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Karlsruhe Marc Bernhard (AfD) zur Asylpolitik: "Zuwanderung nach kanadischem Vorbild"

In der ka-news-Reihe "Zum Thema" präsentieren wir von Montag bis Samstag jeden Tag die Statements der Karlsruher Direktkandidaten zu sechs unterschiedlichen Themenblöcken. In diesem Artikel gibt AfD-Kandidat Marc Bernhard seine Einstellung zum Thema Asylpolitik an.

Wie stehen Sie zur aktuellen Asylpolitik und dem Flüchtlingsdeal mit der Türkei?

Die aktuelle Asylpolitik verstößt gegen das Grundgesetz (Art. 16a II), sowie gegen das Dublin II Abkommen. Dies hat auch der Europäische Gerichtshof bestätigt. Obwohl im Moment gerade etwas weniger Asylbewerber kommen, als im Wahnsinnsjahr 2015, ist das Problem nicht im Ansatz gelöst.

Auch 300.000 zusätzliche Asylbewerber pro Jahr sind auf Dauer nicht zu verkraften. Zudem sind schon fast zwei Millionen Asylbewerber (meist abgelehnte) bei uns im Land! Von diesen werden gerade einmal 1 Prozent als Asylbewerber anerkannt. 99 Prozent werden also ohne Anspruch auf Asyl bei uns bleiben, denn abgeschoben werden insgesamt nur 15.000 pro Jahr.

Wenn wir weiteren Asylbewerbern helfen wollen, müssen wir aber zunächst die abgelehnten Asylbewerber konsequent wieder nach Hause schicken. Bei der jetzigen Abschiebegeschwindigkeit von zirka 15.000 im Jahr würde dies noch über 100 Jahre dauern. Das dies ein Riesenproblem ist, ist allgemein bekannt: Gerade hat die EU-Kommission die Regierungen der EU-Staaten – also auch unsere Bundesregierung – zu mehr Entschlossenheit bei Abschiebungen aufgefordert.

Insbesondere müssen wir die Bürgerkriegsflüchtlinge auf ihre Rückkehr vorbereiten. Ihre Heimatländer brauchen diese Menschen dringend zum Wiederaufbau ihres Landes. Die Bundesregierung tut aber das genaue Gegenteil, gerade wurde der Familiennachzug für 390.000 Flüchtlinge beschlossen. Dies bedeutet bei zwei bis drei Familienmitgliedern mindestens eine weitere Million Zuwanderer im nächsten Jahr. Unsere Gesellschaft ist nicht mehr in der Lage, diese Mengen an Zuwandern vernünftig zu integrieren. Die Folge wird ein massiver Anstieg der Parallelgesellschaften sein. Außerdem wird sich unser Land massiv verändern. Das wollen wir nicht.

Wir fordern zudem, den Flüchtlingsdeal mit der Türkei sofort zu kündigen. Wir dürfen uns nicht von einem Quasi-Diktator wie Erdogan erpressbar machen. Wir müssen endlich wieder selbst die Verantwortung übernehmen und unsere Grenzen selbst schützen. Das dürfen wir nicht einem islamistischen und antidemokratischen Regime überlassen.

Wieso gibt es kein Einwanderungsgesetz?

Die AfD fordert seit Ihrer Gründung 2013 ein Zuwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild, damit eine qualifizierte Zuwanderung in unseren Arbeitsmarkt erfolgt. Jeder der zu uns kommt, arbeitet, Steuern bezahlt, sich in unsere Gesellschaft integriert und sich an Recht und Gesetz hält ist, ist in unserem Land herzlich willkommen. Die derzeit fast ausschließliche Zuwanderung in unsere Sozialsysteme lehnen wir jedoch ab.

