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Karlsruhe Markthalle für Karlsruhe: Könnte das den Kronenplatz wiederbeleben?

Reges Markttreiben, Unterstützung der regionalen Wirtschaft und eine ganzjährige Nutzung - das alles seien laut FDP-Fraktion Vorteile einer möglichen Markthalle in Karlsruhe. Als Standort wird besonderes Augenmerk auf den Kronenplatz gelegt, um die Kaiserstraße-Ost aufzuwerten. Die Stadt-Verwaltung betont hingegen, in einer Stellungnahme, die hohen Betriebskosten und das finanzielle Risiko. Der Gemeinderat diskutiert am kommenden Dienstag den Antrag.

"Stets wird das südliche Flair und das mediterrane Lebensgefühl in der Stadt beschworen. Was Karlsruhe allerdings fehlt und sowohl Flair als auch regionale Wirtschaft unterstützen und antreiben könnte, ist eine Markthalle", heißt es von Seiten der FDP-Gemeinderatsfraktion. Eine Markthalle würde Händlern die Möglichkeit bieten, ihre Produkte ganzjährig und witterungsgeschützt anzubieten. Auch eine kulturelle Nutzung wäre laut FDP denkbar.

Kronenplatz als Standort

Als möglichen Standort schlägt die Fraktion den Kronenplatz vor: "Der Kronenplatz, der bisher noch kein zu Ende gedachtes urbanes Konzept erfüllt, wäre prädestiniert als Ort für eine solche Einrichtung", heißt es im Antrag.

Als gelungenes Beispiel und Anregung verweist sie auf die Markthalle in Aarau, die mutig mit Form und Architektur spiele.

 

Kronenplatz

Zur Zeit herrscht auf dem Kronenplatz gähnende Leere.

Die Stadtverwaltung sieht allerdings große Risiken und Schwierigkeiten bei der Finanzierung einer Markthalle durch die Stadt Karlsruhe. In einer Stellungnahme begründet sie ihre negative Beurteilung mit gescheiteren Versuchen in der Vergangenheit. Bereits 1974 gab es einen Versuch, eine Kleinmarkthalle zu errichten. Das Projekt wurde damals wegen zu hoher Betriebskosten abgelehnt. Auch eine Initiative von 2002, sowie bei dem aktuellen Bestreben, einen "Slow-Food-Markt" zu etablieren, scheiterte aufgrund mangelnder Interessenten.

Mangelndes Interesse der Selbsterzeuger

Für den "Slow-Food-Markt" wurden 50 Selbsterzeuger befragt, lediglich fünf davon antworteten überhaupt. "All dies führt zur Annahme, dass sich auch die Vermietung von Markthallenflächen, speziell für den Bereich der traditionellen Wochenmarktbeschickung, schwierig gestalten würde", schlussfolgert die Verwaltung.

Außerdem weist sie darauf hin, dass es sich bei dem tiefer liegenden Teil des Kronenplatzes um Eigentum des Landes handle und dieser mit einer Tiefgarage unterbaut sei. Am kommenden Dienstag diskutiert der Gemeinderat den Antrag der FDP-Fraktion.

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Kommentare (58)
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  •   mueck
    (10906 Beiträge)

    23.01.2016 16:39 Uhr
    ?
    Zitat von wird von uns Frauen einen abgesengten Blick erwarten
    Ein Hexenverbenner?
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  •   silberahorn
    (9938 Beiträge)

    23.01.2016 16:45 Uhr
    gut mitgedacht
    Es war kein Vertipper.
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  •   carfield
    (131 Beiträge)

    23.01.2016 17:16 Uhr
    Ja,
    der war nicht schlecht, das muss selbst ich zugeben. grinsen
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  •   chris
    (666 Beiträge)

