Karlsruhe Mehr Kapital für den Wildpark: Gemeinderat stimmt der Erhöhung von zwei Mal fünf Millionen Euro zu

In den letzten Wochen ging es rund um das neue Stadion turbulent zu: Der Streit zwischen der Stadt und dem Verein Karlsruher SC landete am Ende sogar vor Gericht. Heute steht der Karlsruher Fußball - wie so oft - erneut auf der Tagesordnung des Gemeinderates. Diemal geht es um die Finanzierung des neuen Stadions. Damit der "Eigenbetrieb Fußballstadion Wildpark" weiterhin liquide bleibt, ist eine Kapitalerhöhung um insgesamt 10 Millionen Euro notwendig. Dies war schon im Doppelhaushalt 2019/2020 vorgesehen.

Die Stadt Karlsruhe hat, um den Bau und die Finanzierung des neuen Stadions stemmen zu können, einen eigenen Betrieb gegründet: Den "Eibs" - den Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark. Damit im Wildpark der Bau vorangeht, ist es eine Aufgabe der Eibs, einen Wirtschaftsplan für das Stadion zu erstellen.

Stand der Baustelle Wildparkstadion, 20. August 2019
Die Baustelle im Wildpark im August 2019. | Bild: Tim Carmele / TMC-Fotografie

Dort ist aufgeschlüsselt wie viel der Wildpark auf der einen Seite einnimmt, beispielsweise durch Mieteinnahmen oder Zuschüsse - und auf der anderen Seite für den laufenden Betrieb, den Neubau und Personal ausgibt. Der Plan für das kommende Jahr 2020 wurde heute von den Gemeinderäten einstimmig beschlossen. 

Noch ein weiterer Punkt in Sachen Stadion-Neubau stand auf der Tagesordnung: Insgesamt 10 Millionen Euro sollen der Kapitalrücklage der EiBS zugeführt werden. Davon fünf Millionen in diesem, fünf Millionen im nächsten Jahr. Die Mittel dafür hat der Gemeinderat bereits mit dem Doppelhaushalt für die Jahre 2019/2020 zu Verfügung gestellt.

"Es handelt sich hier lediglich um die Umsetzung einer schon beschlossenen Maßnahme", so die Stadt Karlsruhe in der Beschlussvorlage. Und das wurde auch bei der Abstimmung deutlich: Mit überwiegender Mehrheit, mit 44 "Ja"- und nur einer "Nein"-Stimme hat der Gemeinderat für die Kapitalerhöhung gestimmt.

Abstimmungergebnis Top 27.1
Mit überwiegender Menhreit stimmt der Karlsruher Gemeinderat der Kapitalerhöhung der Eibs zu. | Bild: Stadt Karlsruhe

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ka-news.de-Hintergrund: Der Stadion-Streit

 

Der Streit um das neue Karlsruher Fußballstadion hat in den vergangenen Wochen für viel Trubel gesorgt. Mit der Stadt auf der einen und dem Verein Karlsruher SC (KSC) auf der anderen Seite war keine Einigung in Sicht - und so landete die Auseinandersetzung am Ende vor Gericht. Der Verein hatte mit vier einstweiligen Verfügungen gegen die Stadt geklagt.

Stadionstreit
Der Streit zwischen der Stadt und dem KSC landete letzten Endes vor Gericht. | Bild: Bildmontage ka-news

In drei von vier Punkten hat das Landgericht dem KSC Recht gegeben. Doch auch nach dem Urteil ist das letzte Wort noch immer nicht gesprochen: Denn die Stadt hat Berufung eingelegt - und damit geht der Schlagabtausch nun eine Instanz höher.

Einer der Streitpunkte ist, dass der KSC Einsicht in die Vertragsunterlagen zwischen der Stadt und dem Totalunternehmer erwirken wollte. Die Stadt fechtet das Urteil, das im Sinne des Vereins fiel, nun an. Denn: Auch der gesamte Email-Verkehr soll künftig für den KSC einsehbar sein, und das möchte sie Stadt so nicht akzeptieren.

Mehr zum Thema
KSC-Stadion: Aktuelle Nachrichten zum KSC-Stadion und dem geplanten Um- und Neubau im Wildpark. Alle Informationen zu Fläche, Miete und Größe und alle Neuigkeiten zum städtischen Eigenbetrieb und dem Vergabeverfahren.
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