Weitere Statements der Kandidaten

Wie stehen die anderen fünf Direktkandidaten zum Thema Asylpolitik: Zuwanderungsgesetz Ja oder Nein? Wie steht es um den Türkei-Deal mit Recep Erdogan und welche Vorschläge und Ideen haben die Karlsruher Direktkandidaten zum Thema Integration? Hier gibt es die weiteren Statements:

Ingo Wellenreuther (CDU) zur Asylpolitik: "Wir haben die Krise als Chance begriffen"

Michael Theurer (FDP) zur Asylpolitik: "Wir lehnen Obergrenzen ab"

Parsa Marvi (SPD) zur Asylpolitik: "Müssen gezielte Anreize schaffen"

Sylvia Kotting-Uhl (Grünen) zur Asylpolitik: "Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern"

Michel Brandt (Linke) zur Asylpolitik: "Wiederherstellung des Asylrechts" gefordert

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Kommentare (6)
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  •   kritiker_2014
    (566 Beiträge)

    12.09.2017 08:18 Uhr
    Gesetze,Vorschriften und
    Regeln in Fragen des Asylrechtes sind eben einzuhalten und auch konsequent anzuwenden.
    Beides sehe ich nicht bei der Bundesregierung.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (31 Beiträge)

    11.09.2017 23:27 Uhr
    infantiles Gemecker
    Durch infantiles (kindliches) Gemecker an den wohldurchdachten Einwanderungsgesetzen der Kanadier und Australier werden sie auch nicht schlechter. Die Staatsoberhäupter dieser Länder verstehen es, ihre Bevölkerung vor kriminellen Schmarotzern zu schützen und jeden, der nutzbringend für das Land ist, herzlich willkommen zu heißen. Wo liegt denn das Problem? Wir haben doch ein Asylgesetz. Einfach machen, was man aufgeschrieben hat. Punkt-aus-fertig! Dazu noch ein entsprechendes Einwanderungsgesetz, und allen ist gedient. Wer Asyl benötigt, bekommt es. Das und nichts anderes lese ich bei der Partei AfD. Und dass man all jene, die durch Merkels Eigenmächtigkeiten wie Grenzöffnungen durchgeschlüpft sind, wieder auszuschaffen und nicht weiter auf Kosten unserer künftigen Generationen zu alimentieren, ist doch wohl selbstverständlich. Und das hat bitteschön nichts mit Nazi oder ähnlichen Spinnern zu tun, das ist purer Menschenverstand, egoistisch ja, aber normal.
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  •   cc91
    (273 Beiträge)

    11.09.2017 11:05 Uhr
    Wie üblich
    dreiste Lügen der +++ Teile von der Redaktion gesperrt +++ Partei. Wenn sie sich an ihre eigenen Forderungen halten würde, müsste die Hälfte ihrer Mitglieder ausgewiesen werden.
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  •   redaktion
    (1330 Beiträge)

    12.09.2017 09:36 Uhr
    Fehler
    Liebe Community,
    wie Sie schon festgestellt haben, ist uns bei diesem Beitrag ein Fehler unterlaufen: Es wurde versäumt im Beitrag kenntlich zu machen, dass Teile davon von der Redaktion gesperrt wurden. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen. Wir haben den Beitrag entsprechend angepasst.
    Viele Grüße aus der Redaktion!
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  •   Leergutmafia
    (429 Beiträge)

    11.09.2017 16:56 Uhr
    Oh
    Du kannst deine Beiträge editieren? Vorhin stand das N-Wort noch ohne Sternchen da.
    Seltsam, daß du es nach der Meldung deines Kommentars abgeändert hast. Oder bist du gar Redaktionsmitglied? Wenn nein - hat die Redaktion Interesse daran, daß die AfD verunglimpft wird, weil sie nur zwei Sternchen gesetzt hat?
    Fragen über Fragen...
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  •   Leergutmafia
    (429 Beiträge)

    11.09.2017 16:57 Uhr
    Wenn andere
    solche Tiraden gegen Linke oder Grüne abgesondert hätten, wären sie längst gesperrt.
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