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Karlsruhe Kritik aus Pfinztal: Fahrtausfälle auf der Linie S5 sind "nicht hinnehmbar"

Die CDU Pfinztal klagt eine "Leistungsverschlechterung" bei der Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG) an. Die "massiven Fahrtausfälle" würden die Menschen vor den Toren von Karlsruhe sehr belasten.

Wie aus einer Pressemeldung der Partei hervorgeht, war das Thema "Fahrtausfälle auf der Stadtbahnlinie S5" Thema bei einer Sitzung der CDU Pfinztal. Der Vorsitzende und Kreisrat Frank Hörter beschreibt die Ausfälle als "nicht hinehmbar".

"Die Kommunen haben einen Versorgungsauftrag und stehen damit in der Verantwortung, diese Leistungen der Daseinsvorsorge zu gewähren. Der Versorgungsauftrag sichert ab, dass die Menschen in der Stadt und auf dem Land die Möglichkeit behalten, Arztbesuche und Lebensmitteleinkäufe mit dem ÖPNV zu organisieren", wird Hörter in der Pressemeldung zitiert. Doch eben dieser Versorgungsauftrag sei durch die Ausfälle erheblich eingeschränkt, kritisiert er weiter.

Zuschüsse an die AVG müssen eventuell überprüft werden

"Die CDU Pfinztal begrüßen durchaus, dass die AVG zwischenzeitlich mehr Fahrzeugführer ausbildet. Die Frage ist allerdings, warum die AVG nicht schon viel früher verstärkt in die Ausbildung investiert hat. Zudem bleibt offen, inwieweit die jetzigen Maßnahmen ausreichen, um kurz- und mittelfristig die Probleme umfassend zu lösen", so Hörter weiter.

"Wir hoffen, dass der Stadtbahnbetreiber den Ernst der Situation erkennt. Mittlerweile gebe die Gemeinde Pfinztal rund 700.000 Euro pro Jahr für den ÖPNV aus und im Landkreis Karlsruhe sind es 16 Millionen Euro. Für die Kommunen, den Landkreis Karlsruhe und die Fahrgäste wird der ÖPNV zunehmend teurer, sollten weitere Leistungsverschlechterungen eintreten, müsse der Zuschuss der Gemeinde Pfinztal und des Landkreises auf den Prüfstand", heißt es von Hörter abschließend.

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  •   dipfele
    (5618 Beiträge)

    06.11.2017 00:38 Uhr
    Herr Hörter....
    ... könnte sich auch für die Beseitigung des Bahnüberganges in Kleinsteinbach einsetzen. Den müssen 150 Züge pro Tag mit 30Km/h passieren.. Durch das Abbremsen und wieder beschleunigen entsteht jedesmal ein Energieverlusst von 25,-€ In den letzten 11 Jahren macht das rund 14 Mio aus. Die Beseitigung würde 16 Mio kosten. Wenn noch einige Jahre zugewartet wird, übersteigen die Energieverlust-Kosten die Baukosten.Leider versagt oft die Volkswirtschaftliche Denkweise.
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  •   microbit
    (66 Beiträge)

    02.11.2017 10:38 Uhr
    Irgendwo absurd...
    ... es gibt Fahrtausfälle, dadurch fährt weniger. Was macht man da? Richtig! Zuschüsse kürzen, dann fährt wenigstens planmäßig weniger, weil dann das Angebot zurückgefahren werden muss. Die Politiker sind echt witzig.
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  •   Mondgesicht
    (2170 Beiträge)

    02.11.2017 11:04 Uhr
    Werden denn
    tatsächlich Zuschüsse an die AVG aufgrund der vielen Fahrtausfälle gekürzt? So wie es formuliert ist, will man das ja nur "prüfen". Korrekt und nötwendig wäre es allemal.

    Berichtet wurde in der Presse, dass nach zahlreichen Fahrtausfällen bei der DB auf bestimmten Strecken im Großraum Stuttgart das Verkehrsministerium erhebliche Summen einbehalten hat. Ob die Hauptfinanzierer der AVG, also unsere Gemeinden und Landkreise, jetzt genau so konsequent handeln?

