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Karlsruhe Kommunaler Ordnungsdienst steht in den Startlöchern

Ab dem 1. April wird es ernst für Graffitischmierer und andere Schwerenöter: Dann patrouilliert nämlich der vom Gemeinderat beschlossene Kommunale Ordnungsdienst (KOD) auf den Karlsruher Straßen. Die sieben Männer und vier Frauen werden unter anderem dafür sorgen, dass im Gastronomiebereich kein Alkohol an Minderjährige ausgeschenkt wird oder auf öffentlichen Plätzen keine Sachbeschädigung stattfindet.

Dazu werden sie jeweils zu zweit unterwegs sein - hauptsächlich im Bereich der Innenstadt, aber auch auf den Grünflächen.

Am Mittwoch begrüßten Oberbürgermeister Heinz Fenrich und der Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes, Björn Weiße, die frisch "indienstgestellten" Kräfte in blauer Uniform vor dem Rathaus. Fenrich betonte dabei, dass die Fächerstadt zwar nicht als unsicher gelte, trotzdem nähmen Körperverletzungen und Sachbeschädigungen ständig zu. Die Polizei stoße deshalb an ihre Grenzen. Künftig werden die Beamten deshalb vom KOD unterstützt.

Sie treten den Dienst sozusagen als "Intervenierer" an, damit es erst gar nicht zu Problemen kommt. Denn sei es bereits zu einer Auseinandersetzung oder Sachbeschädigung gekommen, sei die Polizei weiter zuständig, erklärte Björn Weiße bei der Indienststellung. Trotzdem sind die Kräfte des KOD mit Handschellen, CS-Gas und einem Teleskop-Schlagstock ausgestattet - falls jemand Widerstand leistet.

Informiert werden können die Einsatzkräfte über die Telefonnummer 133-3366. Zuerst sollen sie montags bis samstags zwischen 9 Uhr und Mitternacht patrouillieren, an Sonn- und Feiertagen von 12 Uhr bis 20.30 Uhr. Fenrich hält einen langfristigen Ausbau des Dienstes bei Bedarf jedoch für möglich.

 

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