    23.01.2016 12:29 Uhr
    Scheck In
    Man sollte versuchen den Scheck In als Mieter für das Kronenplatz-Areal zu gewinnen. Den gesamten Kronenplatz kann man dann mit Glas überbauen. Es ist ohnehin kein Platz mehr. Der Platz ist total verpfuscht und ein Hauptgrund dafür, warum die östliche Kaiserstrasse tot ist. Hier fehlt ein Einkaufsmagnet. Totaler Mist wurde hier geplant. Und die Nobelpreisträger im Rathaus fragen sich dann, warum die östliche Kaiserstrasse tot ist. Ohne Worte.
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  •   Graf_von_Felsenstein
    (186 Beiträge)

    23.01.2016 16:05 Uhr
    @chris - Eine Glasüberdachung des Kronenplatzes
    war in einem Architektenwettbewerb 1989 im Siegerentwurf vorgesehen. Man hat sich dann aber für den Zweitplatzierten entschieden.
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  •   FPL
    (17 Beiträge)

    23.01.2016 12:40 Uhr
    Absolut richtig
    Das ECE hätte an den Kronenplatz gehört um der Innenstadt eine Balance zu geben. Eine sehr schöne Markthalle steht übrigens in Kopenhagen. Hell, offen, dezent und fügt sich architektonisch gut in die umgebende Bebauung ein.
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  •   mueck
    (10906 Beiträge)

    23.01.2016 16:41 Uhr
    !
    Das ECE hat den EInzelhandel in die Breite ziehen sollen, weil der lange Schlauch Kaiserstraße nicht mehr wirklich gut funktionierte. Das hat geklappt, von daher ist ECE richtig positioniert.
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  •   silberahorn
    (9938 Beiträge)

    23.01.2016 12:58 Uhr
    Und ein schöner Turm (Eiffel)
    steht in Paris. Das schreibe ich nur, weil es auch schon Überlegungen gab auf diesem Platz einen Turm zu errichten.

    Bevor dort die Bebauung kam wurde der Platz vom damaligen OB als Hundeklo bezeichnet.
    Wie wäre es also mit einem Hundekloturm. Weltweit einzigartige Idee.
    Man hat, wenn es gut gemacht ist, genug Platz um seinen Hund springen zu lassen und das noch ohne sonstige Stadtbewohner zu stören. Und oben könnte er sein Geschäft dann in eines der dafür ganz neu erfundenen Hundepissoirs machen.

    Natürlich muss man dafür auch Eintritt verlangen, der aber bei Karlsruher Bürgern mit der Hundesteuer verrechnet werden kann. Bedürftige erhalten einen Hundepass, denn wieso sollten wir nur für die Einführung eines Kindespasses gelobt werden.
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  •   Schildkroete
    (512 Beiträge)

    23.01.2016 17:04 Uhr
    Also überbaut
    soll der Kronenplatz werden, Frau Silberahorn wünscht sich einen Turm
    dort. Wenn das einer von der DITIB liest liegt morgen ein Baugesuch
    im Rathaus zur Voranfrage. Was dann ??
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  •   suedoschtkarle
    (187 Beiträge)

    23.01.2016 12:02 Uhr
    Da muß jemand...
    ...was mißverstanden haben.

    Zitat "...die FDP-Fraktion...als gelungenes Beispiel und Anregung verweist sie auf die Markthalle in Aarau, die mutig mit Form und Architektur spiele"

    Ich habe das erstmal garnicht für ein echtes Foto gehalten, sondern für eines, in das jemand rostige alte container kopiert hat.

    Ich kenne zum Einen Aarau und seine Altstadt von früher und zum Anderen kenne ich mich auch ein wenig mit Architektur aus.
    Dieses Beispiel ist gerade deshalb ein Schlechtes, weil es einmal wieder zeigt, wie
    eine Struktur an der Bevölkerung vorbei geplant und ausgeführt wurde, und es inzwischen Überlegungen gibt, das gräßliche Teil wieder abzureißen:
    http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/aarau/eine-steife-brise-weht-durch-die-markthalle-aarau-121894203

    Soweit zu Aarau. Auf dem Kronenplatz könne ich mir durchaus eine luftige Konstruktion mit festem Dach und beweglichen Seitenwänden vorstellen, die eine Öffnung im Sommer und eine geschlossene Halle im Winter erlauben würde.
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