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Karlsruhe Nach homophoben Äußerungen von Kontrolleuren: KVV und Sicherheitsfirma reagieren mit Maßnahmen

Nachdem ein Fahrgast des Karlsruher Verkehrsverbunds in der Nacht auf vergangenen Freitag seine Begegnung mit den Fahrkartenkontrolleuren einer Karlsruher Sicherheitsfirma auf Twitter veröffentlichte, ziehen die Unternehmen nun entsprechende Konsequenzen. In seinem Posting beschreibt dieser einen Vorfall, wonach sich die Männer über ihn und seinen Freund schwulenfeindlich geäußert hätten.

Zunächst meldete sich der KVV unter dem Post zu Wort und erklärte, dass der entsprechende Fahrscheinprüfer nicht mehr für das Unternehmen arbeiten werde. Der Karlsruher Verkehrsverbund distanziere sich "ganz klar von den getätigten Äußerungen."

In seinem Tweet zitiert der Nutzer die Kontrolleure mit den Worten: "„ih das sind zwei schwule. sowas will man doch nicht sehen am späten abend.“ [sic]

Nach einer spontanen Gegendemo vor den Geschäftsräumen von big security services, die ebenfalls auf Twitter dokumentiert wurde, reagiert die verantwortliche Sicherheitsfirma, deren Mitarbeiter im Auftrag des KVV in den Straßenbahnen als Fahrkartenkontrolleure im Einsatz waren, in einer öffentlichen Stellungnahme.

Betroffene Kontrolleure werden abgemahnt

Der Vorfall sei untersucht und alle beteiligten Personen abgemahnt worden, heißt es in der Presseinformation. "Wir tolerieren keinerlei diskriminierendes Verhalten in unserem Unternehmen und prüfen weitere arbeitsrechtliche Schritte gegen die Beteiligten", so die Personalleiterin Anna dos Santos.

Der Vorfall habe die Firma dazu veranlasst, weitere interne Prüfungen und Maßnahmen anzustoßen - unter anderem sollen entsprechende Schulungen für die Mitarbeiter verpflichtend eingeführt und ein Diversitätsbeauftragter benannt werden.

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  •   Der_dunkle_Turm
    (726 Beiträge)

    03.06.2019 19:04 Uhr
    Sich das Grundgesetz auf den Schreibtisch zu legen und gelegentlich darin zu schmökernr
    berechtigt niemanden, sich als Oberleher und Topjurist aufzuspielen und vor allem nicht, andere Bürger fortwährend zu diffamieren und - um bei Ihren Formulierungen zu bleiben -zu diskriminieren.

    Vielleicht sollten Sie sich meinen Eingagspost noch mal durchlesen. Dann wüssten Sie, was ich von diesen Kontrolleuren halte.

    Ihre ausfallenden Einlassungen sind unangebracht.
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  •   HerrNilson
    (1657 Beiträge)

    02.06.2019 18:33 Uhr
    Die besorgten Bürger
    sind leider damit beschäftigt wegen anderer Sachen besorgt zu sein. So anonym, wo sie Helden sein dürfen, innerhalb ihrer Gruppe.
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  •   malerdoerfler
    (6056 Beiträge)

    03.06.2019 16:45 Uhr
    Warum dürfen hier keine "besorgten Bürger" sein, wenn
    es auch vor "Welkom-Klatschern" hier nur so wimmelt?

    Und warum darf der eine Begriff einfach so als Beledigung verwendet werden und die Verwendung des anderen gibt dann sicherlich wieder eine Abmahnung? Ich dachte es geht hier auch um Toleranz und Vielfalt?

    Und wenn schon Vielfalt, warum müssen dann aber alle unbedingt einer Meinung sein ? Oder sie werden früher oder später beschimpft, beleidigt, abgemahnt und gesperrt.

    Ist das Toleranz und Vielfalt?
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  •   goofy196
    (45 Beiträge)

    02.06.2019 21:02 Uhr
    Und hier...
    ...einen Schwachsinn abzusondern, für den man noch vor 20 Jahren ans Bulacher Kreuz genagelt worden wäre. O tempora, o mores!
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  •   Avatar
    (831 Beiträge)

    02.06.2019 21:14 Uhr
    ...
    Bulacher Kreuz..herrlich 😂😂😂��😂😂😂😂
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  •   ALFPFIN
    (7342 Beiträge)

    03.06.2019 12:32 Uhr
    @Avatar
    einmal ungeachtet des Kommentars von Goofy, es gibt in Beiertheim und Bulach noch etliche Kruzifixe/Kreuze aus dem 17. /18. Jahrhundert, da konnte man schon noch in früheren Zeiten an den Pranger gestellt werden.
    (Pranger, also extra für Sie kopiert: Stelle auf einem öffentlichen Platz mit einem Pfahl, einer Säule, wo jemand wegen einer als straf-, verachtenswürdig empfundenen Tat angebunden stehen muss und so der allgemeinen Verachtung ausgesetzt ist).
    Ich kenne die Redensart noch von meinen Verwandten, Treffpunkt "am Bulacher Kreuz", damit meinte man nicht den Verkehrsknotenpunkt, sondern eben das christliche Denkmal. 😉
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  •   Avatar
    (831 Beiträge)

    02.06.2019 14:35 Uhr
    Die
    Demokraten. Aber leider nicht die Rassisten und Ewiggestrigen.
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