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Karlsruhe Nach dem Gleisbruch in der Rüppurrer Straße: "Zu solchen Schäden kann es natürlich immer wieder kommen"

Am vergangenen Freitagnachmittag wurde der Bahnverkehr in der Karlsruher Innenstadt kräftig durcheinandergewirbelt. Grund war ein Gleisbruch, der sich in der Rüppurrer Straße in Höhe der Treitschkestraße ereignet hatte. Kann solch ein Zwischenfall jederzeit wieder passieren? ka-news hat beim Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) nachgefragt.

Wer am Freitagmittag mit der Bahn zum Hauptbahnhof und über die Rüppurrer Straße fahren wollte, brauchte viel Geduld: Ein Schaden an den Gleisen - verursacht durch Korrosion - hatte den Schienenverkehr der Linien 2, 3, 4, S1/11, S4, S5/52, S7 und S8 aus seinen gewohnten Bahnen geworfen. Erst um 19.09 Uhr am Freitagabend konnte die Strecke wieder freigegeben werden. Das erklärt Michael Krauth, Pressesprecher des KVV, auf Nachfrage von ka-news.

Gleisbauarbeiten in der Rüppurrerstraße
Am Freitag mussten Gleise in der Rüppurrer Straße überraschend repariert werden. | Bild: Ingo Rothermund

Kann sich ein solcher Vorfall auch jederzeit an einer anderen Stelle ereignen? Auch wenn die Gefahr an den Gleisen in der Rüppurrer Straße erst einmal gebannt ist: "Zu solchen Schäden kann es natürlich immer wieder kommen. Zum Glück passiert so etwas aber äußerst selten", sagt Krauth im Gespräch mit ka-news.

Schäden können meist schnell behoben werden

Damit das auch so bleibt, unterziehen Experten die Schienen regelmäßig Prüfungen, so der Sprecher weiter. Aber auch die Bahnfahrer selbst melden häufig, dass an den Gleisen etwas nicht stimmt. "Entweder sehen die Fahrer eine Problemstelle oder spüren sie, wenn sie mit der Bahn darüberfahren und einen Schlag spüren", meint Michael Krauth. "So können wir 99 Prozent der Fälle abdecken."

Falls aber wirklich einmal wieder ein Gleis brechen sollte, ist das nach Aussage des KVV-Sprechers meist schnell behoben. "Es gab in der jüngsten Vergangenheit keine Vorfälle, wo größere Schäden entstanden sind. Oft sind die Probleme innerhalb von ein bis drei Stunden wieder behoben", erläutert er gegenüber ka-news. "Der aufwendige Gleisbruch am Freitag stellt da wirklich die Ausnahme dar."

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  •   dipfele
    (5312 Beiträge)

    26.03.2019 14:04 Uhr
    Begriffsbestimmungen....
    … sind manchmal ein Glücksfall.
    Es gibt Gleis-Verwerfungen,-Verdrückungen,- Absackungen (z.B. Rastatt) aber keine Gleisbrüche. Wenn etwas am Fahrweg der Bahnen bricht, dann sind das die Schienen oder vielleicht eine verfaulte Holzschwelle. Also bitte zwischen Schiene als Bauteil und Gleis als Gesamtheit des Fahrweges unterscheiden. Im Planfeststellungsverfahren war der Bevölkerung erzählt worden, dass die Strecke in der Ettlinger Str. für ein Jahr unterbrochen wird, ansonsten wären alle Südabzweige bis auf gewisse baubedingten Ausnahmen, immer in Betrieb. Jetzt müssen auf der Rüppurrer Str. doppelt so viele Bahnen fahren. Und das beansprucht natürlich die Gleise.
    Lustig wird s erst richtig, wenn die Karlstr./Kriegstr. am Karlstor wg. der Tunnelbaustelle gesperrt werden muss. Wenn dann auf der Rüppurrer Str. was passiert, kann die VBK gleich ganz einpacken. Oder die Straba dauerhaft auf SEV umstellen.
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  •   andip
    (9643 Beiträge)

    27.03.2019 12:11 Uhr
    ??
    Wo wird was wegen der Tunnelbaustelle an der Karl-/Kriegsstrasse gesperrt?
    Demnächst können an der Stelle die Autos nur noch oberirdisch passieren, weil die Unterführung geschlossen wird.
    Auf den Bahnverkehr hat das keinen Einfluss.
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  •   dipfele
    (5312 Beiträge)

    27.03.2019 15:52 Uhr
    Man sollte sich mal in KA NEWS.....
    … vom 03.04.2017,13:10h schlau machen. Da ist zu lesen, dass der Strababetrieb vom April 20 bis Juli 21 am Karlstor unterbrochen wird. Das neue Tunnelportal ist lt. Kasig-Unterlagen ca. 40 m westlich der Gleise entfernt und die Rampe beginnt bei Hs. Nr. 69 Kriegsstr.
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  •   Der_Pendler
    (97 Beiträge)

    26.03.2019 10:37 Uhr
    Nein, wir brauchen keine 2. Brücke...
    keine Nordtangente, keine Quertrasse und auch keinen durchgängigen, 4 spurigen Ausbau der B35/B36... die Pendler können mit der Bahn fahren, damit kommen sie viel besser, ohne Verspätung und Stau zu ihrem Arbeitsplatz... *Sarkasmus aus*
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  •   timo
    (3087 Beiträge)

    25.03.2019 19:13 Uhr
    Werden die Schienen bei den VBK
    regelmäßig geprüft? Z.B mit Ultraschall...würde mich interessieren was da ausgewertet wurde für diese Stelle...
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  •   dipfele
    (5312 Beiträge)

    26.03.2019 13:45 Uhr
    Ultraschallprüfung.....
    … dürften ein Fremdwort bei den VBK sein.... Leider gibt es kein Foto von der Schadstelle in der Schiene. Bei der Eisenbahn dürfen Lücken bis zu 35 mm mit Notlaschen überfahren werden. Ärgerlich ist dann der SEV. In der Kaiserstrasse West war vor einigen Wochen wegen eines glatten Schienenbruchs die Strecke für einen halben Tag gesperrt. Im Asphaltierten Gleis sind glatte Schienenbrüche ohne weiteres überfahrbar. Also Schienenbrüche und keine Fahrkopfausbrüche. Das ist ein Unterschied. Und Gleisbrüche gibt es schon gar nicht.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11137 Beiträge)

    26.03.2019 08:08 Uhr
    zwischen Hauptbahnhof und Tivoli, vor allem im Bereich der Poststraße
    wird doch gefühlt seit Jahrzehnten durch einen 5-köpfigen Trupp laufend im Gleis gebuddelt, offenbar um die Lage der Pflastersteine von 100 % auf 150 % zu optimieren.

    Das hält das beste Gleis auf Dauer nicht aus...
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  •   zahlenbeutler
    (1221 Beiträge)

    26.03.2019 09:43 Uhr
    ja das ist klar
    wenn da einer beim buddeln mit dem Spaten versehentlich an das Gleis stößt, schon ist da ein Riss drin, dabei gibt es Schaufeln aus Kunststoff.....
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11137 Beiträge)

    27.03.2019 09:15 Uhr
    nee, die arbeiten dort in der Regel
    mit dem Presslufthammer und dem Pickel.
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