Karlsruhe Kurdenmarsch in Karlsruhe abgebrochen: Teilnehmer skandieren verbotene Parolen und attackieren Polizeibeamte

Der sogenannte Kurdenmarsch ist am Dienstag auf der dritten Etappe in Karlsruhe abgebrochen worden. Wie die Polizei in einer Pressemeldung mitteilt, haben Teilnehmer verbotene Parolen mit Bezug zur Arbeitspartei Kurdistans skandiert und Polizeibeamte angegriffen. Der am Sonntag in Mannheim gestartete Marsch, der eigentlich am kommenden Samstag in Straßburg enden sollte, wird nun nicht mehr fortgeführt.

Die dritte Etappe des Kurdenmarsches war am Dienstag mit zirka 70 Teilnehmern in Bruchsal gestartet. Ziel war der Friedrichsplatz in Karlsruhe. "Im Laufe des Marsches skandierten die Versammlungsteilnehmer immer wieder verbotene Parolen mit Bezügen zur 'Arbeitspartei Kurdistans' (PKK)", so die Polizei in ihrer Meldung. Die PKK wurde 1993 durch das Bundesinnenministerium verboten und im Jahr 2002 von der Europäischen Union als Terrororganisation eingestuft. "Zahlreiche Aufforderungen der Einsatzkräfte an den Versammlungsleiter und die Versammlungsteilnehmer dieses Vorgehen zu unterlassen wurden von den kurdischen Marschteilnehmern ignoriert", heißt es weiter.

Bild: Thomas Riedel

Daraufhin entschloss sich die Versammlungsbehörde der Stadt Mannheim nach Prüfung und Bewertung der Vorkommnisse die Versammlung aufzulösen. Gegen 16.45 Uhr wurde die Versammlung dann durch die Polizei mit Lautsprecherdurchsagen aufgelöst. Die Versammlungsteilnehmer skandierten nach Angaben der Polizei daraufhin weitere verbotene Parolen mit PKK-Bezug und zeigten Konterfeis des informellen inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan, was ebenfalls durch die Versammlungsbehörde im Vorfeld des Marsches verboten wurde.

Tritte und Schläge gegen Polizeibeamte

"Die Polizei umschloss daraufhin im Bereich des Karlsruher Fächerbades die Personen und errichtete eine Kontrollstelle, um so die Identität der Versammlungsteilnehmer festzustellen", erklärt die Polizei. Diese Maßnahme diente der Identifizierung von Personen und der beweiskräftigen Zuordnung zu den vorher begangenen Straftaten.

Bild: Thomas Riedel

Im Zuge der Identitätsfeststellungen kam es vermehrt zu Widerstandshandlungen durch kurdische Marschteilnehmer gegen die eingesetzten Polizeibeamten. Die Beamten wurden dabei mit Schlägen und Tritten attackiert und teilweise verletzt. Ebenso wurden diverse Messer auf dem Boden liegend aufgefunden. Nach Durchführung dieser Maßnahmen wurden den Versammlungsteilnehmern durch die Polizeikräfte Platzverweise erteilt.

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