    So lange nämlich das Geld ungehindert fließt, profitiert die AVG sogar von den Ausfällen: Sie bekommt das gleiche Geld und hat weniger Kosten. Das geht zulasten der Fahrgäste. Die Motivation für die AVG, etwas zu unternehmen, ist also letztlich nur gering bis gar nicht vorhanden.
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  •   microbit
    (66 Beiträge)

    02.11.2017 16:46 Uhr
    Und du meinst tatsächlich...
    ... die Mitarbeiter sind zufrieden mit der Situation und legen sich faul hin: "Hach Geld kommt ja rein"? So etwas wie Pflichtgefühl oder "Ehre" gegenüber den Fahrgästen kann auch ein Motivator sein. Nicht immernur das schnöde Geld.
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  •   dipfele
    (5618 Beiträge)

    06.11.2017 00:21 Uhr
    Vergiss mal die Mitarbeiter....
    ..... die machen ihre Arbeit. Aber es muss der über den Fahrern stehende Überbau betrachtet werden, also von der Eigentümerseite her. Sicher wird Geld fehlen, denn die AVG Bahnen müssen tunneltauglich gemacht werden und zukünftig wird die AVG Stadtbahntunnelmaut bezahlen müssen. Die neuen Bahnen wären auch noch abzubezahlen. Insgesamt dürfte sich die Politik in Karlsruhe mit dem Stadtbahnprojekt etwas verhoben haben.
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  •   Mondgesicht
    (2170 Beiträge)

    05.11.2017 17:59 Uhr
    Dass da kein falscher Eindruck entsteht:
    Dass die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der AVG einen guten Job machen wollte ich nicht in Frage stellen. Es geht aber darum, dass die AVG von den Landkreisen und Gemeinden für volle Leistung finanziert wird - und die hat sie dann gefälligst auch zu bringen. Tut sie das nicht, so müssen die Zahlungen entsprechend gekürzt werden.

    Das Problem hat unter Casazza angefangen - und die neue Führung bekommt es nach meinem Eindruck auch nicht in den Griff. Man muss da ganz oben ansetzen, die normalen Angestellten können nichts für die Misere.
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  •   KFZfreak
    (131 Beiträge)

    05.11.2017 18:05 Uhr
    Völlig richtig
    Das Problem liegt oben, nicht bei den Fahrern o.ä.

    Und bei denen oben gibt es kein Pflichtgefühl, die einzige Pflicht die es da gibt ist die, dass das Gehalt pünktlich zum ersten da ist
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  •   dipfele
    (5618 Beiträge)

    06.11.2017 00:26 Uhr
    und dass der Posten....
    ..... erhalten bleibt bei steigendem Gehalt.
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  •   KFZfreak
    (131 Beiträge)

    05.11.2017 17:27 Uhr
    Wenn es Pflichtgefühl geben würde
    wäre der Saftladen schon längst durch motivierte Führungskräfte auf den Kopf gestellt worden. Wenn es Motivation zur Zufriedenheit des Fahrgastes gäbe, wären die Busse und Bahnen nicht alt, stinkend und unklimatisiert. Wenn es in diesem Laden Ehre gäbe, hätte man auf die Fahrpreiserhöhung verzichtet (Man ist sich ja selbst über das häufige Nicht-Erbringen von vertraglich vereinbarten Leistungen, nämlich die Beförderung von A nach Berlin zu den im Fahrplan ausgewiesenen Zeiten Zum Betrag X, im Klaren) . Dazu kommt die Unpünktlichkeitsgarantie und die jetzt schon unverschämten Fahrpreise. Solange eine Fahrt zum Europaplatz 5,90€ kostet, 1:24 dauert, in dreckigen, unpünktlichen und stinkenden Bussen und Bahnen stattfindet, ist es nur folgerichtig, dass jeder, der das kann, auf ein Kfz zurückgreift. Wie gesagt, Geldhahn zudrehen und der Laden läuft in 4 Wochen wieder voll und ganz in der Spur.
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  •   dipfele
    (5618 Beiträge)

    06.11.2017 00:31 Uhr
    also dreckig und stinkende.....
    ..... Bahnen stimmt beileibe nicht. Und wenn wirklich mal MC Müll rumfährt, dann sind es die Fahrgäste selbst die den Dreck machen.
    ME liegt das Problem im Rathaus, denn dort wird bestimmt, was die Geschäftsleitung tun oder lassen muss und an dem Klotz Stadtbahntunnel, der ohnehin die ganze Stadt finanziell lähmen wird.
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