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Karlsruhe Körperkult und Schönheits-OPs - Aber bitte nicht bei Jugendlichen

Es ist Weihnachtszeit - das bedeutet auch immer Wunschzeit. Vor allem Kinder und Jugendliche richten sich mit Wünschen an den Weihnachtsmann, das Christkind oder wahlweise eben die Eltern. Aber was, wenn auf dem Wunschzettel ganz oben die Brustvergrößerung steht? Bisher genügte die Zustimmung der Eltern, um Schönheitsoperationen bei Minderjährigen durchführen zu lassen. CDU und SPD wollen diese Regelung strenger gestalten - und das ist auch gut so.

Scheinbar perfekte Körper in Hochglanzmagazinen oder der Werbung, schlanke "tolle Mädchen" in Heidi Klums TV-Show "Germanys next Topmodel" oder TV-Dokumentationen über Schönheitsoperationen vermitteln nicht nur ein eindeutiges Schönheitsideal, sondern auch die Botschaft, dass Schönheit käuflich ist: "Nimm diese Creme, dann ist deine Haut schön. Verwende dieses Shampoo, dann glänzt dein Haar. Vergrößere deine Brüste und du ziehst mehr Blicke auf dich."

Der wachsende Kult um den eigenen Körper lässt manche Jugendliche die Risiken überflüssiger Operationen, die Schmerzen und körperlichen Strapazen vergessen und nur von dem "Hinterher" träumen. Die Werbung suggeriert zudem, dass ohne die passende Creme oder das richtige Mittelchen nichts ist mit der Schönheit. Und wenn selbst das nichts mehr hilft, bleibt nur noch der vermeintlich rettende Blick auf die Schönheitsoperation, die es schon richten wird.

Doch ohne Zustimmung der Eltern dürfen sich Minderjährige nicht unters Messer legen. Zu wenig Einschränkung,  finden CDU und SPD, die laut Frankfurter Rundschau eine Regelung andenken , in der kosmetische Operationen ohne medizinischen Grund bei Jugendlichen grundsätzlich verboten werden sollen.

Ein medizinischer Grund wäre zum Beispiel die starke seelische Belastung eines Kindes aufgrund seines Aussehens. Ein guter Ansatz, der für mehr Klarheit sorgt und darauf Rücksicht nimmt, dass sich Jugendliche oftmals nicht bewusst sind, dass ihr Körper sich ohnehin noch stark verändern wird. Ein Ansatz, der vielleicht auch deutlich machen kann, dass auch eine Schönheitsoperation eine Operation und damit kein Kinkerlitzchen ist.

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Kommentare (10)
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  •   jabbah
    (298 Beiträge)

    03.12.2013 08:41 Uhr
    Aber halt...
    es gibt doch da so ein lästiges Anhängsel bei den Jugendlichen, wie heisst das noch gleich???...ich glaube...Ach ja..."Eltern"...oder so... @Jugendliche: Diese "wandelnden Brieftaschen"...Ihr erinnert Euch??
    Natürlich tut Ihr das...spätestens dann, wenns Kohle gibt,hm???
    Sollte dieses ganze Galama eigentlich nicht im Erziehungsauftrag geregelt sein??? Eigentlich ein Armutszeugnis für die komplette Elterngeneration, dass so etwas gesetzlich verankert werden muss...
    Und diesen ganzen ewig fordernden, überversorgten Leistungsverweigerern würde ich vorschlagen, doch mal nen Monat auf die Phillipinen zu fliegen um auch mal zu erfahren, was echtes Leid und Probleme eigentlich bedeuten...
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  •   Daxlander
    (742 Beiträge)

    03.12.2013 06:21 Uhr
    religiöse Operationen
    Da sich einige Götter / Religionsgelehrte nur an den beschnittenen Genitalien von Kindern erfreuen können, fallen diese '' Schönheitsoperationen '' dann wohl auch unter dieses Gesetz.
    Aber wahrscheinlich fehlt mir da im 21. Jahrhundert wieder der historische Kontext
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  • unbekannt
    (11392 Beiträge)

    02.12.2013 18:59 Uhr
    Schönheits-OPs
    Manche sollten sich lieber Hirn einpflanzen lassen, dann wäre diese Diskussion überflüssig. Im Grunde ist mir egal, was die treiben. Ob se sich jetzt mit 14 oder erst mit 18 die Nase korigieren lassen, sollen se doch... Das gibt sicherlich mal die Elite...

    Ich weiß jetzt nicht, was ich besorgniserregender finden soll - Eltern, die sowas zustimmen oder Jugendliche, die solche Wünsche überhaupt erst formulieren. Zeichen einer dekadenten Gesellschaft...

