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Karlsruhe Mehr Angebote für Hunde? So zufrieden sind die Karlsruher Hundebesitzer

Über 8.300 Hunde sind in Karlsruhe registriert. Doch wie zufrieden sind Herrchen und Frauchen mit den Angeboten für den geliebten Vierbeiner in der Fächerstadt? ka-news sprach, auf dem zweiten Hundeschwimmen im Rheinstrandbad, mit Hundebesitzern über die Wünsche und Probleme der Karlsruher Hundehalter.

Laut dem Karlsruher Statistikatlas 2016 leben 311.635 Menschen in der Karlsruher Gesamtstadt - zusammen mit 8.378 registrierten Hunde. Das heißt, jeder 37. Karlsruher ist rechnerisch gesehen Hundebesitzer. Doch wie zufrieden sind die Hundehalter mit den Angeboten und Möglichkeiten die die Fächerstadt ihnen bietet?

Zum Angebot der Stadt gehören beispielsweise 15 städtische Hundeauslaufflächen, hier dürfen die Vierbeiner ohne Leine rennen und toben. Für alle anderen Flächen gilt Leinenpflicht, denn hier greift die unein­ge­schränkte Grünan­la­gen­ver­ord­nung in der festgelegt ist, dass die Hunde auf den Wegen und Plätzen der öffent­li­chen Anlagen an der Leine zu führen sind.

Einzäunte Freilaufflächen können Sicherheit schaffen

Ein Problem auf das Hundebesitzerin Jule G. aufmerksam macht, ist die Gefahr, dass der Hund auf den städtischen Hundeauslaufflächen schnell ausbüxen kann. "Natürlich muss jeder seinen Hund im Griff haben, wird aber beispielsweise der Jagdinstinkt durch einen Hasen oder ähnliches geweckt, dann kann es eben auch passieren, dass der Hund abhaut. Eingezäunte Freilaufflächen könnten dieses Risiko vermeiden", so Jule G. Dem stimmt auch Laura B. zu: "Auf solchen eingezäunten Wiesen könnte man seinen Hund guten Gewissens von der Leine lassen."

Jule G. mit ihrer Hundedame Belinda. | Bild: Melanie Hofheinz

2016 Thema im Gemeinderat

In vielen deutschen Städten gibt es bereits eingezäunte Hundespielwiesen - aber noch nicht in Karlsruhe. Erst letztes Jahr wurde, auf Antrag der Grünen Gemeinderatsfraktion, über eine umzäunte Auslaufwiese in der Fächerstadt im Karlsruher Gemeinderat abgestimmt. Doch diese umzäunten Flächen seien zu hinderlich und zu teuer und wurden daher abgelehnt.

Ein endgültiges Aus der Idee einer umzäunten Hundewiese ist das aber noch nicht, denn die Stadtverwaltung war damals grundsätzlich bereit, konkret an sie herangetragene Vorschläge zur Umsetzung privater Initiativen zu prüfen und gegebenenfalls durch die Bereitstellung von städtischem Grund mittels Pacht zu unterstützen.

Laura B., Henry und Chris D. | Bild: Melanie Hofheinz

Mehr Events für Hunde

Über zu wenige Angebote und Events beklagt sich Laura B., die vom Hundeschwimmen im Rheinstrandbad am vergangen Sonntag begeistert ist. "Solche Events sollte es öfter geben, denn es gibt in Karlsruhe zu wenige Angebote für Hundebesitzer." Rund 600 Hunde besuchten in diesem Jahr das Rheinstrandbad in Rappenwörth und nutzen die Gelegenheit im Wellenbecken des Freibades zu schwimmen und zu spielen, bevor das Wasser über die Wintermonate abgelassen wird. Bereits zum zweiten Mal fand dieses Event statt. Wenn es nach den Hundebesitzern geht, könnte diese Veranstaltung aber öfter stattfinden.

Pure Lebensfreude - trotz Handicap: Andrea K. und Kira kommen aus Gaggenau - sind aber auch in Karlsruhe unterwegs. | Bild: Melanie Hofheinz

Idee: Hundeschwimmbad

Von einem Plansch- oder Schwimmbecken für Hunde das über die gesamten Sommermonate geöffnet hat - und nicht nur an einem Tag im September, wäre für viele Hundehalter ein Traum. "Wir würden so ein Angebot natürlich nutzen!", bekräftigt Andrea K., deren Hundedame Kira ebenfalls am diesjährigen Hundeschwimmen im Rheinstrandbad teilgenommen hat. "Ein super Event - gerne mehr davon", ist sich auch Birgit S., mit Hündin Lanya, einig.

"Wir können solche Veranstaltungen immer kaum erwarten - darum wäre ein ganzjährig geöffnetes Schwimmbecken natürlich gut", sagt auch Annemarie H., die den bisherigen Angeboten für Hunde von der Stadt positiv gegenübersteht. "Was ich ein wenig in der Region vermisse sind gezielte Wasserarbeitsgruppen für Hunde, bzw. speziell für unsere drei Neufundländer", fügt Annemarie H. hinzu. Mit den Heimtiermessen in Karlsruhe und der Umgebung ist die vierfache Hundebesitzerin ebenfalls zufrieden.

