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Karlsruhe Nach nur einem halben Jahr: Lemke verlässt die Karlshochschule

Die private Karlshochschule ist nun wieder ohne Präsidentin. Die Hochschule berichtet in einer Meldung an die Presse, dass Eveline Lemke nach gerade einmal einem halbem Jahr das Amt aufgibt.

"Nach einem halben Jahr intensiver Zusammenarbeit verlässt Eveline Lemke die Karlshochschule. Der Schritt geschieht im gegenseitigen Einvernehmen und in bester Absicht beider Seiten", heißt es am Donnerstag in einer Pressemeldung. Grund seien "lange und offene Diskussionen" über die künftige Ausrichtung der Karlshochschule und unterschiedliche Ansichten über das Führungskonzept.

Wo genau die Differenzen lagen, wollte man nicht sagen. Über diese Details wurde ein Stillschweigen vereinbart, "um öffentliche Diskussionen zum Nachteil der Hochschule zu vermeiden." Mit Dankesworten an Evelin Lemke und dem Bedauern über die nicht überbrückbaren inhaltlichen Meinungsverschiedenheit, endet die kurze Pressemeldung.

Lemke war erst zum 1. April 2017 Präsidentin der staatlich anerkannten Hochschule ernannt worden. Zuvor war die Grünen-Politikerin im Wirtschaftsministerium in Rheinland-Pfalz tätig. In den Fokus der Öffentlichkeit geriet die Personalie, weil Lemke keinen Hochschulabschluss hat. Dies sei bei der Einstellung bekannt gewesen, teilte die Karlshochschule mit. Damals sagte man, dass Lemke ein "Glücksfall" für die Hochschule gewesen sei.

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Kommentare (9)
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  •   sodele
    (173 Beiträge)

    06.07.2017 23:29 Uhr
    Ich glaube nicht
    dass irgendjemand eine Karlshochschule braucht.
    Der Präsidentin a.D. würde ich zur Beruhigung mal einen Töpferkurs in der Toskana o.ä empfehlen, da wird sie auf noch mehr gescheiterte Präsidentinnen , Geschäftsführerinnen usw treffen.
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  •   IchKA
    (619 Beiträge)

    06.07.2017 21:43 Uhr
    Euro Campus und Karlhochschule
    sind fragwürdige Pseudounis mit privatwirtschaftlicher Ausrichtung und eher mäßiger Qualität der Lehre.
    Die Frage ist ob die scheidende Präsidentin den Laden hochziehen wollte, oder an den offensichtlich kümmerlichen Strukturen gescheitert ist.
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  •   80er
    (5609 Beiträge)

    06.07.2017 18:56 Uhr
    Kann mir mal....
    ...jemand erklären warum eine Hochschule - sei es nun eine staatliche oder eine private - eine Präsidentin einstellt, welche selber keinen Hochschulabschluss hat? Sehr ungewöhnlich, oder? Und was das halbe Jahr angeht: ich gehe mal davon, dass sie das Probehalbjahr nicht bestanden hat. Von wegen "...gegenseitigen Einvernehmen...". Sie ist einfach den Anforderungen nicht gerecht geworden. Punkt.
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  •   VielVorNixDahinter
    (180 Beiträge)

    07.07.2017 10:50 Uhr
    Neben dem bereits Genannten ...
    ... drängt sich der Eindruck auf, dass es sich auch um ein gescheitertes "Gleichstellungsprojekt" gehandelt haben könnte. Werden wir sehen, wenn bzw. mit wem die Stelle neu besetzt wird.
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  •   loedel
    (24 Beiträge)

    06.07.2017 17:52 Uhr
    Ein halbes Jahr???
    Sie hat am 1. April angefangen und heute haben wir den 6.7. Und das soll ein halbes Jahr sein? Mathematik scheint an dieser Hochschule ja nicht so die Rolle zu spielen.
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  •   ka-lex
    (1616 Beiträge)

    06.07.2017 16:38 Uhr
    Na, da war man wohl bei der Personalauswahl
    nicht besonders sorgfältig. Das rächt sich dann halt.
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  •   timo
    (3069 Beiträge)

    06.07.2017 18:24 Uhr
    Oder sie bei der Arbeitgeberwahl.
    "um öffentliche Diskussionen zum Nachteil der Hochschule zu vermeiden" lässt die Hochschule nicht in sonderlich gutem Licht erscheinen.
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  •   OtusScopus
    (1602 Beiträge)

    06.07.2017 19:51 Uhr
    Ich frage mich eh...
    wer dort für 690 Euro im Monat studiert. Wenn ich mir das Angebot der Karlshochschule anschaue, kommen mir doch leichte Zweifel, ob das Preis-Leistungsverhältnis im Vergleich zu staatlichen Hochschulen stimmt.
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  •   ka-lex
    (1616 Beiträge)

    06.07.2017 18:30 Uhr
    Da ist natürlich was dran.
    Der Karlshochschule wurde bereits vor 9 Jahren vorübergehend die Zulassung entzogen.
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