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Karlsruhe Miteinander in Karlsruhe stärken: Wie kann man Konflikte entschärfen?

Die unterschiedlichen Interessen der Bürger einer Stadt können bei der Nutzung des öffentlichen Raumes häufig zu Konfliktsituationen führen. Die SPD-Fraktion Karlsruhe spricht sich deshalb für das Einführen eines "allparteilichen Konfliktmanagements" (AK) aus, der in Ergänzung zum Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) zur Vermeidung und Entschärfung von Konflikten beitragen soll.

Als zentrale Anlaufstelle soll das "AK" Meldungen über Konflikte aufnehmen, zwischen den Streitparteien vermitteln und moderieren und Zuständigkeiten und Vorgehensweisen koodinieren. Das Ziel sei, dass sich alle Menschen im öffentlichen Raum sicherer und wohler fühlen, so Stadtrat Raphael Fechler über den Antrag seiner Fraktion.

"Das Konfliktmanagement wird vor Ort selbst aktiv, wo eine eindeutige Zuständigkeit durch andere Organisationen wie z.B. Streetwork nicht gegeben ist oder ein Polizeieinsatz unverhältnismäßig wäre", erklärt Fechler, der auf das erfolgreiche Modell in München und Wien verweist.

"Auch in der Stadt Karlsruhe ergeben sich immer wieder Situationen, die aufgrund fehlenden Verständnisses für andere eskalieren. Beispiele sind die Situation rund um den Werderplatz oder in der Umgebung von Flüchtlingsunterkünften. Dem kann man mit dem AK beizeiten entgegenwirken", ist Raphael Fechler überzeugt.

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  •   kuba
    (1048 Beiträge)

    20.08.2016 12:21 Uhr
    Na, dann viel Erfolg
    da will die SPD Konflikte lösen helfen und die CDU schüttet Öl ins Feuer, indem sie völlig unsinnig die Moschee hochspielt und damit in trüben Gewässern fischt.
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  •   Grosses_W_kloiner_Eber
    (174 Beiträge)

    19.08.2016 15:42 Uhr
    Konflikte? Was für Konflikte?
    Alle Menschen fassen sich an den Händen und tanzen singend und lachend um ein Lagerfeuer. zwinkern
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  •   musabasjoo
    (383 Beiträge)

    19.08.2016 13:22 Uhr
    Karlsruhe
    könnte sich doch an Berlin orientieren:

    Zitat:
    "Das Kreuzberger Bezirksamt will, dass im Görlitzer Park künftig die Drogen leiser, "weniger bedrängend und aggressiv" verkauft werden."

    Im Görlitzer Park sollen die Dealer nun offiziell integriert werden

    Und in Bädern bitte auch Abziehtatoos und Comics wie jetzt am Bodensee.

    Sachen gibt es ...
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  •   armeshundele
    (523 Beiträge)

    19.08.2016 12:43 Uhr
    Einen solchen Job
    würde ich meinen Bekannten nicht empfehlen.
    Klagt doch schon die Polizei bei solchen Schlichtungsversuchen
    immer öfter über Verletzte.
    Besonders wenn die Kontrahenten besoffen sind.
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  •   fuzzynervzwerg
    (1148 Beiträge)

    19.08.2016 10:25 Uhr
    Die SPD hätte sich da deutlich konkreter ausdrücken müssen.
    Auch das Symbolbild passt nicht zum Thema.

    Es geht hier nicht um Kriminalität und Gewalt sondern um das Verhalten von Menschen im öffentlichen Raum, deren Interessen sich widersprechen (Ruhebedürfnis vs ausgiebige Feierei zum Beispiel).

    Wie die bisherigen Kommentare zeigen, hat das kaum einer mitbekommen.
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  •   RechterRand
    (971 Beiträge)

    19.08.2016 10:55 Uhr
    Ruhebedürfnis vs ausgiebige Feierei zum Beispiel)
    Aber diese Sachlage ist nicht die Ursache dafür, dass sich nicht "alle Menschen im öffentlichen Raum sicherer und wohler fühlen".

    Die SPD spricht ein dringliches Problem an und schlägt Lösungen vor, die ein anderes Problem lösen.
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  •   haku
    (4173 Beiträge)

    19.08.2016 10:45 Uhr
    Jo...
    Ich bin auch mal wieder erschüttert über das Leseverständnis hier. Man hat oft den Eindruck, die Leute versuchen krampfhaft etwas in eine Richtung zu interpretieren, in der sie sich dann über irgend etwas aufregen können.
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  •   silberahorn
    (10616 Beiträge)

    19.08.2016 11:01 Uhr
    Ganz ernsthaft
    Wenn es z.B. zwischen Gruppen die feiern und Anwohnern zu Konflikten kommt, dann kann man mit diesem Projekt allenfalls die punktuellen Vorkommnisse erfassen - sofort intervenieren geht wahrscheinlich schon wegen der Arbeitszeiten nicht.
    Solche Feiergrüppchen wechseln aber auch den Ort. Was dann?

    Richtig sind solche zusammenfassenden Erkenntnisse, wenn sich irgendwo etwas ineinander verbeißt und mehrmals wöchentlich nach dem gleichen Muster abläuft. Was hat sich getan, wenn Leute im Krankenhaus den Lärm von "das Fest" anprangern?

    Natürlich geht es bei dem Vorschlag nicht um Kriminalität, sondern um Moderation bei immer wiederkehrenden Streitgesprächen. Ich dachte, dass man in Karlsruhe schon jetzt bereits gut erkennen kann, wo solche "Brennpunkte" sind. Natürlich kann man dort zusätzlich noch Personen hinschicken, die für Ausgleich sorgen. Aber muss man wirklich gleich eine ganze Stabstelle einrichten?
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  •   haku
    (4173 Beiträge)

    19.08.2016 11:10 Uhr
    Im Artikel...
    ...wird ja als Beispiel der Werderplatz aufgeführt. Während es da früher eigentlich nur die Gruppe am Indianerbrunnen gab, die wohl ganz gut "integriert" war, gibt es mittlerweile mehrere Gruppen auf dem Platz und ich kann mir gut vorstellen, dass hier Sozialarbeit, Polizei und KOB und was weiss ich wer noch, koordinieren müssen - was sie vermutlich schon tun - um die Situation unter Kontrolle zu halten. Und da geht es eben nicht primär um Kriminalität und Straftaten, noch nicht mal um Ordnungswidrigkeiten. Auf einem Platz herumzulungern ist erst einmal nicht verboten. Aber es gibt vermutlich einige Leute, die sich dadurch verunsichert fühlen...
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  •   silberahorn
    (10616 Beiträge)

    19.08.2016 11:24 Uhr
    Wenn ich das richtig verstehe,
    dann soll es eine städtische Stabstelle unter Führung des Sozialdezernats geben, in der alle Erkenntnisse von KOD, Polizei und Streetworkern mit Hinweisen aus der Bevölkerung zu einem Einsatz von neutralen Personen führen kann, die zusätzlich vor Ort verbal intervenieren könnten.
    Ich bin einfach deshalb skeptisch, weil man hier gerne dazu neigt sich zu verzetteln.

    Sollen die "Entschärfer" erkennbar sein, als Personen unerkennbar wechseln? Es gäbe eben noch Fragen von mir dazu, wie das umgesetzt werden soll.

    Das Beispiel AKIM Müchen halte ich, wie unten beschrieben, für eher ungeeignet es in einer Stadt mit so wenigen Einwohnern wie Karlsruhe umzusetzen. Schon wegen der Anzahl von Stellen und Arbeitszeiten lohnt sich das nur für größere Städte.
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