgehen. Es sind übrigens auch viele Leute jenseits der 60 und 70 im Wald unterwegs. Leicht abgelästert...
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  •   suedoschtkarle
    (150 Beiträge)

    20.02.2017 13:41 Uhr
    Ja es ist zu weit...
    ...über die Wolfartsweierer Straße-Ottostraße-Edgar Heller-Straße in den Oberwald
    zu laufen/zu radeln und in der Edgar-Heller-Straße gibts ja auch keine
    Parkplätze für die KinderwagenschieberInnen... grinsen
    Dann doch lieber einen teure Behelfsbrücke bauen, aber dann bitte
    für die Überquerung der Kriegsstraße recyceln... grinsen)))
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  •   Edwina
    (2 Beiträge)

    21.02.2017 08:20 Uhr
    ich oute mich mal
    als "so ein Kinderwagenschieber" grinsen
    Also das Kind, das mal eben frische Luft schnappen soll und dabei einschlafen erstmal noch in ein Auto packen und dann in den Kinderwagen und dann wieder ins Auto???? Bis dahin ist es doch 3mal wieder aufgewacht und kräht! Und ja man kommt so zwar in den Oberwald aber mit schon ein bisschen laufenden Kleinkindern wird der Weg zum Spielplatz und den Gehegen gaaanz schön lang.
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  •   Ludwigsstammtischbruddler
    (765 Beiträge)

    20.02.2017 12:36 Uhr
    Südtangente untertunneln,
    dann kann man dort ebenerdig den Oberwald erreichen und kann die Brücke abreissen. grinsen
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  •   haku
    (3891 Beiträge)

    20.02.2017 12:48 Uhr
    Fachkommentar
    Es geht hier gar nicht um die Südtangente. Dieser Brückenteil ist relativ neu und in Ordnung. Es geht um die Überquerung der Gleisanlagen des Rangierbahnhofs.
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  •   Ludwigsstammtischbruddler
    (765 Beiträge)

    20.02.2017 14:46 Uhr
    Do hasch recht!
    Awwer den Rangierbahof ka ma dann doch a glei mit unertunnle und an S21 abinde! Dazu noch e Querverbindung in Richtung Pfalz, dann schbard ma sich au glei s' Rheinbriggle.

    Ha, wenn mer schon dabei sin dann a gleich de Hauptbahof mit samt em Fernbusbahof unner d' Erd baue, dann kann ma owwe de Zoo vergreeßere. Ach noi, des geht jo gar net, des isch jo e Filtestick wo d' Inveschdore sich seit Jahre drum schdreide. grinsen

    Koi Angschd, fürs neu Schdadion lass ich mer a noch was eifalle.....
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