    Aber mit verbieten kommt man da ja auch nicht weiter und dann machen ses halt drei Jahre später... und den Fernsehsendern kann man auch nicht vorschreiben, welche Sendungen sie erfinden...
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  •   CurlChaos
    (680 Beiträge)

    02.12.2013 16:38 Uhr
    gefährliches Thema
    ich bin eigentlich auch dafür, das zu verbieten, aber was ist mit den Teenies, die unbedingt trotzdem eine OP haben wollen? Die fahren dann ins Ausland, wo es ohnehin billiger ist und sind dann eventuell ein ganzes Leben lang verstümmelt und unser Sozialsystem muss das auffangen. Daher ist das wirklich zu überlegen, ob man den Teenies hier den Zugang zu qualitativ hochwertigen Ärzten verwehren soll.

    Ich denke, es bringt viel mehr, am öffentlichen Ansehen von Schönheits-OPs zu arbeiten. Da könnte man etwa damit anfangen, dass bei den Fernsehsendern nicht ständig Botox- und Silikon-aufgeblasene Leute in den Talkshows zu sehen sind, die sich für was Besseres halten, ohne wirklich jemals irgendwas geleistet zu haben ("Botox-Boys" etc.) Das ist das absolut falsche Zeichen, derartige medizinische Eingriffe in den Körper als "Lifestyle" anzupreisen. Solange unsere Gesellschaft das schönredet oder gar noch hochlobt, sind unsere Kinder die Opfer, nicht die Täter.
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  •   andip
    (10478 Beiträge)

    02.12.2013 15:20 Uhr
    Dem
    kann man nur zustimmen.
    So lange der Körper einer Jugendlichen noch nicht vollständig ausgewachsen ist,kann man sowieso nicht beurteilen,wie der mal aussehen wird.
    Und was sind das für Eltern,die so einer OP einfach mal zustimmen? Vor allem,weil die auch nicht gerade billig ist und nicht von der Kasse bezahlt wird.
    Auch sollte der Begriff "medizinischer Grund" genau definiert werden.
    Seelische Belastungen ist wiederum ein ziemlich wachsweicher Ausdruck,da kann man wieder alles hineininterpretieren.
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    02.12.2013 17:50 Uhr
    Tja,
    vermutlich gibt es genügend Eltern die über ausreichend Geld und wenig Grips verfügen, sonst müsste diese Diskussion gar nicht geführt werden.
    Aber die Verführer sind natürlich die Medien aller Art und Chirurgen skrupellos und geldgeil, sonst würden sie sich weigern solche Operationen durchzuführen.
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  • unbekannt
    (11392 Beiträge)

    02.12.2013 19:01 Uhr
    Verführer
    Lernt die heutige Jugend eigentlich nicht mehr, nur mal für fünf Pfennig nachzudenken? Saugen die das wirklich alles so unkritisch auf?

    Oder reden wir hier jetzt von ein paar Vollidioten, die besonders hirn- und verantwortungsbefreit sind? Andernfalls ist der Mist ja auch ziemlich teuer, also kanns die klassische Unterschicht auch nicht sein.

    Naja, beschuckte Gesellschaft... ich glaub, ich zieh nach Kroatien...
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  •   alpinium
    (5601 Beiträge)

    02.12.2013 21:51 Uhr
    Die Kids können nicht
    für 5 Pfennig nachdenken, die wissen gar nicht was das ist.
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  • unbekannt
    (11392 Beiträge)

    02.12.2013 19:08 Uhr
    Ich will nimmer...
    Langsam komme ich mir in dieser Gesellschaft vor wie in einem Käfig voller Affen und Vollidioten... Ne Freilichtirrenanstalt mit 357.000 km² Grundfläche...

    Schönheits-OPs, blind über Straßen und Gleise latschen, keinen deutschen Satz mehr beherrschen, Mangel an einfachster Allgemeinbildung... die sollen mal in die Rentenkasse einzahlen? Und die werden älter und werfen später noch mehr verblödeter Kinder, die sie so erziehen...

    So weit sind wir schon, daß sich Jugendliche unters Messer legen lassen, weil irgendwelche "Superstars" das tun... ich fands ja schon beknackt, als das mit den Modetattoos und Piercings aufkam, aber das wird ja immer bekloppter hier... was kommt in 10 Jahren? Zieht sich dann jeder nen Knochen durch die Nase, weils in DSDS kommt?

    Verblödetes Volk...
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  •   alpinium
    (5601 Beiträge)

    02.12.2013 21:57 Uhr
    Das was in der Freilichtirrenanstalt mit 357.000 km² Grundfläche
    so alles passiert kommt fast eins zu eins aus einer größeren Freiluftanstalt mit 9.629.091 km², heißt USA. Braucht uns also nicht zu wundern, die Kids bekommen den Blödsinn bei MTV und Viva eingeblasen.
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