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Karlsruhe Körperverletzung nach Fußballspiel: VfB Knielingen weist Anschuldigungen zurück

Bei einem Jugendfußballspiel auf dem Sportplatz des VfB Knielingen kam es am Mittwochabend zu Auseinandersetzungen die in einem Körperverletzungsdelikt gipfelten. Die Beteiligten: Die Mannschaften aus Knielingen und Burbach. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Im Interview mit ka-news distanziert sich der zweite Vorstand des VfB Knielingen, Uwe Wagner, nun ausdrücklich von den Anschuldigungen.

Wie die Polizei mitteilt, kam es bereits nach der Halbzeitpause zu kleineren körperlichen Auseinandersetzungen zwischen den Jugendspielern des VfB Knielingen und dem SV Burbach. Im Zuge dieser Konflikte heizte sich die Stimmung weiter auf, sodass nach Polizeiangaben, der Trainer des SV Burbach nach einer Beleidigung das Gespräch mit der gegnerischen Mannschaft suchte.

In Folge des Wortwechsels wurde der Trainer von einem Verantwortlichen des VfB Knielingen am Hals gepackt und gewürgt. Dabei verletzte sich der Angegriffene leicht und musste in einem Krankenhaus behandelt werden.

Ergänzung, 19.31 Uhr

Was hat sich bei dem Fußballspiel des VfB Knielingen und des SV Burbach wirklich zugetragen? Der zweite Vorstand des Knielinger Vereins, Uwe Wagner, weist die Anschuldigungen, ein Verantwortlicher des VfB habe den Trainer der Gegenmannschaft gewürgt, nun vehement zurück. ka-news hat ihn im Interview zu seiner Sicht der Dinge befragt:

Hatten Sie als zweiter Vorstand davon gewusst, dass der Burbach-Trainer Anzeige erstattet hat, oder haben Sie das erst durch die Meldung in der Presse erfahren?

Ich habe es nur aus der Meldung in der Presse durch VfB-Anhänger erfahren.

Waren Sie bei dem Spiel dabei? Was ist in Ihren Augen passiert?

Ich war nicht bei dem Spiel dabei, mein Sohn spielt aber in der C-Jugend des VfB Knielingen. Ich wurde vom Trainer des VfB informiert, dass es einen Zwischenfall gab. Nach diesem Anruf informierte ich sofort per Sprachnachricht den Staffelleiter.

Was war der Auslöser? Ein nicht gegebener Elfmeter oder eine andere Entscheidung des Schiris? Was ist zwischen den Spielern passiert, die laut Polizeibericht der Auslöser für den Vorfall zwischen Burbach-Trainer und Knielingen-Verantwortlichem waren?

Der Auslöser war eine Tätlichkeit, die einer unserer Spieler begangen hat. Diese wurde auch berechtigt mit rot bestraft. Da gab es von der VfB-Seite auch keine Diskussionen .

Laut Polizei hat der Burbach-Trainer erst später Anzeige erstattet. Warum, meinen Sie, nicht aber gleich noch am Spielfeldrand?

Wenn man tätlich angegriffen wird und der Täter noch da ist, ruft man doch gleich die Polizei, damit man vor Ort die Personalien feststellt und gleich Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Man geht dann nicht noch erst zum Nachwuchs-Schiri und beeinflusst diesen noch zirka eine Stunde, was er in seinen Spielbericht schreiben soll. Wenn man verletzt ist, ruft man gleich die Polizei und geht ins Krankenhaus.

Was wird nun mit dem Verantwortlichen beim VfB Knielingen passieren? Welche Sanktionen aus Vereinssicht hat er zu erwarten?

Wir werden mit den Verantwortlichen sprechen, Zeugen hören und das Ergebnis der Polizei abwarten .Wir machen keinen Schnellschuss und dann werden wir handeln.

In kurzer Zeit sind nun zwei Trainer verletzt worden, erst am Wochenende wurde ein Trainer in Pforzheim angegriffen: Sollte Fußball nicht eigentlich die Menschen verbinden, statt sie dazu zu bringen, dass sie sich im Streit lautstark anschreien oder gar aufeinander losgehen?

Das ist sehr traurig, wenn es zu Auseinandersetzungen kommt. Ja, Sport soll die Menschen verbinden, natürlich lebt der Fußball von Emotionen, Leidenschaft und einem gewissen sportlichen Ehrgeiz. Gewalt hat hier nichts zu suchen.

