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Karlsruhe-Bulach "Mords-Gaudi": So lustig war der 1. Wäscherinnenlauf in Bulach!

Insgesamt nahmen 120 Läuferinnen begeistert an dem Spaßevent im Rahmen des Stadtgeburtstages teil: Knapp 2.500 Meter laufen und dann noch symbolisch ein mitgebrachtes Wäschestück waschen und an die Leine hängen. So lustig ging es am Wochenende auf dem Wäscherinnenlauf in Bulach zu.

Bei sonnigem Traumwetter fanden auch viele Zuschauer den Weg zum zentralen "Wäscherinnen-Brunnen" und dem Sportgelände des TSV Bulach. Immerhin lockten noch ein Kinderlauf und ein kleines Volksfest.

1. Bulacher Wäscherinnen-Lauf

"Das ist eine Mords-Gaudi für uns!": Die Wäscherinnenlauf-Teilnehmerin Hannah war inmitten ihrer Konkurrentinnen schon vor dem Startschuss ganz begeistert in dem ansonsten eher ruhigen Karlsruher Stadtteil Bulach. Die 30-Jährige war auch nicht alleine zum Debüt in den Südwesten der Fächerstadt gekommen, sondern hatte noch fünf Freundinnen mitgebracht, die ebenfalls mitliefen.

Viele kreative Kostüme

Die sechs Freundinnen von Hannah einte weniger die Verbundenheit zum Laufsport, sondern mehr zur Profi-Fußballermannschaft des Karlsruher SC - alle sind sie bekennende Fans der heimischen Zweitliga-Kicker. Hannahs Freundin Dasa hatte für sich selbst und drei weitere Freundinnen sogar eine blau-weiße Wäscherinnen-Kluft zuhause auf der Nähmaschine selbst geschneidert: Ober- und Unterschürze und sogar ein modisches Kopftuch im gleichen Look. "Wir wollten gleich sein und doch ein wenig anders", beschrieb Hannah ihr Bekenntnis zum KSC-Outfit.

1. Bulacher Wäscherinnen-Lauf

Eine "wäscherinnenähnliche Kleidung" war auch Pflicht bei der Teilnahme an diesem ersten Frauenlauf in der Geschichte Karlsruhes. Viele zogen nicht nur eine einfache Schürze über ihre Laufbekleidung - was durchaus erlaubt gewesen wäre - sondern rannten die Strecke durch Bulach, über die Südtangente hinüber und dann in Beiertheim in vollständiger Tracht, sogar viele Kopfbedeckungen passten. Hätten da nicht die verräterisch modernen Laufschuhe unter den Kleider hervorgelugt, hätte man sich im 18. oder 19. Jahrhundert wähnen können.

Vergangenheit und Gegenwart verbinden

Der Stadtteil Bulach galt in der Vergangenheit als Ort vieler Wäschereien, in denen überwiegend Frauen arbeiteten. An der Ecke Neue-Anlage-Strasse/Litzenhardtstrasse steht deshalb schon längere Zeit der "Wäscherinnen-Brunnen", der an die harte Arbeit der Frauen erinnert. Der Coup, Vergangenheit und Gegenwart anlässlich den Stadtgeburtstages mit großer Beteiligung der Stadtbewohner zu verbinden, gelang an diesem Samstagmittag in Bulach eindrucksvoll: Die Aktion war nicht nur eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Verein der "KA300"-Stadtteilprojekte, dem Bürgerverein und dem TSV Bulach, sie zog auch viele Zuschauer an.

Bereits bei dem Wäscherinnen-Lauf vorangegangen Wettbewerb, dem Hänsel-und-Gretel-Kinderlauf, hatten sich einige der jungen Teilnehmern Schürze oder Kittel angezogen, auch bei den Jungs. Dementsprechend viel wurde dann auch fotografiert. Vor allem an der Startlinie, als die Wäscherinnen gemeinsam ihre zu waschenden T-Shirts in die Höhe hielten. Um 15 Uhr entließ dann Lauf-Organisator Gregor Neumann, der Sohn des Bürgervereins-Vorsitzenden, per Startschuss die 120 Wäscherinnen auf die Strecke.

Charlotte Ensslen siegte

Mit viel Kampfgeist gewann dann keine Laufspezialistin, sondern eine reine Hobbyläuferin: Charlotte Ensslen siegte in einer Zeit von 8:49 Minuten und distanzierte damit die erfahrene Julia Bush von der LSG Karlsruhe (8:58, sie startete am folgenden Tag beim Halbmarathon in Philippsburg) recht deutlich; Dritte wurde Yvonne Büchler von der LG Kraichtal.

1. Bulacher Wäscherinnen-Lauf

In erster Linie hatten die Frauen jedoch sichtlich Spaß, auch wenn Siegerin Charlotte ein wenig kurzatmig ihr mitgebrachtes T-Shirt wusch und auf die Leine hing. "Ich bin eigentlich keine Läuferin, habe gerade erst angefangen", sagte die 28-Jährige glücklich. Neben ihrem Start bei der Badische Meile in Karlsruhe am 3. Mai hat sie bislang nur noch eine Halbmarathon-Teilnahme zu Buche stehen.

Kurze Zeit später brach ein Teil der Wäscheleine zusammen - zu viele Läuferinnen hatten die Strecke erfolgreich hinter sich gebracht und zu schwer wogen dann die Wäschestücke auf der langen Leine.

Hier alle Fotos vom 1. Wäscherinnenlauf in Bulach!

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