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Karlsruhe Neuer Look für ältere Fahrzeuge: Karlsruher Bahnen werden in Brandenburg fit für den Tunnel gemacht

20 Stadtbahnen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) erhalten eine Rundumerneuerung. Die erste Bahn, die die aufwändige Sanierung bereits hinter sich hat, geht in dieser Woche wieder auf die Schienen. Für einen Teil der Arbeiten werden die Bahnen bis nach Brandenburg gefahren.

Ein Teil der Stadtbahnen der AVG sind bereits seit über 20 Jahren auf den Schienen unterwegs. Um 20 dieser älteren Fahrzeuge wieder in Schuss zu bringen, wurden jetzt die ersten beiden Bahnen in das Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn im brandenburgischen Wittenberge gebracht. Die weitere Bahnen sollen folgen. Das erste komplett sanierte Fahrzeug ist ab dieser Woche wieder für den Betrieb bereit. 

Bereit für den künftigen Tunnelbetrieb

Die Karosserie wurde komplett saniert, Fenster durch neue Glasscheiben ersetzt und Drehgestelle generalüberholt. "Vor allem hinsichtlich des zukünftigen Tunnelbetriebs in der Karlsruher Innenstadt ist es wichtig, diese technisch besonders stark verschlissenen Fahrzeuge für ihre Restlebensdauer auf einen modernen Stand zu bringen", wird AVG-Projektleiter Alexander Reiz in einer Pressemitteilung zitiert. 

Aber nicht nur außen wurde Hand angelegt, sondern vorher wurde bereits der Fahrgastraum in den rund 37 Meter langen Bahnen modernisiert. Dank eines neuen Anstriches sei die Optik laut AVG nun moderner und freundlicher. Ebenso wurden Sicherheitsaspekte berücksichtigt: Neues, feuerfestes Material wurde integriert und eine neue Brandmeldeanlage installiert - außerdem ist ein neuer Boden verlegt worden. 

Modernisierte AVG-Bahnen
Der neu gestaltete Innenraum in der modernisierten Mittelflur-Bahn. | Bild: AVG

Dieser Sanierung können in nächster Zeit noch mehr Fahrzeuge folgen. Es besteht laut AVG die Option noch 20 weitere Bahnen modernisieren zu lassen. Insgesamt gehören 86 dieser Mittelflur-Stadtbahnen zu der Flotte der AVG. Pro Jahr legen die Schienenfahrzeuge bis zu 200.000 Kilometer zurück. 

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Kommentare (22)
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  •   likeka
    (447 Beiträge)

    14.02.2019 20:02 Uhr
    Fahrgastinformation
    Leider wurde keine optische Fahrgastinformation nachgerüstet.
    Das hätte man bei dieser Gelegenheit ja schon einmal machen können...
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  •   Svetogor
    (322 Beiträge)

    14.02.2019 17:22 Uhr
    !
    Die Menschen werden immer dicker. Wenn ich mir die Bilder so ansehe mit den zwei Sitzern auf beiden Seiten, wag ich zu bezweifeln, dass da zwei Dicke im Mittelgang aneinander vorbeigehen können.
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  •   10tacle
    (268 Beiträge)

    14.02.2019 08:59 Uhr
    Wieso ausgerechnet
    Brandenburg? Waren die die billigsten, pardon die günstigsten, trotz Überführungskosten? Naja, solange der Strom aus der Steckdose kommt und emmissionfrei prodziert wird, ist ja alles in Ordnung. :-P
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  •   dipfele
    (5345 Beiträge)

    14.02.2019 17:33 Uhr
    Eine andere Frage wäre.....
    ….. was der Spass kostet. Vor Jahren wurden mal 165.000,- pro Fahrzeug, etwa 25 Mio insgesamt, dem Gemeinderat mitgeteilt. Aber das interessiert die Volksvertreter derzeit nicht mehr. Genauso wenig, wie die 500 Mio Baukosten die dem Bürgerentscheid 2002 zugrunde lagen. Damals wurde z. B. vergessen, dass es gar keine tunneltauglichen Fahrzeuge gab, auch wurde verschwiegen dass das bauen mit Strassenbahnbetrieb in der Kaiserstrasse die ganze Sache um gut 80-100 Mio verteuert, Schadensersatz für Umsatzausfälle etc. zur Folge hat. Ganz zu schweigen davon, dass der Tunnelbetrieb 25 Mio mehr p.a. kostet, als der derzeitige oberirdische. Im Gegenteil, die SPD Frau Baitinger freute sich, dass bei Tunnelbau zuerst schon ab 2015 die ersten 100.000 (!), kein Witz, Flaneurinnen und Flaneure die strassenbahnlose Kaiserstrasse bevölkern können.
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  •   likeka
    (447 Beiträge)