Wir bedauern, dass es gestern ausgeartet ist. Da müssen sich beide Seiten an der eigenen Nase packen und sich eingestehen, dass da etwas schief gelaufen ist und nicht wieder passieren darf. Trainer wie Eltern müssen Vorbilder für ihre Kinder und ihr Team sein. Man sollte immer beide Seiten einer Medaille betrachten.

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Kommentare (13)
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  •   Türsteher76
    (1 Beiträge)

    15.10.2018 09:07 Uhr
    Kopfschütteln
    Die Jungs haben sich nicht geprügelt und der Burbacher Trainer würde auch nicht gewürgt wer erzählt so ein Zeug ?
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  •   müllermeier
    (47 Beiträge)

    12.10.2018 13:09 Uhr
    so ist es halt geworden
    weil es nicht mehr um Sport, sondern um Geld geht. Vielleicht auch, weil es zuviel "heissblütige" Spieler und Trainer gibt???
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  •   andip
    (9220 Beiträge)

    12.10.2018 15:13 Uhr
    Um Geld?
    Wie viel verdienen denn Spieler, die in der C-Jugend spielen?
    Und wie viel deren Trainer?
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  •   TrainerKA
    (2 Beiträge)

    12.10.2018 10:10 Uhr
    Jugendfussball
    Spätestens als der Trainer den Schiri belagert muss hier konsequent eingegriffen werden. Ohne die Jugendschiedsrichter würde es keinen geordneten Spielbetrieb bei den Jugendmannschaften mehr geben. Die Jungs (und Mädels) opfern ihre Freizeit und sind unter allen Umständen von den Verantwortlichen (und natürlich auch von allen Zuschauern) zu schützen!
    Ich würde mir wünschen wenn sich nach Klärung der Sachlage alle beteiligten in Ruhe zusammensetzen und die Sache vernünftig klären. Evtl-. wäre auch eine Entschuldigung aller Beteiligter beim Schiri angebracht. Optimal wäre dann noch wenn die beiden Teams ein Freundschaftsspiel vereinbaren und danach gemeinsam eine Cola trinken. Dies wäre eine Möglichkeit den Jugendliche Spielen zu zeigen wie es auch gehen kann.
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  •   TrainerKA
    (2 Beiträge)

    12.10.2018 10:01 Uhr
    Jugendfußball
    Wir alle waren bei dem besagten Spiel nicht dabei. Daher sollten wir uns mit Schuldzuweisungen und Verurteilungen zurückhalten. Natürlich gehören solche Vorfälle nicht auf den Fußballplatz schon gar nicht bei Jugendspielen.
    Offensichtlich war die Lage schon während des Spiels sehr angespannt. Zudem war hier wohl noch ein junger Schiedsrichter im Einsatz (das ist bei solchen Spielen üblich und auch richtig). Neben den beiden Trainern stehen aber in der Regel bei solchen Spielen auch noch 10 bis 15 Erwachsene als Zuschauer am Spielfeldrand.
    Wenn es schon die beiden Trainer und der Schiedsrichter (dem ich auf gar keinen Fall hier einen Vorwurf machen möchte) nicht schaffen die Lage zu beruhigen kann man doch wohl Erwarten dass bei den ganzen Erwachsenen die dort rumstehen doch zumindest einer einen kühlen Kopf bewahren kann um hier rechtzeitig einzugreifen. So etwas nennt man Zivilcourage.
    Fortsetzung folgt
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  •   Malerdoerfler
    (4652 Beiträge)

    11.10.2018 22:33 Uhr
    Fußball
    friedlich und völkerverbindend?
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  •   Rundbau-Gespenst
    (10710 Beiträge)

    12.10.2018 11:28 Uhr
    aber: ja - doch!
    Hertha und der KSC...
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  •   Route66
    (1359 Beiträge)

    11.10.2018 17:23 Uhr
    Zum k...
    mit welcher Vorbildfunktion Jugendlichen gezeigt wird, wie man Konflikte löst. Schlägern statt reden. Ganz tolle Leistung.
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  •   andip
    (9220 Beiträge)

    12.10.2018 09:17 Uhr
    Nun ja
    Bevor es zu diesem angeblichen Vorfall kam, haben die Jugendlichen sich schon selbst untereinander gekloppt.
    Wen haben die sich dann schon als Vorbild genommen?
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  •   Route66
    (1359 Beiträge)

    12.10.2018 11:14 Uhr
    Ach so
    Also dann ist ja alles gut wenn auch die Jugendlichen schon von sich aus schlägern. Dann können sich die Vorbilder ruhig auch gehen lassen.
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