115  

Karlsruhe Moscheebau in Karlsruhe: "Stadt muss Bürgern reinen Wein einschenken"

Vergangene Woche sorgte die Diskussion über eine angebliche "Großmoschee" für Streit unter den Karlsruher Parteien. Die CDU hatte der Stadt zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Ingo Wellenreuther Geheimhaltung vorgeworfen, Geheimgespräche zu führen. Jetzt kommt das Thema in den Karlsruher Gemeinderat.

"Die Aussagen des Rathauses zum Bau einer geplanten Ditib-Großmoschee mit vier Minaretten und einem 'Kulturzentrum' bleiben widersprüchlich und lassen nach wie vor jede Transparenz vermissen", heißt es in einer Pressemitteilung des CDU-Kreisverbands Karlsruhe-Stadt. Die Christdemokraten sehen die Gefahr eines enormen Konfliktpotentials in der Stadt.

CDU fürchtet weitere Moscheebauten in Karlsruhe

"Weder von der Stadtverwaltung noch vom Islamverband Ditib wurden bisher die konkreten Pläne für die geplante Großmoschee mit vier Minaretten und einem 'Kulturzentrum' veröffentlicht, die Vertretern der CDU-Fraktion in einem Gespräch am 9. August gezeigt, aber nicht ausgehändigt wurden. Den Bürgern wird somit bewusst vorenthalten, welche gewaltige Dimension das Projekt haben soll", kritisiert Thorsten Ehlgötz, der CDU-Vorsitzende von Hagsfeld und CDU-Kreisvorstandsmitglied.

Ditib plant nach Aussage der CDU eine Moschee, die den gesamten Ditib-Landesverband mit 65 Gemeinden betreuen soll. Zum anderen führten auch andere muslimische Gemeinden parallel Gespräche mit dem Rathaus über Erweiterungen und Neubauten ihrer eigenen Moscheen in Karlsruhe. So wolle beispielweise die arabischsprachige Annur Gemeinde ihre Moschee in der Pfannkuchstraße durch einen Neubau erweitern. Die CDU fordert in ihrer Pressemitteilung, die Stadt müsse den Bürgern endlich reinen Wein einschenken.

Des Weiteren fürchtet die CDU um den Einfluss von Ditib. "Immer lauter werden inzwischen auch die Bedenken von in Karlsruhe lebenden Migranten in den sozialen Netzwerken. Dies alles zeigt, dass ein Moscheebau in der geplanten Dimension den Boden für enormes Konfliktpotenzial bereitet", so Rahsan Dogan, die integrationspolitische Sprecherin der Karlsruher CDU-Fraktion und CDU-Kreisvorstandsmitglied.

AfD stellt Anfrage an den Karlsruher Gemeinderat

Auch die AfD fordert in einer eigenen Pressemitteilung weitere Informationen von der Stadt. Grundsätzlich lehnt die AfD den Bau einer neuen Moschee in Karlsruhe-Mühlburg ab. Der Bau einer solchen Moschee stelle eine Machtdemonstration des Erdogan-Regimes auf dem Gebiet eines fremden Staates dar und ist daher von allen demokratischen Kräften abzulehnen, so die beiden AfD-Stadträte Marc Bernhard und Paul Schmidt.

Mit einer Anfrage wendet sich die AfD an die Stadtverwaltung. Darin fordern die Stadträte Antworten auf mehrere Fragen: Seit wann seien die Pläne zum Bau der Großmoschee der Stadtverwaltung bekannt? Zu welchem Zeitpunkt sollten die Stadträte informiert werden. Zudem möchte die AfD wissen, warum der Bürgerverein Karlsruhe-Mühlburg nicht über die Pläne informiert worden sei.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (115)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   Timmy78
    (197 Beiträge)

    23.08.2016 10:21 Uhr
    Zustimmung
    Selbstverständlich handelt es sich nur um vorrübergehende Gäste. Schließlich sind sie ja wegen Krieg und Verfolgung hergekommen, oder etwa nicht ? Wenn diese Fluchtursachen weggefallen sind, besteht freilich auch kein Grund mehr, hier zu bleiben.

    Ich fürchte allerdings, daß man dies in Berlin leider nicht so sieht.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   ALFPFIN
    (6871 Beiträge)

    23.08.2016 10:59 Uhr
    Die CDU
    Zitat von Timmy78 Timmy78]Wenn diese Fluchtursachen weggefallen sind, besteht freilich auch kein Grund mehr, hier zu bleiben.


    Doch die CDU will uns das vormachen, um uns zu beruhigen.
    Wenn!! die Situation sich beruhigt, gehen die Flüchtlinge wieder nach Hause. Nur wohin. Syrien ist zu zwei Drittel zerstört. Und die Terroristen geben noch lange keine Ruhe, wenn sie nicht massiv auch durch die Unterstützung arabischer und europäischer Länder bekämpft werden.

    Daher werden die entsprechenden Organisationen mit Sicherheit den Bedarf neuer Moscheen bei uns anfordern.
    Wobei sie ja das Recht haben ihren Glauben zu leben.

