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Karlsruhe Keine "verstaubte Amtsstube": In Karlsruhe ensteht neues Finanzamt für 25 Millionen Euro

An der Durlacher Allee entsteht das neue Finanzamt für Karlsruhe-Stadt. Die Baugrube ist schon ausgehoben, der Boden verdichtet. Am Freitag sprachen die Verantwortlichen sowie Oberbürgermeister Frank Mentrup bei der Grundsteinlegung über ihre hohen Erwartungen in das Projekt.

"Der Neubau des Finanzamtes ist ein besonders gut gelungenes Beispiel für drei Themen, die uns gerade sehr bewegen." So beginnt Oberbürgermeister Frank Mentrup seine Rede anlässlich der Grundsteinlegung für den Neubau des Finanzamtes Karlsruhe-Stadt. Zusammen mit der Staatssekretärin des Ministeriums für Finanzen Baden-Württemberg Gisela Splett und der Oberfinanzpräsidentin der Oberfinanzdirektion Karlsruhe Andrea Heck legt Mentrup am Freitag, 20. Juli, auch im Namen aller Verantwortlichen feierlich den Grundstein für den Neubau. 

Beispiel für Zusammenarbeit von Stadt und Land

Der Bau stehe zum Einen beispielhaft für die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land, die nach Aussage des Oberbürgermeisters gerade in der letzten Zeit nicht immer reibungslos funktioniert hat. Zum Anderen zeige das Bauvorhaben, wie wichtig eine gute Nachverdichtung sei. "Durch den Umzug des Finanzamtes erschaffen wir neue Räume in der Stadt, die eine Entwicklung der Stadt selbst zur Folge hat", so der SPD-Politiker.

Grundsteinlegung Finanzamt-Neubau
Die Baugrube ist bereits ausgehoben und die Wände mit Stahlplatten verstärkt. | Bild: Alexander Hammer

Zuletzt lobte Mentrup in einem "Plädoyer für den Wettbewerb" die Planung des Bauprojektes selbst. Der zuvor ausgerufene Architekturwettbewerb um die Auftragsvergabe habe ihn sehr beeindruckt: "Ich finde es wunderbar, dass hier so viel Arbeit und Qualität investiert wird."

Neubau soll 25 Millionen Euro kosten

Dass Arbeit und Qualität allein als Investition nicht reichen werden, macht Gisela Splett deutlich: "25 Millionen Euro soll der Neubau des Finanzamtes kosten. Eine Risikovorsorge von 1,8 Millionen Euro ist zusätzlich eingeplant."

Finanziert wird das Bauvorhaben durch den Verkauf des aktuellen Gebäudes am Karlsruher Schlossplatz. Der umfangreiche Sanierungsbedarf des Altbaus habt letztendlich zur Entscheidung für einen Umzug geführt, sagt Oberfinanzpräsidentin Andrea Heck. "Mit der Grundsteinlegung biegen wir nun auf die Zielgerade ein."

Grundsteinlegung Finanzamt-Neubau
Oberfinanzpräsidentin Andrea Heck bei ihrer Rede vor der Grundsteinlegung. | Bild: Alexander Hammer

Raum für 300 Arbeitsplätze

Der Neubau an der Durlacher Allee befindet sich in direkter Nachbarschaft zu Wohngebäuden sowie dem Karlsruher Polizeipräsidium. Wo jetzt 300 moderne Arbeitsplätze auf sechs Stockwerken entstehen, befand sich früher die Parfümerie- und Toilettenseifenfabrik Wolff & Sohn GmbH.

Die mit der Kosmetikmarke Kaloderma berühmt gewordene Firma stellte 1974 ihre Produktion ein. Bevor 2014 das Polizeipräsidium Karlsruhe in das ehemalige Fabrikgelände zog, beherbergte es die Landespolizeidirektion. Nun sollen hier in eineinhalb Jahren die ersten Mitarbeiter ihre Büros beziehen können. "Ein sehr ehrgeiziges Ziel", findet Ursula Orth, Leiterin des Amts Karlsruhe des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg.

"Verstaubte Amtsstuben wird es nicht mehr geben"

Grundsteinlegung Finanzamt-Neubau
So soll das Areal einmal aussehen. | Bild: Alexander Hammer

Mit dem Bauprojekt will die Stadt den Mitarbeitern des Finanzamts maßgeschneiderte Arbeitsplätze anbieten. "Dadurch soll ein perfektes Umfeld für ein freundliches Arbeitsklima geschaffen werden", erläutert Heck. Auch die Raumgestaltung wird sich deutlich von der im alten Gebäude unterscheiden. "Wir werden fast komplett akten- und papierlos arbeiten können", betont Heck. "Dadurch wird es das Klischee der verstaubten Amtsstuben künftig nicht mehr geben."

Heck hebt außerdem hervor, dass der Neubau auch das Aushängeschild des Finanzamts für kommende Auszubildende sein wird. Einen schönen Arbeitsplatz will schließlich jeder haben, so die Oberfinanzpräsidentin. "Es wäre ein Traum, wenn die Menschen bald hier vorbeikommen und sagen können: 'Hier will ich arbeiten!'"