Annemarie H. mit Aria, Amore, Goya und der kleinen Bine. | Bild: Melanie Hofheinz

 

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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (1122 Beiträge)

    23.09.2017 17:16 Uhr
    Igitt
    das ist ja ekelhaft. Allein schon das Foto, die junge Frau am Schmusen mit den Hunden löst Brechreiz aus.
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  •   Rambazamba
    (348 Beiträge)

    23.09.2017 16:07 Uhr
    Nasser Hund
    Also ich finde die Idee, die Hunde vorm Ablassen des Wassers ins Freibad zu lassen, ganz lustig. Hier auf dem Land sieht man die Probleme der "Stadthundehalter" wohl mit einem Augenzwinkern, denn es gibt genug Bäche, Flüsse, Seen, wo man seinen Hund schwimmen lassen kann. An Badeseen finde ich es auch eklig wenn sich ein fremder Hund neben mir trocken schüttelt oder über mein Handtuch latscht.
    Das mit der Leinenpflicht ist leider immer so ne Sache... Meinen Hund (Rüde, Schäferhund) konnte ich im Feld rennen lassen. Ein Pfiff und er war da. Ein Blick reichte und er ging bei Fuß - auch wenn andere Hunde, Radfahrer oder was auch immer kam. Aber ich sehe eben oft, dass Hunde eben nicht reagieren. Dann macht es Sinn, ihn immer an der Leine zu lassen. Aber welcher Hundebesitzer würde sich ehrlich eingestehen, dass er mit seinem Hund überfordert ist? Mir wollte eine Hundebesitzerin ernsthaft erklären, dass man Hunde sowieso nicht erziehen könne und die immer machen, was sie wollen.
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  •   Crackerjack
    (1418 Beiträge)

    23.09.2017 15:21 Uhr
    Ich besitze einen Pool
    Darin schwimmen meine 4 Hunde und ich.
    Das ganze Jahr
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  •   ProKA
    (708 Beiträge)

    22.09.2017 22:08 Uhr
    Ich
    ❤️ meine Hunde. Damit ist alles gesagt. Punkt.
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  •   Ludwigsstammtischbruddler
    (765 Beiträge)

    22.09.2017 20:51 Uhr
    Wenn die Emanzen
    +++ Das Posting enthält beleidigende Inhalte und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   ProKA
    (708 Beiträge)

    22.09.2017 22:06 Uhr
    Doch
    kaum sind sie alt, die Eltern, werden sie zur Last.
    Sind die alten Eltern im Altersheim und bitten Sohn oder Tochter sie mal zu besuchen , werden sie oft im Stich gelassen. Denn Zeit ist Geld und wer in dieser Zeit noch Arbeit hat.......
    Da müssen die Alten eben Rücksicht nehmen und zurück stecken. Dies tun sie oft, ohne zu klagen, auch wenn es sie traurig macht, dass die eigenen Kinder nicht die Zeit haben, sich um sie zu kümmern.
    Ein Hund bleibt immer treu an deiner Seite, egal ob du alt oder krank bist.
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  •   borealis
    (366 Beiträge)

    22.09.2017 21:37 Uhr
    Alle
    Hunde die ich kenne sind Familienhunde...bin gespannt wie viele Kinder diese Familien ihre Eltern im Altersheim besuchen... zwinkern
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  •   HerrNilson
    (1098 Beiträge)

    22.09.2017 21:12 Uhr
    Wenn man sich Deine
    Kommentare mal durchliest, dann weiss man, wie Du tickst. Möchtegern-Schickimicki, der sich zum VIP-Platz tragen lassen muss, der beim Ludwigs mit noch ein paar alten Knackern sich gegenseitig auf die Schulter klopft, der glaubt die Bedienungen dort finden ihn toll (lol), der meint nur weil er vom Papi geerbt hat ist er wer. Und jetzt noch frauenfeindliche Sprüche. Man bist Du klein!!!!
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  •   JaHe
    (31 Beiträge)

    22.09.2017 19:10 Uhr
    Bei 8.378 registrierten Hunden ...
    ... à 120 € Steuer jährlich ergibt das 1.005.360 € "einkommen" jährlich. Und da ist eine umzeunte Hundespielwiese zu teuer?
    Gutes Beispiel ist die neu eingerichtete Spielwiese neben der Musikhochschule am Gottesauer Schloss.
    Da hätten wir schon auf der einen Seite einen Zaun, somit könnte man schon mal einen Teil der Investition sparen...
    Diese Spielwiese liegt zwischen Straßenbahnschinen und der Durlacher Allee. Zudem fahren auf allen Wegen noch Fahrradfahrer rum.
    Hier lasse ich meinen Hund nicht frei laufen, da er ein Jagdhund ist. Eine Ablenkung, und er geht durch.

    Früher habe ich in Ketsch gewohnt.
    Hier wurde das Wasserrückaltebecken eines großen Parkplatzes zur Hundewiese umfunktioniert und mit einem Stahlzaun umzeunt.
    Finanziert durch Aldi und der Gemeinde Ketsch.

    Ich denke, dass Karlsruhe über die nötigen Ressourcen verfügt, Karlsruhe für Hundebesitzer attraktiver zu gestalten. Nicht nur Ustrab, autonomes Fahren, Fahhradstadt und Wasserspiel am Marktplatz...
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  •   ProKA
    (708 Beiträge)

    22.09.2017 22:35 Uhr
    Ich stimme Ihnen zu 100% zu.
    Die Stadt hält bei der Hundesteuer gerne die Hand auf, aber wenn es darum geht, Investitionen für unsere Vierbeiner zu tätigen, ist dies sehr schwierig oder schlicht nicht möglich.
    Also.....Hundesteuer abschaffen!!!
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