Karlsruhe Nach Vandalismus am Schloss: Polizei ermittelt in alle Richtungen

In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben bislang unbekannte Täter am Karlsruher Schloss Teile eines Geländers sowie einen Blumentopf mutwillig zerstört. Es entstand ein immenser Schaden. Die Polizei ermittelt jetzt in alle Richtungen.

Unbekannte haben in der Nacht zum Sonntag am Karlsruher Schlossgarten ein Steingeländer mit einem darauf stehenden Blumentopf zerstört. In einer ersten Meldung sprach die Polizei von einem fünfstelligem Schaden, der durch die Tat entstanden sein soll. Der Grund für die hohe Summe: Das Bauwerk, das beschädigt wurde, ist denkmalgeschützt. Jetzt ermittelt die Polizei mit Hochdruck.

Aufgrund des Gewichtes der zerstörten Teile, es handelt sich laut Ursula Orth, Leiterin des Amtes für Vermögen und Bau Baden-Württemberg, immerhin um ein Eigengewicht von etwa 800 Kilogramm, könne man davon ausgehen, dass ein enormer Kraftaufwand für Zerstörung nötig gewesen sein muss. Möglicherweise war bei der Tat eine ganze Gruppe oder ein leistungsstarkes, motorisiertes Fahrzeug beteiligt.

 

Noch keine Hinweise oder Spuren

Bisher sind das aber lediglich Vermutungen: Denn, wie die Karlsruher Polizei gegenüber ka-news bestätigt, hat diese bislang noch keine Hinweise oder Spuren, die zu den Tätern führen könnten. "Derzeit ermitteln die Kollegen in alle Richtungen", erklärt Polizeipressesprecher Ralf Minet.

Man sei dankbar über Hinweise aus der Bevölkerung. "Zeugen, die etwas beobachtet haben, können sich weiterhin beim Polizeirevier Marktplatz oder bei jeder anderen Polizeidienststelle melden", so Minet weiter. 

Unterdessen herrscht beim Amt für Vermögen und Bau Baden-Württemberg Unverständnis: "Wir sind sprachlos. Es ist für uns unvorstellbar, wie man so etwas anrichten kann," sagt Orth im Gespräch mit ka-news. Das Land hat nun bei der Polizei den Schaden zur Anzeige gebracht.

Jetzt müsse abgewartet werden. Aber immerhin: Der beschädigte Blumentopf sei bereits zu einer Reparatur gebracht worden und könne teilweise wieder hergestellt werden. Am Sicherheitskonzept rund um das Schloss wird nach der Tat aber nichts geändert, erklärt Orth gegenüber ka-news abschließend.

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