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Karlsruhe Modellversuch zwischen Westbahnhof und Alb: Grünwinkel mit viel Potential für künftige Stadtentwicklung - Vorbild für das gesamte Karlsruhe?

Im November 2015 startete das 3-jährige Projekt "REGEKO", ein innovatives Programm zur Entwicklung des 78 Hektar großen Gewerbegebiets Grünwinkel. Das Gebiet sollte ein Modell für flächensparendes, energieeffizientes Wirtschaften werden. Bei einem Abschlussforum wurden nun die Ergebnisse des Experiments vorgestellt und besprochen.

Das Gewerbegebiet um den Westbahnhof in Grünwinkel liegt zentrumsnah, direkt an der Südtangente und hat sich über die letzten drei Jahre zu einem lebendigen und attraktiven Gewerbequartier mit 240 Unternehmen entwickelt. Hier werden, vor allem durch das gemeinsame Wirken der beteiligten Unternehmen, Energie und Ressourcen gespart, Brachflächen reaktiviert und Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und des Klimas entwickelt. Das alles passierte im Rahmen des Projekts "REGEKO" (Ressourcenoptimiertes Gewerbeflächenmanagement durch Kooperation).

Westbahnhof Karlsruhe
(Symbolbild) | Bild: Julia Wessinger

Ideen für ein Mischgebiet

Vor drei Jahren haben drei Karlsruher Koordinationspartner - die Wirtschaftsförderung, das Stadtplanungsamt und Karlsruher Fächer GmbH - das Entwicklungsprojekt für das Gewerbeviertel initiiert und fast 200.000 Euro an Fördermittel vom Land und Bund eingeworben. Damit sollte das beispielhafte Projekt in Grünwinkel starten.

Deutsche Post, Brauerei Hatz-Moninger
Bild: Lukas Hiegle

Nun ist das Projekt nach drei Jahren beendet, und bei der Vorstellung der Ergebnisse war auch Karlsruhe Oberbürgermeister dabei. "Hier ging es nicht nur um solche Themen wie Wohnraum und Mobilität, sondern auch darum, gemeinsame Entwicklungen zu finden, um das Gewerbegebiet akzeptabler zu gestalten. Auch das Thema Klimawandel und wie man zukünftig damit umgeht sei eine wichtige Aufgabe für das Gewerbeviertel", erklärte Frank Mentrup. Die Stadt will auch nach dem Ende von REGEKO dauerhaft mit den Firmen zusammenarbeiten, um festzustellen, was man ändern kann und was beibehalten werden soll.

Ehemaliger Wasserturm Grünwinkel | Bild: Peter Eich

"Unter anderem war es das Ziel, das Gebiet ökologisch zu gestalten und den Energieverbrauch zu senken", erklärte Moritz Wolf von Zero Emission bei der Abschlussveranstaltung. Dazu wurden zahlreiche Veranstaltungen und Workshops gehalten, bei denen einzelne Schwerpunkte angeschaut wurden und notwendige Maßnahmen mit Unternehmen diskutiert. Bis jetzt gab es 13 Unternehmenstreffen und drei Fachforen, die sich mit den Themen Grün und Wasser, den städtebaulichen Rahmenplan und die Ersparnis von Energie und CO2 beschäftigten.

Räumliches Leitbild
Bild: Screenshot Google Maps/Stadtplanungsamt Karlsruhe

Die Unternehmen bestimmten, wie das Quartier aussieht

"Wir hatten zwei zentrale Themen im Projekt", erklärte Wolf im Gespräch mit ka-news. "Zum einem ging es um die Kooperation und Kommunikation zwischen den Unternehmen – es war uns wichtig, dass sie neue Kontakte knüpfen und Synergien entwickeln. Es war uns auch ein zentrales Anliegen, gemeinsame Projekte zu verwirklichen und etwas für den Standort zu machen. Das ist uns sehr gut gelungen."

Zum anderen handelte es sich um die Erstellung der Konzeption. "Hier war das zentrale Instrument der Rahmenplan", erläuterte Moritz Wolf. "Alle Unternehmen haben daran gearbeitet und sich darauf geeinigt, wie das Quartier aussehen sollte."

Langfristige Potentiale und ein abgeschlossenes Experiment

Philip Krass vom Planungsbüro berchtoldkrass, präsentierte den Rahmenplan, die städtebauliche Vision für den Gewerbestandort Grünwinkel. Der Plan zeigte das langfristig Bild und die Potentiale – beispielsweise wie Mobilität und Kinderbetreuung weiter entwickelt werden könnten. Zudem stehen Klimaschutz, Umwelt und Energie im Vordergrund, aber auch soziale Themen, etwa die Möglichkeit, sich zum Kaffee oder Mittagessen zu treffen. Zudem wurde versucht, mehr Flächen durch Dichte und Höhe der Gebäude zu gewinnen und die brachliegenden Gebiete besser auszunutzen. Stichwort Nachverdichtung.