    14.02.2019 19:59 Uhr
    Innenraum
    Die neue Farbgebung und der neue Boden im Innenraum hat nichts mit dem Stadtbahntunnel zu tun.
    Es ist eine reine optische Aufwertung.
    Das teure an dem ganzen Umbau, also die Notbremsüberbrückung, neue Sitze, Rauchmelder, etc. sind dagegen durch den Tunnel bedingt.

    Und diese Unterstellungen wie "das interessiert keinen Volksvertreter" können Sie sich gerne sparen!
    Soll man jetzt den Tunnel wieder zuschütten oder was?
    Übrigens haben VBK und ANG einen Aufsichtsrat, in dem Gemeinderäte sitzen und die über solche Projekte informiert werden.
    Das man bewärte Bahnen nach 20 Jahren im Einsatz vernünftig instand hält, ist eigentlich nicht zu kritisieren.
    Der neue Boden ist z.B. besser zu reinigen, da er keine Rillen mehr hat, in denen sich Dreck ansammeln kann.
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  •   dipfele
    (5345 Beiträge)

    15.02.2019 12:18 Uhr
    Über die Kompetenz....
    …. der Gemeinde-und Aufsichtsräte kann man geteilter Meinung sein.
    Das Kostenintensivste dürfte die Notbremsüberbrückung und die feuerfesten Sitzbezüge samt Bodenbelag sein, die man bei reinen oberirdischen Betrieb nicht bräuchte.
    Das Argument, man kann jetzt den Tunnel nicht mehr zuschütten ist irreführend. Aber man kann, und kompetente Aufsichtsräte müssten das fordern, dass zwei Linien oben bleiben. Da sich aber dieses Gremium offensichtlich nicht in die Lage von Fahrgästen hineinversetzen kann, müssen auf Teufel komm raus, die Gleise rausgerissen werden. Die wurden erst vor 10 Jahren total erneuert. Da wird schon mal aus Prestigegründen Gemeineigentum vernichtet. Es ist anzunehmen, dass diese Mitglieder wenn überhaupt, dann mit verschlossenen Augen Bahn fahren.
    Und noch etwas: Wer seinen Posten, ob im Gemeinderat oder Aufsichtsrat behalten will, muss mit den Wölfen heulen, sprich der offiziellen Rathauspolitik nicht im Wege stehen.
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  •   likeka
    (447 Beiträge)

    15.02.2019 12:59 Uhr
    Naja
    Seit wann muss der Boden ausgetauscht werden aus Brandschutzgründen? Das ist bisher bei keinem der Fahrzeuge gemacht worden und es wurden ja bereits viele Niederflurer und Mittelflurer umgebaut.
    Ich glaube, der Boden ist nur wegen der optischen Überarbeitung an der Reihe.

    Die Gleise in der Kaiserstr. mussten damals getauscht werden. Man hat aber Stelcon-Platten verbaut, die a) leicht ausgebaut und b) woanders wieder eingebaut werden können. Eine schlaue Sache und so ziemlich das Gegenteil von Steuerverschwendung.
    Alle Baustellenbereiche wurden damals erst gar nicht erneuert. Nach dem Haltestellenbau hat man billige Schottergleise verlegt und das ganze -ebenfalls kostengünstig- mit Asphalt eingedeckt. Da hat also schon jemand was gedacht...
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  •   andip
    (9688 Beiträge)

    14.02.2019 11:45 Uhr
    Instandhaltungswerke der Deutschen Bahn
    gibt es nun mal nicht überall.
    Im Zweifelsfall ist das das einzige, das das überhaupt macht.
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  •   hajmo
    (4165 Beiträge)

    14.02.2019 09:18 Uhr
    Überführungskosten
    Wie sind die Bahnen eigentlich dort hin gekommen? Sind die selbst gefahren? Würde mich echt interessieren.
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  •   bingobongo
    (274 Beiträge)

    14.02.2019 11:29 Uhr
    Warum sollten die nicht selbst fahren?
    Das sind für deutsche Hauptbahnen zugelassene Schienenfahrzeuge (Zweisystem-Mittelflurer). Die auf Tieflader zu stellen wäre hirnverbrannt. Aber man kann ja nicht wissen.
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