    Aber DITIB sollte man ganz einfach die Auflage machen, sich zu Hause in der Türkei für den Bau christlicher Kirchen verbindlich bei Erdogan "ihrem Arbeitgeber" die Genehmigung einholen. Dann kann man hier über eine weitere Moschee verhandeln.

    Nur den Christen in der Türkei ist es verboten, ein Grundstück zu kaufen zum Bau einer Kirche.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Timmy78
    (197 Beiträge)

    23.08.2016 11:03 Uhr
    Okay Okay
    Selbstverständlich dürfen die jungen Männer gerne hier in ihren Schutzzonen bleiben, bis wir ihnen den IS besiegt und ihr Land wieder aufgebaut haben.......

    Manchmal muss man sich wirklich in den Arm kneifen, um zu begreifen, daß das alles Realität und nicht ein ganz ganz langer Albtraum ist....
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Laetschebachschorsch
    (3153 Beiträge)

    23.08.2016 11:27 Uhr
    Ich als Christ
    brauche zum Beten keine Kirche, das kann ich im Stillen überall.
    Auch Moslems können überall ihren Gebetsteppich ausrichten und beten - oder ohne Teppich. Die "Gebetshäuser" der Christen, aber auch die der Moslems sind reine Demonstrationen ihrer Macht, und zwar der Kirchen und nicht des Glaubens. Oder will mir ein Geistlicher erklären, dass ich, wenn ich nach einem Unfall auf der Straße liege und meine letzten Minuten gekommen sind, nicht mit meinem Gebet erhört werde - wenn ich daran glaube?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   definitivabseits
    (1075 Beiträge)

    23.08.2016 22:36 Uhr
    Die tragen
    es aber gerne nach aussen, so wie sie ihren 'Glauben' und ihre Gesetze und ihre Kriege hierhertragen (wollen).

    Wer das unter dem Deckmäntelchen der Religionsfreiheit abtut ist naiv. Die lachen sich ins Fäustchen wie dumm wir sind.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Laetschebachschorsch
    (3153 Beiträge)

    24.08.2016 08:15 Uhr
    Sich mal erinnern
    Auch wir "Christen" waren doch nicht anders. Denken Sie mal an die Kreuzzüge, veranstaltet durch unsere christliche Kirche zur Befreiung der heiligen Stätten von den"Ungläubigen". Natürlich ist das heute für uns kein Weg mehr. Aber welche Entwicklung (Aufklärung usw.) hat unsere Kultur hinter sich. Das fehlt denen (dem einfachen Volk - übrigens sind da auch Parallelen zu uns -) doch. Vielleicht entwickeln sie sich auch durch den Kontakt mit unserer Kultur.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   ALFPFIN
    (6871 Beiträge)

    23.08.2016 11:26 Uhr
    Timmy78
    Sie haben mich falsch verstanden. Ich wollte damit sagen, das man in Berlin sehr wohl weiß, dass die Flüchtlinge vermutlich auf Dauer hier bleiben, weil sie zu Hause auf lange Zeit keine Perspektive haben. Nur uns, insbesondere Frau Merkel, will uns vormachen, dass das alles nur vorübergehend sein wird. Natürlich sollen wir Flüchtlinge aufnehmen. Aber es stehen noch Millionen vor der Tür und das schaffen wir nicht.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Timmy78
    (197 Beiträge)

    23.08.2016 11:50 Uhr
    DochDoch
    ich hab Sie schon richtig verstanden, wir sind voll und ganz einer Meinung, nur das mit der Perspektivlosigkeit kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wenn man im Jahr 2015 die Zahlungen an das UNHCR und die Welthungerhilfe nicht gnadenlos zusammengestrichen hätte, wäre fast gar niemand gekommen.

    Und Perspektiven kann man dort schon auch schaffen. Das kostet allerdings Unsummen, aber im Vergleich zu den Beträgen, die Flüchtige uns hier kosten, wäre dies noch verkraftbar und die Hilfe würde denjenigen zustatten kommen, welche wirklich Hilfe brauchen. Denn diejenigen schaffen es doch gar nicht, von Muttis Einladung auch nur annähernd Gebrauch zu machen.

    Daß Menschen in Not (welcher auch immer) geholfen werden muss, ist doch unstrittig und ein fundamentales Gebot des christlichen Glaubens. Die Frage ist doch nur, wie und wo !!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   ALFPFIN
    (6871 Beiträge)

    23.08.2016 13:39 Uhr
    Da stimme ich ihnen zu.
    Man hat viele Fehler gemacht und macht sie immer noch. Aber, dass einer mal ehrlich hin stehen würde und die Fehler zugeben und auch dann richtig handeln, dürfen wir nicht erwarten. Und Frau M. ist sowieso beratungsresistent.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Laetschebachschorsch
    (3153 Beiträge)

    23.08.2016 11:31 Uhr
    Allein geografische Bedingungen sprechen schon dagegen.
    So groß ist Deutschland nicht um alle Flüchtlinge der Welt aufzunehmen. Da gibt es weit weniger besiedelte Gegenden auf der Welt und dort herrscht auch kein Krieg.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 .... 9 10 11 12 (12 Seiten)

Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.