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Stuttgart Nach Entscheidung in Berlin: Lucha bedauert Ablehnung bei Organspenden

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha (Grüne) bedauert die Entscheidung des Bundestags gegen eine radikalere Organspende-Reform. "Meines Erachtens ist heute eine große Chance vertan worden, die Zahl der dringend notwendigen Organspenden deutlich zu erhöhen mit einem Verfahren, das in vielen anderen Ländern erfolgreich ist", teilte er am Donnerstag in Stuttgart mit. Aber er hoffe, dass die Debatte im Bundestag und die breite gesellschaftliche Diskussion das wichtige Thema Organspende wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücke. «Ich hoffe, dass sich dadurch mehr Menschen über die Organspende Gedanken machen und sich am Ende dazu entscheiden, einen Organspendeausweis zu beantragen und sich als Spender registrieren zu lassen.»

Die Bundesbürger sollen künftig stärker zu einer konkreten Entscheidung über Organspenden bewegt werden. Der Bundestag beschloss am Donnerstag eine moderate Organspende-Reform. Demnach sind etwa regelmäßige Hinweise auf das Thema beim Ausweisabholen vorgesehen.

Damit bleiben Organspenden in Deutschland auch nur mit ausdrücklich erklärter Zustimmung erlaubt. Zuvor war ein Vorstoß einer Gruppe um Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Bundestag gescheitert. Sie hatte eine "doppelte Widerspruchslösung" vorgeschlagen, wonach künftig jeder als Spender gelten sollte - außer man widerspricht.
 

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  •   Route66
    (2415 Beiträge)

    17.01.2020 14:58 Uhr
    Ich weiss gar nicht
    warum da so ein Theater gemacht wird. Wie schon mehrfach erwähnt: bist Du tot, ist es egal ob Du mit oder ohne Nieren eingeäschert wirst. Aber irgendwo warten Menschen darauf, dass sie endlich wieder leben können. Wenn man selbst mal betroffen ist und auf eine Organspende wartet, dann ist die Heulerei groß.
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  •   AlterMann
    (165 Beiträge)

    17.01.2020 13:15 Uhr
    Enteignung
    Die Linken (inklusive Grünen und SPD) wollen ja alles mögliche enteignen.
    Wenn die mal an die Macht kommen können die das ja auch auf Organe anwenden.
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  •   Chris23
    (488 Beiträge)

    17.01.2020 08:44 Uhr
    Verknüpft beim Perso
    So hätte ich es gerne gesehen, das man sich dabei entscheiden müßte ob man will oder nicht. Dann könnte man von ausgehen das man bei 80-95% der Leute einen Ausweis findet, und könnte beim rest dem Widerspruch annehmen. Der Perso trägt glaube ich auch aktuelle Daten, muss also nicht auf die Karte gedruckt werden.
    Leider wurde dann befürchtet das die Ämter beratungspflicht haben, und das kann ich verstehen das sie dies nicht wollen da es fern ab von ihrer Expertise ist.
    Ich hab einen Organspende ausweis, da ich so vielleicht nach dem Tot noch jemanden helfen kann und ich es definitiv nicht merken werde. Mich wundert das bei der Frage die doch recht atheistischen Deutschen so häufig gläubig werden.
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  •   Malaika
    (234 Beiträge)

    17.01.2020 08:26 Uhr
    Diese Entscheidung
    kann ich nicht nachvollziehen. Stehen die Mitglieder des Bundestages bei akutem Bedarf automatisch auf den ersten Plätzen der Organempfängerliste?
    Warum übernimmt man nicht das bewährte österreichische Modell und rettet u. U. Leben? Die Deutschen müssen das Rad immer neu erfinden. Das Geschrei der Spendergegner möchte ich hören, wenn ein Spenderorgan benötigt wird und nicht verfügbar ist.
    Werde meinen Organspenderausweis mit dem Zusatz versehen: "Spende meine Organe nur an Leute, die ebenfalls einen Spenderausweis haben".
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  •   Robert1959
    (1999 Beiträge)

    17.01.2020 01:09 Uhr
    Wie wäre es denn umgekehrt?
    Wie würde es denn kontrolliert werden, ob ich widersprochen hätte?
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  •   Kiwi
    (362 Beiträge)

    16.01.2020 20:26 Uhr
    Organspende
    Vor Jahren ist mein älterer Bruder an einem Gehirntumor verstorben, die Ärzte fragten ob sie seinen Schädel öffnen dürfen um daraus zu lernen – mit Engelszungen habe ich meine Familie davon überzeugt dass es gut wäre – vom Schädel war die Rede.
    Mein Bruder lag danach im Sarg wie Hackfleisch – so haben sie geschnippelt.

    ORGANSPENDE niemals ich will keine fremden Organe und spende keine.

    Der entsprechende Ausweis ist immer bei mir mit meiner Patientenverfügung in meiner Umhängetasche, hinter der Sonnenblende im Auto und in der Tasche am Fahrrad.
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  •   schmidmi
    (2531 Beiträge)

    16.01.2020 21:03 Uhr
    Mit Verlaub
    der Bruder wird davon garantiert nichts mitbekommen haben
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  •   Kiwi
    (362 Beiträge)

    16.01.2020 22:54 Uhr
    Auchb eine Antwort
    Deine Antwort passt zu den Ärzten die meinen toten Bruder verstümmelt haben . Ob mein Bruder etwas gepürt hat oder nicht ist doch egal es waren .... am schnippeln
    so etwas wünsche ich Dir nicht
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  •   Berty87
    (791 Beiträge)

    16.01.2020 18:40 Uhr
    Zum
    Glück. Will der Staat nixh vorschreiben was ich mit meine Organen mache oder nicht. Wer es will kann gerne von sich aus Spenden, aber das ganze vorschreiben.
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  •   timo
    (3120 Beiträge)

    16.01.2020 19:52 Uhr
    Keiner schreibt vor zu spenden.
    Aber wie wäre es damit: Sie bekommen dann auch keine Organe falls sie welche benötigen. Würden Sie sich für ein solches Gesetz einsetzen? (wenn es möglich wäre)
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