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Karlsruhe Nach homophoben Äußerungen von Kontrolleuren: KVV und Sicherheitsfirma reagieren mit Maßnahmen

Nachdem ein Fahrgast des Karlsruher Verkehrsverbunds in der Nacht auf vergangenen Freitag seine Begegnung mit den Fahrkartenkontrolleuren einer Karlsruher Sicherheitsfirma auf Twitter veröffentlichte, ziehen die Unternehmen nun entsprechende Konsequenzen. In seinem Posting beschreibt dieser einen Vorfall, wonach sich die Männer über ihn und seinen Freund schwulenfeindlich geäußert hätten.

Zunächst meldete sich der KVV unter dem Post zu Wort und erklärte, dass der entsprechende Fahrscheinprüfer nicht mehr für das Unternehmen arbeiten werde. Der Karlsruher Verkehrsverbund distanziere sich "ganz klar von den getätigten Äußerungen."

In seinem Tweet zitiert der Nutzer die Kontrolleure mit den Worten: "„ih das sind zwei schwule. sowas will man doch nicht sehen am späten abend.“ [sic]

Nach einer spontanen Gegendemo vor den Geschäftsräumen von big security services, die ebenfalls auf Twitter dokumentiert wurde, reagiert die verantwortliche Sicherheitsfirma, deren Mitarbeiter im Auftrag des KVV in den Straßenbahnen als Fahrkartenkontrolleure im Einsatz waren, in einer öffentlichen Stellungnahme.

Betroffene Kontrolleure werden abgemahnt

Der Vorfall sei untersucht und alle beteiligten Personen abgemahnt worden, heißt es in der Presseinformation. "Wir tolerieren keinerlei diskriminierendes Verhalten in unserem Unternehmen und prüfen weitere arbeitsrechtliche Schritte gegen die Beteiligten", so die Personalleiterin Anna dos Santos.

Der Vorfall habe die Firma dazu veranlasst, weitere interne Prüfungen und Maßnahmen anzustoßen - unter anderem sollen entsprechende Schulungen für die Mitarbeiter verpflichtend eingeführt und ein Diversitätsbeauftragter benannt werden.

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  •   marycarefree
    (492 Beiträge)

    02.06.2019 18:51 Uhr
    Keine Ahnung
    Bei mir steht dieses Wort in Anführungszeichen. Als Antwort auf den Post deines Kumpels..., oder Nicks...
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  •   goofy196
    (45 Beiträge)

    02.06.2019 16:17 Uhr
    Ups...
    ...wer wird denn da gleich die Contenance verlieren? Und sich so anstellen? Mal nicht so dünnhäutig bitte. War die Bemerkung mit dem Schreibtisch jetzt Fest- oder Unterstellung? Oder eher eine unterstellende Feststellung? Oder war vielleicht in Wahrheit Ihre Wertung über mein von Ihnen diskreditiertes Informationsgewinnungsgebaren eine Unterstellung?
    Fragen über Fragen...und dann führt man auch noch den Namen des Herrn im Munde...
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  •   marycarefree
    (492 Beiträge)

    02.06.2019 16:49 Uhr
    Dieses "Jesses"
    ist wohl genauso sinnbildlich wie dein Päckchentransporteur...
    Das scheint dir wohl bei deinenvielen Fragen abhanden gekommen zu sein. Passiert, kennt wohl jeder.
    Wenigstens hast du jetzt etwas für den Unterhalt der grauen Zellen...

    Oops, da fällt mir gerade ein:
    - Contenance
    - anstellen
    - dünnhäutig

    Meinst du jetzt mich damit oder diesen Kai?
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  •   Avatar
    (831 Beiträge)

    02.06.2019 18:08 Uhr
    Irgendwie ist
    Ihr Post total unverständlich. Aber macht ja nix: ich wills auch nicht verstehen.
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  •   Propagandahilfskraft
    (1556 Beiträge)

    02.06.2019 11:44 Uhr
    Warnschuss mit der Schrotflinte in die Menge?
    Nach dem Bericht der BNN wurden alle der fünf Kontrolleure abgemahnt, also nicht nur die beiden Schwätzer, auch die drei, denen keine Beteiligung am Gespräch nachgesagt wurde. Das erscheint mir problematisch. Als normaler Arbeitnehmer geht mir das Geschwätz meiner allerwertesten Kollegen des öfteren am Ar$ch vorbei und ein hochgeistiger Kommentar ist da ziemlich sinnlos, würde er doch im Vakuum zwischen den Ohren und hinter den Augen verpuffen. So gesehen betrachte ich das Vorgehen der B.I.G. als tölpelhaft. Ich lehne generell Kollektivbestrafungen und Sippenhaft ab. Ein bisschen mehr Augenmaß währe da angemessen gewesen. Denkt Euch mal in die drei Kollektivbestraften rein. Na, dämmert es jetzt, wie diese Massnahme bei denen ankommt? Gut gemeint war schon fast immer das Gegenteil von gut gemacht.
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  •   Der_dunkle_Turm
    (726 Beiträge)

    02.06.2019 14:12 Uhr
    Tatsächlich Kollegtivstrafe?
    Man lernt aus der chinesischen Geschichte. Leider vielleicht das Falsche. Wen interessiert schon Rechtsstaat.
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  •   goofy196
    (45 Beiträge)

    02.06.2019 14:53 Uhr
    Wenn das Vesrtändnis von Rechtsstaat...
    ...bereits beim Grundgesetz an seine Grenzen stößt:
    Zitat von Grundgesetz, Artikel 1 (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
    (2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

    Da werden die Erwartungen für alles Folgende dann schon deutlich gesenkt.
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  •   Der_dunkle_Turm
    (726 Beiträge)

    02.06.2019 15:03 Uhr
    Alle normalen Bürger behindern, diffamieren und zerstören
    (2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

    Können Sie das verstehen?
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  •   goofy196
    (45 Beiträge)

    02.06.2019 15:09 Uhr
    Nein
    Der Zusammenhang zwischen Überschrift und Posting erschließt sich mir auch nach mehrmaligem Lesen nicht wirklich.
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  •   goofy196
    (45 Beiträge)

    02.06.2019 15:32 Uhr
    Grundgesetz...versteh ich!
    Was das von mir verwendete Zitat angeht, dass verstehe ich durchaus. Und ich kann jedem die entsprechende Publikation zur geneigten Lektüre ans Herz legen. Findet man im Internet, für alle Analog-Liebhaber versendet die Bundeszentrale für politische Bildung sogar kostenlose gedruckte Exemplare (Meines liegt gerade auf meinem Schreibtisch vor mir...). Ist eine überaus erbauliche Lektüre.
    Obiger Artikel 1, Abs. 2 bedeutet, dass die Tram eigentlich aus den Schienen hätte springen müssen durch den kollektiven Aufschrei aller umstehenden Zeugen des Vorfalls.
    Aber komischerweise sind immer weniger Bürger wegen solcher Äußerungen (noch dazu in der Öffentlichkeit) immer mehr besorgt. (Ruhig mal sacken lassen, der Satz braucht einen Moment...)
    Hätte nie gedacht. dass ich das mal sagen würde, aber zu meiner Zeit war das noch anders.
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