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Karlsruhe Neustart bei der FDP-Karlsruhe: Wird Tom Høyem jetzt Chef?

Am Mittwochabend kommt um 19 Uhr die Karlsruher FDP zusammen, um sich neu aufzustellen. Auf der Jahreshauptversammlung in der Badnerlandhalle werden die Mitglieder auch ihren Kreisvorsitz neu besetzen. Fest steht, dass Ex-Bundestagsabgeordneter Heinz Golombeck seinen Kreisvorsitz nach sechs Jahren abgeben wird. Noch nicht ganz so fest steht hingegen, wer sein Nachfolger werden soll. Neben der offiziellen Kandidatur von Stadtrat Tom Høyem könnten sich auf der Versammlung noch weitere Kandidaten melden.

"Ich gehe aber davon aus, dass es Tom Høyem machen wird", sagt Golombeck auf Nachfrage von ka-news am Mittwochmittag. Sechs Jahre lang hat der 65-Jährige die Karlsruher Liberalen gelenkt. Nun sei es Zeit, sich zurückzuziehen, damit neue Leute nachrücken können. Seine Entscheidung den Kreisvorsitz nicht mehr weiterzuführen, hängt auch mit dem Ausscheiden der FDP aus dem Deutschen Bundestag im September zusammen.

Stadrat Høyem: Ziel ist ein debattierfreudiger und professioneller Kreisverband

Das schlechte Abschneiden der Liberalen auf Bundesebene führte dazu, dass auch der Bundestagsabgeordnete aus Karlsruhe seinen Schreibtisch in der Hauptstadt räumen musste. "Für mich ist das Ergebnis der Bundestagswahl überraschend gewesen", so Golombeck. "Ich habe das Drama nicht verhindern können." Die Verantwortung für das schlechte Wahlergebnis mitzutragen, war für Golombeck selbstverständlich. "Jetzt ist Zeit, sich neu zu orientieren."

Die "Anderen" - das könnte der langjährige Stadtrat und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion in Karlsruhe Tom Høyem sein. "Ich kandidiere mit Demut, Stolz und Selbstbewusstsein", sagt Høyem. Er möchte als Kreisvorsitzender der "liberalen Stimme in Karlsruhe ihre Stärke und ihren Einfluss zurück geben". Und weiter: "Die liberale Bewegung wächst weltweit und ist eine der wichtigsten politischen Kräfte in unserer modernen Demokratie", begründet Tom Høyem seinen Entschluss, gerade nach dem Abschneiden der FDP bei der Bundestagswahl als Kreisvorsitzender zu kandidieren.

Seine Ziele sind klar: Als Kreisvorsitzender will er neben einer effektiven und professionellen Organisation ein gutes Klima für offene Debatten schaffen. Man habe in Karlsruhe sowohl lokal als auch international großes liberales Potential. "Wir sind ein Teil einer internationalen liberalen Bewegung, die überall in der Welt wächst, weil es die Bürger satt haben, Klischees von Vormundschaft und Machtarroganz zu hören - alternativlos, wenn es darum geht die Macht zu erweitern", zeigt sich Høyem überzeugt. "Wir wollen der liberalen Stimme wieder Inhalt, Mut und Stolz geben", antwortet der 72-Jährige auf die Frage, wie das lokale Wählervertrauen zurückgewonnen werden soll. "Und das täglich."

Aktualisierung 12. Dezember: Stadtrat Tom Høyem übernimmt für die kommenden zwei Jahre das Amt des FDP-Kreisvorsitzenden und löst damit Heinz Golombeck ab. Das entschieden die Karlsruher Liberalen am Mittwochabend auf ihrer Jahreshauptversammlung. Gegenkandidaten hätten sich keine gemeldet, heißt es aus der FDP-Geschäftsstelle. 