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Anschließend präsentierten Anke Karmann-Woessner vom Stadtplanungsamt und Andrea Scholz von der Wirtschaftsförderung die positive Rückmeldung der Stadt. "Wir haben eine konkrete Vision über den Rahmenplan. Die Bebauungspläne werden auch überarbeitet", sagte Anke Karmann-Woessner. "Bei der Weiterentwicklung werden wir auf die Bedürfnisse der Unternehmen eingehen. Wir bieten den Unternehmern an, mit der Stadt im Gespräch zu bleiben."

"Der Prozess war ein Experiment, ein Forschungsprojekt, das jetzt beendet ist", führte Andrea Scholz weiter aus. "Jetzt sind wir dabei zu prüfen, was gut war und wo Verbesserungen notwendig waren." So will man bei der Stadt herausfinden, wie sich die Erkenntnisse von Grünwinkel auf die Gesamtstadt übertragen lassen. Denn auch die Stadtverwaltung und die Stadtplaner wissen, dass die Bauflächen in der Fächerstadt nicht unendlich sein werden.

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  •   Toffl
    (102 Beiträge)

    11.11.2018 20:48 Uhr
    "Modellversuch zwischen Westbahnhof und Alb"
    die Alb die ich kenne ist aber auf der anderen Seite des Westbahnhofs... oder sind nur die Bilder falsch?
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  •   M.S.
    (329 Beiträge)

    12.11.2018 06:45 Uhr
    wenn
    du auf der Karte nachsiehst wirst du auf der linken Seite die Alb finden grinsen
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  •   Toffl
    (102 Beiträge)

    12.11.2018 10:56 Uhr
    auch dann ...
    ich kenn die Alb in KA - auch wenn ich die Linie zwischen Westbahnhof und Alb-Kapelle ziehe, wo sie wieder einen Schwenk nach Norden macht, tangiert das nicht mal den farbigen Bereich
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  •   mueck
    (11031 Beiträge)

    12.11.2018 12:10 Uhr
    !
    Standort Einfahrtssignal Westbahnhof, von dort die Tangente an die Alb gelegt liegt schon recht viel drin ...
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  •   runner
    (444 Beiträge)

    12.11.2018 06:36 Uhr
    Du denkst falsch
    Die Alb die du kennst, macht im nach der Günter-Klotz-Anlage einen Schlenker Richtung Norden um am Entenfang wieder Richtung Süden abzuknicken, in Richtung Maria-Hilf-Kapelle.
    So gesehen stimmt die Überschrift "zwischen Westbahnhof und Alb".
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  •   Toffl
    (102 Beiträge)

    12.11.2018 10:57 Uhr
    dann...
    ... müsste aber der Schupi saniert werden, das ist das einzige was in den von dir beschriebenen Bereich passt.

    Wobei ich zugeben muss - wenn man die Alb bei Ettlingen betrachtet, dann könnte es mit viel Zielwasser noch hin kommen :-D
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  •   M.S.
    (329 Beiträge)

    11.11.2018 20:11 Uhr
    juhuuuuu
    Endlich wieder eine neue Baustele.
    Endlich wieder ein Denkmal was sich ein Karlsruher OB erbauen will.
    Endlich wieder ein Griff ins Klo, wo sich Karlsruhe lächerlich macht.
    Habb ich was vergessen???
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  •   Gegengerade1975
    (170 Beiträge)

    11.11.2018 19:59 Uhr
    problem ist die erreichbarkeit
    Das Gelände ist leider etwas abgeschnitten. war nicht mal eine Straßenbahn/Stadtbahn auf der Pulverhausstr. geplant?
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  •   lynx1984
    (3223 Beiträge)

    11.11.2018 22:06 Uhr
    Straba Pulverhausstraße
    wäre eine ideale Linienführung vom HBF bis zur Messe: ab der Welfenstraße ein Lückenschluss durch die Hermann-Veit Straße an der Europahalle auf die bestehende Bannwaldallee Brücke drauf. Ab der Haltestelle Hardecksiedlung über die Pulverhausstraße bis zur Haltestelle Rheinhafenstraße. Von dort bis zur Messe. Gäbe auch im Linieneinsatz eine sinnvolle Linie, wenn man die entsprechend verlängern würde.
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  •   labbapaloema
    (75 Beiträge)

    11.11.2018 18:42 Uhr
    Ideen für ein Mischgebiet...
    ...Wie wäre es denn stattdessen mal mit einem Urbanen Gebiet?
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