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Karlsruhe Neue Tempolimits für Karlsruhe: Diese Straßen könnten bald 30er-Zonen sein

In Karlsruhe gibt es bald an einigen Stellen neue Tempolimits: So zumindest der Wunsch der Verwaltung. Der sogenannte Lärmaktionsplan (LAP) wird vier Jahre früher fortgeschrieben als geplant. Das Ziel: Die Stadt soll leiser werden.

Im Blick hat die Stadt unter anderem Tempo 30 für Abschnitte der Durmersheimer- und Eckenerstraße, der Reinhold-Frank-Straße, Kriegsstraße oder Rüppurrer Straße sowie der Ortsdurchfahrten Grünwettersbach, Palmbach, Hohenwettersbach und Stupferich. Ein nächtliches Tempolimit ist für Teile der Karl- und Moltkestraße oder auch Herrenalber Straße im Fokus.

 

 

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"Bei der Ausweisung der Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h wurden mögliche Verdrängungseffekte auf das umgebende Straßennetz berücksichtigt", heißt es in der erläuternden Unterlagen der Stadt, "damit es zu keinen Verlagerungsprozessen kommen kann, wurden die Geschwindigkeitsreduzierungen auf die jeweiligen Zeitbereiche angepasst. Somit gelten für einzelne Straßenabschnitte ein ganztägiges Tempolimit und für andere Bereiche nur ein nächtliches Tempolimit für den Zeitraum von 22 Uhr bis 6 Uhr, obwohl im Tageszeitraum der Beurteilungspegel von 65 dB(A) überschritten ist."

Den Planungen liegt der Lärmaktionsplan der Stadt Karlsruhe zugrunde. Er sollte eigentlich erst 2023 fortgeschrieben werden. Ein Verwaltungsgerichtsurteil aus 2018 gibt den Kommunen mehr Spielraum: Aus Lärmschutzgründen können auch dann Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt werden, wenn die Lärmwerte unterhalb der Grenzwerte liegen. 

Neuer Lärmaktionsplan ab Freitag online

Die Stadt hat sich dazu entschlossen, diese Optionen schon jetzt zu ergreifen und zu prüfen, für welche Straßenabschnitte nunmehr Geschwindigkeitsreduzierungen vorgeschlagen werden könnten.

Einwendungen und Anregungen können Bürger, Politik- und Interessensverbände bis zum 27. Oktober einreichen. Ab Freitag, 27. September, wird der Plan unter folgendem Link veröffentlicht: 
www.karlsruhe.de/b3/natur_und_umwelt/umweltschutz/laerm/laermaktionsplan/lap_rechtsprechung

Nach Ablauf der Veröffentlichungsfrist und Auswertung wird der Gemeinderat die neuen Tempolimits im Rahmen des Lärmaktionsplans beraten und dazu einen Beschluss fassen.

ka-news.de-Hintergrund

Die Stadt soll leiser werden: Das ist Ziel bei der Fortschreibung des Lärmaktionsplans (LAP). Grundlage ist eine Richtlinie der Europäischen Union (Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG). Die Umgebungslärmrichtlinie befasst sich mit den Geräuschen des Straßen-, Schienen- und Flugverkehrs, in Ballungsräumen auch der darin liegenden Industriegelände. 2007 wurden landesweit Lärmkarten erstellt, 2012 erfolgte die zweite Stufe der Lärmkartierung mit dem vollen Kartierungsumfang.

Die Lärmkarten zeigen die Lärmbelastung von Hauptverkehrsstraßen, Haupteisenbahnstrecken und Großflughäfen sowie in Ballungsräumen auch die sonstigen relevanten Lärmquellen wie zum Beispiel Industriegelände. Lärmkarten sind mindestens alle fünf Jahre zu überprüfen und bei Bedarf zu überarbeiten.

Neue Gestaltungsmöglichkeiten hat hier der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) mit seinem Urteil aus dem Jahre 2018 eröffnet. Danach können Kommunen aus Lärmschutzgründen Geschwindigkeitsreduzierungen beschließen.