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  •   ramius
    (177 Beiträge)

    21.07.2018 12:28 Uhr
    Architekturwettbewerb?
    Zitat von Melissa Betsch Zuletzt lobte Mentrup in einem "Plädoyer für den Wettbewerb" die Planung des Bauprojektes selbst. Der zuvor ausgerufene Architekturwettbewerb um die Auftragsvergabe habe ihn sehr beeindruckt: "Ich finde es wunderbar, dass hier so viel Arbeit und Qualität investiert wird."


    Wofür wird ein Architekturwettbewerb durchgeführt wenn das Ergebnis ein Bauklotz ist, den auch ein dreijähriger hätte bauen können?

    Wieso hat das Gebäude noch nicht einmal eine Solaranlage?
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  •   Hartz4Bomber
    (619 Beiträge)

    21.07.2018 12:02 Uhr
    Von mir kriegen
    die schon seit Jahren nix mehr.* grinsen

    *zumindest nicht direkt
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  •   samsonsulzbach
    (449 Beiträge)

    21.07.2018 11:20 Uhr
    Noch enger, noch dichter....
    Wie dicht will man denn noch bauen? Dort steht bereits ein Polizeipräsidium mit mehreren hundert Beschäftigten und ein Polizeirevier (Oststadt), wo beruflich bedingt viele Fahrzeuge vorhanden sind. Den Beschäftigten hat man UNTERSAGT mit Privatfahrzeugen auf´s Gelände zu fahren, Parkplätze sind außerhalb zu suchen! Da ja nicht jeder mit der Bahn (= Ausfälle/Verspätungen/etc. hahaha) kommen will, sind platzlich in der Oststadt enorme Verschlechterungen zu spüren. Für das Polizeipräsidium werden neue Schranken / Rolltore / Sicherheitszäune installiert, um den Beamten was vorzugauckeln.....dass aber die Unterbringung für die Polizei in uralten Räumen mit uralten Sanitäranlagen/Duschen erfolgt (..gab auch schon tagelang Ausfall der Toilettenanlagen...), während das Land BW für die Stadt KA ein nagelneues Finanzamt baut...? Es ist schon eine Schande, wie das Land mit ihren Beschäftigten umgeht...
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  •   likeka
    (445 Beiträge)

    22.07.2018 11:04 Uhr
    Das Finanzamt gehört dem Land!
    Das Finanzamt ist Eigentum des Landes. Die Beschäftigten sind Landesbeamte und -angestellte.
    Da wird nichts für die Stadt gebaut.
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  •   Chris23
    (251 Beiträge)

    21.07.2018 12:46 Uhr
    Noch flacher
    noch weiter bauen sorgt nur für fehlenden Platz und lange wege, die man wiederum (oft) mit dem Auto zurücklegen muss. Hoch und Zentral bauen reduziert die Wege, an Punkten die gut an die Infrasrturktur angeschlossen sind und einen Verzicht auf PKW verkehr ermöglichen. Übrigens auch mit dem PKW kommt man selten pünklich durch, das nimmt sich nicht zu dem Bahnverspätungen.
    Wenn du weit baust, müssen trotzdem die meisten noch in die Stadt nur wohnen die dann in der Pfalz oder in Bruchsal zwinkern
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  •   müllermeier
    (56 Beiträge)

    21.07.2018 10:56 Uhr
    Brauchen wir diesen Bunker?
    Akten- und papierlos arbeiten - für was braucht man dann solch ein grosses Amtsgebäude?
    Raus aus der City - die Innenstadt stirbt also doch aus, aber Hauptsache die Leute aus Dingsbumshausen fahren mit der Bahn durch Karlsruhe DURCH. Und die Finanzierung ist der Hit. 2,5 Mio durch den Verkauf des alten Gebäudes.Super. Ob es überhaupt schon einen neuen Eigentümer gibt?
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  •   likeka
    (445 Beiträge)

    22.07.2018 11:00 Uhr
    L-Bank
    Ob die City jetzt ausstirbt, nur weil das Finanzamt wegzieht, sei mal dahingestellt. Neuer Eigentümer ist übrigens die L-Bank.
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  •   Sackgesicht
    (182 Beiträge)

    20.07.2018 23:40 Uhr
    25000000 €
    ... ich tippe mal auf 48750000€ Endsumme.
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  •   Hüttenkäse
    (421 Beiträge)

    20.07.2018 19:54 Uhr
    Blabla mit noch höher bauen...
    Der Bunker wird die Blockrandbebauung schon jetzt um gut zwei Meter überragen und außerdem planen die Superarchitekten an gleicher Stelle noch mal denselben Prügel unmittelbar an den ersten Schuhkarton für das vielleicht irgendwann kommende Durlacher Finanzamt dran zu setzen.

    Attraktive Arbeitsplätze sind das dann allenfalls noch für ein paar Käfighamster. Alles in allem uninspirierter Mist, den unsere städtebaulich Verantwortlichen da mal wieder bauen...
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  •   likeka
    (445 Beiträge)

    21.07.2018 01:17 Uhr
    Anscheinend aber der "beste Mist"
    Es gab einen Wettbewerb. Dieser Entwurf scheint also der beste gewesen zu sein. Außer dem einen Rendering kenne ich keine Pläne, von daher kann ich zum Entwurf an sich wenig sagen.
    Bauherr ist das Land BW, da kann die Stadt jetzt nicht soo großartig eingreifen.
    Der "zweite Klotz" soll übrigens, wenn er denn kommt, näher Richtung Polizeipräsidium, also möglichst weit von der Wohnbebauung weg.
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