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Karlsruhe Nach homophoben Äußerungen von Kontrolleuren: KVV und Sicherheitsfirma reagieren mit Maßnahmen

Nachdem ein Fahrgast des Karlsruher Verkehrsverbunds in der Nacht auf vergangenen Freitag seine Begegnung mit den Fahrkartenkontrolleuren einer Karlsruher Sicherheitsfirma auf Twitter veröffentlichte, ziehen die Unternehmen nun entsprechende Konsequenzen. In seinem Posting beschreibt dieser einen Vorfall, wonach sich die Männer über ihn und seinen Freund schwulenfeindlich geäußert hätten.

Zunächst meldete sich der KVV unter dem Post zu Wort und erklärte, dass der entsprechende Fahrscheinprüfer nicht mehr für das Unternehmen arbeiten werde. Der Karlsruher Verkehrsverbund distanziere sich "ganz klar von den getätigten Äußerungen."

In seinem Tweet zitiert der Nutzer die Kontrolleure mit den Worten: "„ih das sind zwei schwule. sowas will man doch nicht sehen am späten abend.“ [sic]

Nach einer spontanen Gegendemo vor den Geschäftsräumen von big security services, die ebenfalls auf Twitter dokumentiert wurde, reagiert die verantwortliche Sicherheitsfirma, deren Mitarbeiter im Auftrag des KVV in den Straßenbahnen als Fahrkartenkontrolleure im Einsatz waren, in einer öffentlichen Stellungnahme.

Betroffene Kontrolleure werden abgemahnt

Der Vorfall sei untersucht und alle beteiligten Personen abgemahnt worden, heißt es in der Presseinformation. "Wir tolerieren keinerlei diskriminierendes Verhalten in unserem Unternehmen und prüfen weitere arbeitsrechtliche Schritte gegen die Beteiligten", so die Personalleiterin Anna dos Santos.

Der Vorfall habe die Firma dazu veranlasst, weitere interne Prüfungen und Maßnahmen anzustoßen - unter anderem sollen entsprechende Schulungen für die Mitarbeiter verpflichtend eingeführt und ein Diversitätsbeauftragter benannt werden.

Der Artikel wurde nachträglich bearbeitet.

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Kommentare (137)
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  •   Krawallradler
    (507 Beiträge)

    04.06.2019 15:27 Uhr
    für mich klingt das nach passenden Hintergrundinformationen
    zu diesem Artikel hier über Homophobie.

    Ich informiere mich immer umfassend, wenn mich was interessiert und belege meine Aussagen hier mit Quellen. Das ist keine Neurose, sondern schlicht der Nachweis, dass ich hier kein dummes erfundenes Zeug wie die rechten Trolle erzähle.
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  •   Winston_Smith
    (605 Beiträge)

    04.06.2019 17:11 Uhr
    Nutzen Sie bei Ihren Informationen auch den Stern?
    Dann empfehle ich diese Sternstunde ganz besonders

    Den Text zu überfliegen reicht. Es ist das Foto, was die wahre Qualität des Artikels ausmacht.
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  •   redaktion
    (1156 Beiträge)

    05.06.2019 07:42 Uhr
    Zurück zum Thema bitte...
    ...was Hochzeitsgesellschaften mit dem Thema Homophobie zu tun haben, ist leider nicht ersichtlich. Ansonsten müssen wir die Kommentare als "themenfremd" leider sperren und die User verwarnen oder ebenfalls sperren.
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  •   HerrNilson
    (1094 Beiträge)

    04.06.2019 17:33 Uhr
    Was hat dieser Artikel
    und das unscharfe Foto mit dem Thema hier zu tun?

    Stern? Wer liest denn den Stern? Kannste auch gleich BILD lesen.
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  •   Winston_Smith
    (605 Beiträge)

    04.06.2019 18:56 Uhr
    Sag doch lieber mal, ob du das Kritikwürdige an dieser Art des Journalismus
    auch siehst. Man muss ja nicht aneinander vorbeireden.
    Eine deutliche Ansage wäre zum Beispiel: "Ich sehe den Punkt durchaus, bin aber der Meinung, dass der Zweck alle Mittel heiligt."
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  •   HerrNilson
    (1094 Beiträge)

    04.06.2019 19:41 Uhr
    Ich finde das Foto lächerlich
    Was im Text steht wissen wir alle durch die Meldungen, wenn wieder so eine Hochzeitsgesellschaft öffentliche Strassen für Hochzeitsfotos nutzen. Mir gefällt das auch nicht, vor allem nicht die Autokorsos auf den Autobahnen, die immer mehr zunehmen. Der Sternbericht ist halt nicht mehr und nicht weniger als Bildzeitungsniveau.
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  •   Winston_Smith
    (605 Beiträge)

    04.06.2019 20:06 Uhr
    Ok freut mich wirklich, dieses klare Statement
    👍
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  •   HerrNilson
    (1094 Beiträge)

    04.06.2019 20:21 Uhr
    Um aber noch mal zum Thema
    zurückzukommen: was halten Sie davon was sich diese beiden Kontrolleure hier geleistet haben?
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  •   Winston_Smith
    (605 Beiträge)

    04.06.2019 21:57 Uhr
    Assig - da wird's auch kaum zwei Meinungen geben
    Gehört sich nicht. Was jemand denkt, ist seine Sache. Was er dann sagt und tut, und dann noch öffentlich in so einer Funktion, tja da muss er dann die Konsequenzen tragen.
    Ob es vllt irgendwas gibt wie Alkeinfluss, Gruppenzwang oder keine Ahnung was noch, soll der Arbeitgeber beurteilen. Ich bin früher oft Straba gefahren und hab auch "Teams" erlebt, deren Verhalten mir gar nicht gepasst hat. Bin selber 2x mit welchen zusammengerasselt. Einmal hab ich wem geholfen, einmal gings um mich selber - beides äusserst unschön. Hatte damals den Eindruck, dass die sich gegenseitig hochgeschaukelt haben irgendwie. Oder, dass die Erfahrenen den Neuen zeigen wollte, wie man richtig rüberkommt...
    Wie es heute ist, weiss ich nicht, ich fahre nur noch ganz selten. Fehlverhalten wird man nie ganz ausschliessen können, wo Menschen arbeiten. Und man darf auch nicht ganz vergessen, dass die sicherlich auch viel Mist erleben. Was natürlich gerade diesen speziellen Fall nicht relativieren darf.
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  •   Winston_Smith
    (605 Beiträge)

    04.06.2019 23:26 Uhr
    Was mich an dieser Sache sehr ärgert, ist das:
    Ich bin nicht der Meinung, dass ein Schwuler jetzt "schutzbedürftiger" ist als ein sichtbar Behinderter, über den man sich lustig macht, das Mädchen, das dumm angepöbelt wird, oder wer auch immer.
    Ich erwarte eh von jedem, dass seine Erziehung ihm sowas verbietet.
    Nein, viele Leute fahren mittlerweile ungern Straba, vor allem spätabends. Wenn sich jetzt jemand nachts eh schon mit mulmigem Gefühl reinsetzt, sollte er sich eigentlich freuen können, wenn so ein Team die Bahn betritt, weil er sich jetzt sicher sein kann, dass er ein paar Haltestellen lang, vielleicht bis nach Hause, quasi in guten Händen ist - gültiger Fahrschein vorausgesetzt 🙂.
    Und jetzt kommt ausgerechnet von denen, auf die er sich eigentlich verlassen sollen könnte, so ein Dreck.
    Das ärgert mich sehr. Und genau deshalb sollte man den Herrschaften ihr Fehlverhalten deutlichst klar machen.
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