Das Urteil des Verwaltungsgerichtshof stärkt zum einen die Bindungswirkung kommunaler Lärmaktionspläne bei straßenverkehrsrechtlichen Maßnahmen. Gleichzeitig wurden auch Handlungsoptionen für Maßnahmen unterhalb der bisherigen Lärmwerte von 60 dB(A) nachts und 70 dB(A) tags aufgezeigt. Voraussetzung hierfür ist ein förmlich beschlossener Lärmaktionsplan.
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Kommentare (53)
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  •   Gaensebluemchen
    (577 Beiträge)

    24.09.2019 23:01 Uhr
    Wir wohnen ...
    ... ein paar -zig Meter von einer gut befahrenen Ausfallstraße mit Tempo 60. Was zu hören ist sind meist abends ein paar Spinner, die meinen neue Bestzeiten fahren zu müssen.
    Was aber regelmäßig nervt sind die neuesten Bahnen unseres umweltfreundlichen Nahverkehrs, was die rappeln und scheppern, wenn man wenigstens die Uhr nach ihnen stellen könnte ...
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  •   Iglaubsnet
    (792 Beiträge)

    24.09.2019 20:27 Uhr
    Wäre gscheiter
    endlich die Nordtangente zu bauen und den Verkehr um die Stadt zu führen.
    Aber solange es Politiker (SPD) gibt, die meinen der Verkehr kann durch die Stadt diffundieren, wirds die Nordtangente nicht geben.
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  •   dipfele
    (5858 Beiträge)

    27.09.2019 00:51 Uhr
    Alternativ....
    ...aufs Autofahren verzichten. Das schont das Klima, die Staatskasse, den Geldbeutel und ruhiger wird's auch.
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  •   Freigeist1
    (1553 Beiträge)

    24.09.2019 21:09 Uhr
    Bitte beerdige endlich
    Deine Fantasien von einer autogerechten Stadt. RIP. Das ist sowas von 1960er Jahre zwinkern
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  •   Iglaubsnet
    (792 Beiträge)

    25.09.2019 13:11 Uhr
    Da
    Du in den 30ern feststeckst, wäre das für Dich ein Fortschritt!
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  •   Iglaubsnet
    (792 Beiträge)

    25.09.2019 06:25 Uhr
    Ach
    da ist er ja wieder, das nenn ich aber inkonsequent!
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  •   Freigeist1
    (1553 Beiträge)

    24.09.2019 19:37 Uhr
    Bitte auch Tempo 30 in der
    Beiertheimer Allee (Ebertstr. bis Polizeipräsidium; wg. Grünanlage, viele Parkplätze; Fußgänger-/Radlerquerung beim Minigolf), Victor-Gollancz-Straße (viele Ein- und Ausparker sowie Fahrer mit mangelnder Orientierung[Hbf Ortsfremde]), Blohnstraße (wg. Biergarten + Theater Schupi, Engstellen wg. Parkern, Bushaltestelle). Danke für Prüfung.
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  •   dipfele
    (5858 Beiträge)

    27.09.2019 00:57 Uhr
    Die ganze Rittnertstrasse....
    ,,, vom Lerchenberg bis zur B 3 und die Pfinzstrasse zwischen Bahnhof und Pforzheimer Str. wurde auch vergessen. Im Prinzio könnten innerhalb der einzelnen Stadtquartiere generell 30 angeordnet werden. Wo kann den 50 gefahren werden? Alle Wohnstrassen sind zugeparkt.
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  •   max
    (247 Beiträge)

    24.09.2019 14:21 Uhr
    Nein, nicht die
    30er Zonen sondern die Baustellen sind es die den Lärm verursachen.
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  •   max
    (247 Beiträge)

    24.09.2019 14:19 Uhr
    Die Stadt wird erst dann wieder leiser,
    wenn keine Baustellen mehr vorhanden sind. Da helfen auch keine 30er Zonen.
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