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Kommentare (11)
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  •   Sandhas
    (1286 Beiträge)

    12.12.2013 14:32 Uhr
    Die FDP kann keiner mehr retten,
    denn aus der einstigen liberalen Kraft wurde am Ende ein planloser Haufen.
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  •   Freibeuterin
    (232 Beiträge)

    11.12.2013 23:00 Uhr
    Neustart?
    Ein 72jähriger folgt einem 65jährigen?
    FDP halt - Frisch Durch Pensionäre zwinkern
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    12.12.2013 01:34 Uhr
    Hehe,
    der Lindner muss das dann ausgleichen. grinsen
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  •   motzki
    (716 Beiträge)

    11.12.2013 20:32 Uhr
    pöstchenjäger
    meine güte , genießen sie doch einfach ihren ruhestand. das letzte pöstchen in grötzingen grad abgegeben, jetzt rein in den kirchenvorstand und fdp-chef solls nun auch noch sein.... wahlbeobachter in schissipippiheio sowieso... also so erbärmlich postengeil will ich im alter mal nicht enden...
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  •   flo-mi
    (426 Beiträge)

    11.12.2013 21:57 Uhr
    Merkwürdige Haltung
    Zitat von Motzki also so erbärmlich postengeil will ich im alter mal nicht enden

    Nein, lieber Motzki, Du hast Dich schon mit einem erbärmlich niederen Kommentar geoutet, dass Du es nicht zu schätzen weißt, wenn Andere sich für etwas engagieren. Überleg Dir lieber mal, ob Du es nicht zu schätzen weißt, dass Herr Hoyem sich überhaupt hier engagiert. Er könnte ja auch sagen "nö, ich bin Däne, geht mich nix an."
    Tut er aber so nicht.
    Denk nochmal darüber nach, ob Du wirklich gerechtfertigt diesen Kübel Dreck ausgekippt hast.
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  •   andip
    (9586 Beiträge)

    12.12.2013 12:07 Uhr
    Das
    Kritik erlaubt sein muss steht ausser Frage.
    Aber Kritik muss sachlich begründet sein und im passenden Tonfall daher kommen.
    Motzki hat nur beleidigendes Gepöbel von sich gegeben,das hat nichts mit Kritik zu tun.
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  •   motzki
    (716 Beiträge)

    12.12.2013 12:47 Uhr
    freunde...
    ...sollte ich wirklich zu pöbeln anfangen, wird euch mein kommentar von gestern wie lobeshymne vorkommen.
    dass die gelben sensibelchen ihre wunden lecken müssen ist klar, aber dass sie ihre personellen befreiungsschläge mit ü70-ern ausstatten ist bezeichnend für den zustand dieser partei. zur hoffentlich baldigen auflösungsfeier werde ich ein fläschchen doppelherz spenden.

    ps. warum bleibt eigentlich jagos kommentar:
    "haben die wirklich keinen anderen,
    als diesen, doch jetzt schon etwas in die Jahre gekommenen eitlen Selbstdarsteller?" unkommentiert? der wird doch nicht recht haben, oder?
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  •   Waehler
    (200 Beiträge)

    11.12.2013 17:38 Uhr
    Das Alter von Tom Hoyen kein Hinderungsgrund
    Letztendlich geht es um die Restabwicklung einer Partei, deren Aufgabe sich in maximal zwei Jahre erledigt haben duerfte. Für alle anderen Persoenlichkeiten der Partei wurde zwischenzeitlich eine entsprechende Anschlussverwendung gefunden. Für Tom Hoyen spricht auch, dass wegen seiner daenischen Abstimmung die 5 % Klausel keine Gueltigkeit hat.
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  •   hajmo
    (4151 Beiträge)

    11.12.2013 17:55 Uhr
    Die Hoffnung stirbt zuletzt
    Wenn Du denkst es geht nicht mehr,
    kommt irgendwo ein Lichtlein her.
    Ein Lichtlein wie ein Stern so klar,
    es wird Dir leuchten immer da.

    Dritte Strophe:
    Und mit Willen, Kraft und Mut,
    wird dann alles wieder gut
    Du mußt nur immer fest dran glauben
    und laß Dir nur den Mut nie rauben.

    Das ist die aktuelle FDP-Hymne
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  •   Jago
    (121 Beiträge)

    11.12.2013 17:53 Uhr
    das mit der erfolgten Anschlussverwendung der "Persönlichkeiten"
    der FDP kann ich kaum glauben. 1) welche Persönlichkeiten? 2) wo dürfen etwa Frau Homburger oder Herr Döring (der Dicke, nicht der Vorbestrafte) auf eine Anschlussverwendung hoffen. Die Naumannstiftung ist schon überbesetzt, die Partei hoch verschuldet und bei der ENBW kommt man heute auch nicht mehr so leicht unter!
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