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Karlsruhe Nach homophoben Äußerungen von Kontrolleuren: KVV und Sicherheitsfirma reagieren mit Maßnahmen

Nachdem ein Fahrgast des Karlsruher Verkehrsverbunds in der Nacht auf vergangenen Freitag seine Begegnung mit den Fahrkartenkontrolleuren einer Karlsruher Sicherheitsfirma auf Twitter veröffentlichte, ziehen die Unternehmen nun entsprechende Konsequenzen. In seinem Posting beschreibt dieser einen Vorfall, wonach sich die Männer über ihn und seinen Freund schwulenfeindlich geäußert hätten.

Zunächst meldete sich der KVV unter dem Post zu Wort und erklärte, dass der entsprechende Fahrscheinprüfer nicht mehr für das Unternehmen arbeiten werde. Der Karlsruher Verkehrsverbund distanziere sich "ganz klar von den getätigten Äußerungen."

In seinem Tweet zitiert der Nutzer die Kontrolleure mit den Worten: "„ih das sind zwei schwule. sowas will man doch nicht sehen am späten abend.“ [sic]

Nach einer spontanen Gegendemo vor den Geschäftsräumen von big security services, die ebenfalls auf Twitter dokumentiert wurde, reagiert die verantwortliche Sicherheitsfirma, deren Mitarbeiter im Auftrag des KVV in den Straßenbahnen als Fahrkartenkontrolleure im Einsatz waren, in einer öffentlichen Stellungnahme.

Betroffene Kontrolleure werden abgemahnt

Der Vorfall sei untersucht und alle beteiligten Personen abgemahnt worden, heißt es in der Presseinformation. "Wir tolerieren keinerlei diskriminierendes Verhalten in unserem Unternehmen und prüfen weitere arbeitsrechtliche Schritte gegen die Beteiligten", so die Personalleiterin Anna dos Santos.

Der Vorfall habe die Firma dazu veranlasst, weitere interne Prüfungen und Maßnahmen anzustoßen - unter anderem sollen entsprechende Schulungen für die Mitarbeiter verpflichtend eingeführt und ein Diversitätsbeauftragter benannt werden.

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  •   HerrNilson
    (1699 Beiträge)

    05.06.2019 07:08 Uhr
    Vielen Dank
    Das ist eine klare und anständige Haltung. Und ich gebe Ihnen Recht.
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  •   Krawallradler
    (507 Beiträge)

    04.06.2019 15:29 Uhr
    das steht leider nicht als Antwort unter
    Holzbierebub Beleidigung weiter unten, wo es hin sollte.
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  •   malerdoerfler
    (6056 Beiträge)

    03.06.2019 16:50 Uhr
    Okay - weit über 100 Kommentare
    Ist denn sonst noch irgendetwas von Bedeutung geschehen?
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  •   HerrNilson
    (1699 Beiträge)

    03.06.2019 17:22 Uhr
    Nein Hetfield
    kannst weiterschlafen.
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  •   ALFPFIN
    (7361 Beiträge)

    04.06.2019 13:27 Uhr
    @HerrNilson
    ähm ...Herr Nilson geben Sie uns auch Ihre anderen Nicknamen bekannt, nur so als Info?
    Und nein, Alfpfin firmiert von Anfang an unter Alfpfin.
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  •   HerrNilson
    (1699 Beiträge)

    04.06.2019 14:18 Uhr
    Damit kann ich
    leider nicht dienen. Mein nick ist auch einzigartig 😉
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  •   Holzbierebub
    (295 Beiträge)

    03.06.2019 11:28 Uhr
    Kontrolleure, big, Security......
    wir reden hier von Jobs im Mindestlohnbereich. Ich sehe dort oftmals junge Männer mit Bärten. Und ja, wir reden hier auch über importierte Homophobie. Auch wenn dieser Aspekt natürlich nicht genannt werden darf, da politisch inkorrekt.
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  •   Krawallradler
    (507 Beiträge)

    03.06.2019 12:29 Uhr
    importierte Homophobie
    das ist jetzt das, was die AFD in ihrer Mitgliederzeitschrift behauptet, nämlich dass sie selbst eine Pro-Homosexuellen -Partei ist, mit einer steigenden Anzahl von Lesben und Schwulen unter ihren Mitgliedern.

    Homophobie ist demnach durch Islamisten nach Deutschland importiert.

    Ich frag mich nur, warum die Top-Down-Kommunikation so schlecht unter ihren Kameraden funktioniert, denn wenn hier jeder das Gegenteil behauptet, was die Führung vorgibt, dann ist das ganz offensichtlich noch nicht unten angekommen.

    Wenn das mal keinen Ärger gibt. ^^
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  •   Holzbierebub
    (295 Beiträge)

    04.06.2019 11:59 Uhr
    Keine Ahnung.....
    ich hab die Mitgliederzeitschrift der AfD nicht abonniert. Kannsch mir ja mal dein Exemplar ausleihen, oder abfotografieren und hier hochladen, damit wir uns ein umfassendes Bild machen können. grinsen
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  •   Krawallradler
    (507 Beiträge)

    04.06.2019 12:27 Uhr
    warum nicht ein zweites Mal:
    umfassend ist bei AFD-Statements aber grundsätzlich Wunschdenken:

    Immer mehr lesbische und schwule Menschen schließen sich der AfD an
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