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Karlsruhe Massiver Widerstand: Karlsruher Polizei wird bei fünf Einsätzen angegriffen

In nur einer Nacht kam es bei fünf Einsätzen zu aggressivem und massivem Widerstand gegen Polizisten. In einigen Fällen war dabei Alkohol im Spiel.

"Die unschöne Seite des Karlsruher Nachtlebens zeigte sich in der Nacht zum Sonntag. Beamte der Polizeireviere Karlsruhe-Marktplatz und Karlsruhe-West hatten es mit sechs Personen zu tun, die sich äußerst aggressiv gebärdeten und massiv Widerstand leisteten", beginnt die Polizei ihren Pressebericht zum vergangenen Wochenende.

Bei einem Einsatz der Polizei nach einer gefährlichen Körperverletzung in der Brunnenstraße wurden die  Beamten am Samstag gegen 22.30 Uhr nach eigenen Angaben grundlos und ohne Vorwarnung von einem 20-jährigen, alkoholisierten Mann angegriffen. Der Versuch einem Polizeibeamten den Ellenbogen ins Gesicht zu schlagen, scheiterte aufgrund dessen schneller Reaktion. Letztlich konnte der Mann überwältigt und festgenommen werden. Verletzt wurde niemand. Der Mann musste die Nacht in der Ausnüchterungszelle verbringen.

Polizisten bespuckt und nach Hund getreten

Am Samstag wurde die Polizei gegen 23.30 Uhr alarmiert, weil ein 23-Jähriger, in einer Filiale eines Fast-Food-Lokals einen Gast sowie zwei zu Hilfe eilende Angestellte durch Schläge und Tritte verletzte. In der Folge griff er dann die hinzugerufenen Polizisten an und beleidigte sie auf das Übelste. Einem Polizeibeamten spuckte er ins Gesicht und trat nach dem Diensthund. Nachdem der alkoholisierte Angreifer überwältigt und gefesselt werden konnte, wurde in seiner Tasche ein griffbereites Messer aufgefunden. Der 23-Jährige und die beiden Angestellten wurden leicht verletzt.

In einer Gaststätte in der Karl-Friedrich-Straße kam es am Sonntag gegen 1 Uhr zu einem polizeilichen Einsatz. Ein 43-Jähriger belästigte zunächst Gäste und wurde durch den Betreiber aus der Gaststätte verwiesen. Das ausgesprochene Hausverbot quittierte der Randalierer mit einem Faustschlag in das Gesicht des Betreibers. Durch Security wurde dieser trotz Gegenwehr dann vor die Tür gesetzt. Als die Polizeibeamten eintrafen, stieß er seinen Kopf gegen die Frontscheibe des Lokals und lieferte sich in der Folge mit den Polizeibeamten eine Rauferei. Nach seiner Festnahme spuckte er einem Polizeibeamten ins Gesicht. Aufgrund seiner hohen Aggressivität musste der Angreifer anschließend in Gewahrsam genommen werden.

Rettungsdienst bei der Arbeit behindert

Ein polizeibekannter 46-Jähriger wurde von einer Polizeistreife am Sonntag gegen 4.45 Uhr an der Haltestelle des Städtischen Klinikums in zusammengesunkener Haltung angetroffen. Als die Polizisten dem stark alkoholisierten Mann zu Hilfe kommen wollten, wurde er sofort aggressiv. Da ein gefahrloser Nachhauseweg nicht möglich war wurde der Mann in Gewahrsam genommen. Dabei wehrte er sich massiv.

Am Sonntag um 5.30 Uhr wurde die Polizei von der Rettungsleitstelle angefordert. Bei einem Einsatz wurden Sanitäter und ein Notarzt in der Kaiserstraße von zwei betrunkenen Studenten zunächst massiv behindert und angegriffen. Die Rettungskräfte waren eingesetzt um eine junge Frau bei einem akuten epileptischen Anfall zu behandeln. Durch die Störaktion der Männer konnte die in Not geratene Frau zunächst nicht in den Krankenwagen gebracht werden. Bei der Personalien-Feststellung leistete einer der beiden Männer Widerstand und musste zu Boden gebracht und gefesselt werden. Auf der Polizeiwache verhielten sich die Männer unflätig, beleidigten die Polizisten und zeigten bis zum Schluss keinerlei Unrechtsbewusstsein. Laut eingesetztem Notarzt wurden die Rettungsmaßnahmen nicht nur massiv behindert, sondern es war nicht auszuschließen, dass durch die verzögerte Versorgungsmöglichkeit ein lebensbedrohlicher Zustand entstehen hätte können.

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