Baiersbronn Nach Feuer in "Schwarzwaldstube": Brandursache bleibt weiter ungeklärt

Die Ermittlungen zur Ursache des Feuers im Drei-Sterne-Restaurant "Schwarzwaldstube" in Baiersbronn gestalten sich schwierig. Die Reste des am Sonntag weitgehend zerstörten Gebäudes seien einsturzgefährdet, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr Freudenstadt, Martin Frey. Die Ursache des Feuers ist auch am Dienstag noch unklar. Möglichst schon übernächste Woche soll mit dem Wiederaufbau begonnen werden.

8. Januar, 16.36 Uhr

Auch am Mittwoch bleibt die Brandursache weiter ungeklärt. Wegen Einsturzgefahr konnten Kriminaltechniker und ein Sachverständiger für Brandursachen nicht zum vermuteten Brandherd im Bereich von Küche und Gastraum vordringen. Zunächst müssten Gebäudeteile abgetragen werden. Ermittler könnten am Donnerstag oder spätestens Freitag gefahrlos arbeiten, wie ein Sprecher der Polizei am Mittwoch erläuterte.

Bei Vernehmungen des Personals habe sich kein entscheidender Hinweis auf die Brandursache ergeben. Zur Höhe des Schadens konnte der Polizeisprecher keine Angaben machen. Grund sei auch ein Schaden an Vitrinen mit Schmuck, dessen Höhe ein Versicherungssachverständiger schätzen müsse.

7. Januar, 16 Uhr

Nach dem Großfeuer haben sich Kriminaltechniker und ein Sachverständiger für Brandursacheninzwischen am Brandort ein Bild gemacht. Ob sie die Ruine am Dienstag schon betreten können, war nach Worten eines Polizeisprechers aber weiterhin nicht klar. "Sie werden es versuchen, aber es besteht weiterhin Einsturzgefahr", sagte der Sprecher. Möglicherweise müssten zunächst weitere Gebäudeteile abgetragen werden, bevor Untersuchungen der Brandstelle möglich seien.

Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest, ebenso wenig wie die Ursache des Unglücks. Hotelchef Heiner Finkbeiner hatte angekündigt, möglichst schon übernächste Woche mit dem Abriss der Brandruine zu beginnen und das Gebäude wieder aufzubauen.

5. Januar, 17.35 Uhr

Das Feuer in dem renommierten Betrieb war in der Nacht zum Sonntag ausgebrochen und bis zum Nachmittag gelöscht worden. Jedoch könne es immer noch Glutnester geben, sagte Frey am Nachmittag. Sicherheitshalber würden daher einige Feuerwehrleute vor Ort bleiben und die Lage beobachten. Bei den Löscharbeiten waren 150 Feuerwehrleute im Einsatz. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden geht nach ersten Schätzungen in die Millionenhöhe.

Betreten des Gebäudes nicht möglich

Dass bei großen Bränden die Kripo eingeschaltet wird, gehöre zur polizeilichen Routine und bedeute nicht, dass es einen Verdacht auf Brandstiftung gebe, hieß es aus Ermittlerkreisen. "Ein Betreten des abgebrannten Gebäudes ist weiterhin noch nicht möglich, weshalb auch über die Brandursache keine näheren Erkenntnisse vorliegen", sagte ein Sprecher des zuständigen Polizeipräsidiums Pforzheim.

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