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Karlsruhe Karlsruher Zoo: So geht es mit dem Elefantenhaus weiter

Das Elefantenhaus im Karlsruher Zoo soll künftig ausschließlich als Residenz für ältere Elefanten genutzt werden. Nach dem aktuellen Säugetiergutachten, ist die Anlage für Jungtiere nicht mehr geeignet. Den ersten Senioren-Zuwachs sollen die drei Karlsruher Elefantendamen Shanti, Jenny und Rani zu Beginn des kommenden Jahres aus Berlin erhalten.

Die Elefantenanlage im Karlsruher Zoo entspricht nicht den Empfehlungen des Säugetiergutachtens für eine artgerechte Haltung. Zwar wurde in jüngerer Vergangenheit das Winterhaus eingeweiht. Jedoch sorgen die begrenzten Außenflächen dafür, dass die Anlage für die Haltung junger Tiere nicht in Frage komme, so die Stadt in einer Pressemitteilung.

 

Karlsruher Tierpfleger kennen Neuzugänge bereits

"Für weniger agile Tiere ist das Gehege aber durchaus noch geeignet", heißt es vonseiten Stadt. Der Zoo Karlsruhe stelle seine Elefantenanlage daher als Altersresidenz für Elefanten dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) zur Verfügung, so der kommissarische Zooleiter Clemens Becker.

Denn neben Jungbullen-Gruppen, mit dem sich der Heidelberger Zoo in das Förderungsprogramm einbringt, zeichne sich bei der aktuellen Umstellung der Elefantenhaltung insbesondere in den nächsten 15 Jahren ein großer Bedarf an Plätzen für ältere Tiere ab.

Anfang nächsten Jahres sollen sich den drei Elefantenkühen Rani, Shanti und Jenny daher auf Vorschlag des EEP-Koordinators zwei Elefantenkühe aus dem Tierpark Berlin hinzugesellen: Die 41 Jahre alte Luise und die 34-jährige Astra kommen von der Haupt- in die Fächerstadt. Die Karlsruher Tierpfleger haben die Neuzugänge für die "Seniorinnen-Wohngemeinschaft" bereits bei einem Aufenthalt im Tierpark Berlin kennengelernt.

Für die Tierhaltung im Zoo ist eine tierschutzrechtliche Erlaubnis erforderlich. Diese wird durch die Amtsveterinäre im Ordnungsamt erteilt. Dabei sei das Säugetiergutachten Richtschnur zur Beurteilung der artgemäß und verhaltensgerechten Haltung der Tiere, wie der Vertreter des Ordnungsamts im Ausschuss mitgeteilt hatte.

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  •   Kroeterich
    (61 Beiträge)

    16.12.2014 19:49 Uhr
    Tierchtler - Nachdenken!
    Da sich hier mal wieder überwiegend die Zoohasser, namentlich radikale Tierrechtler mit unreflektierten Parolen wie "Tiergefängnis" melden: Sicher ist die Karlsruher Elefantenhaltung nicht mehr das Gelbe vom Ei; eine Gruppenhaltung mit Bullen und mehreren Mutter-Kind-Untergruppen wäre natürlich am Besten. Die Planungen für ein neues Elefantenhaus hätten wenigstens einen Schritt dorthin bedeutet, das war der Stadt aber zu teuer. Statt nun ganz aufzugeben und die letzten Tiere abzuschieben ist ein Umbau für die Aufnahme alter Tiere doch optimal. Die Zirkus-Gegner warten ewig auf eine Auffangstation für Beschlagnahmungen. Wollen die Zoo-Gegner das nun verhindern?
    Und für alle "Freiheits"-Schreier: Informiert euch mal, wo es "freilebende" asiatische Elefantenh gibt! In den meisten Staaten Süd-/Südostasiens gibt es schon keine mehr, die restlichen sind auf kleinste Gruppen in Nationalparks beschränkt, die sich nicht dauerhaft halten und zudem gewildert werden. Soviel zur "goldenen Freiheit!
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  • unbekannt
    (12 Beiträge)

    16.12.2014 15:57 Uhr
    Elefanten gehören in die Natur
    und nicht in einen Zoo!

    Das einsperren von unschuldigen wilden Tieren in ein Gefängnis ist ein Skandal!
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  •   SagMalWas
    (328 Beiträge)

    16.12.2014 10:17 Uhr
    Ich hoffe
    es dauert nicht mehr lange, bis alle verstanden haben, dass ein Zoo durch nichts zu rechtfertigen ist.
    Auch wenn es uns heute kaum mehr nachvollziehbar erscheint, so war eine "Völkerschau" bis in die Mitte des 20.ten Jahrhunderts gesellschaftlich genau so akzeptiert, wie es Zoos heute sind.
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  •   Kroeterich
    (61 Beiträge)

    16.12.2014 19:56 Uhr
    Quatsch
    1. Es gibt sehr viele gute Gründe für Zoos, einfach mal informieren und nicht radikale Tierrechts-Parolen nachplappern
    2. Völkerschauen waren ethnologische Schaustellungen mit bezahlten Darstellern. Muss man im histoischen Kontext sehen.
    3. "Mitte des 20. Jds"?? Völkerschauen wurden 1933 von den Nazis verboten... - damit blos niemand etwas vom wahren Leben fremder Völker lernen sollte.
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  •   SagMalWas
    (328 Beiträge)

    16.12.2014 20:48 Uhr
    Lieber Zoofreund Kroeterich
    1. Bin ganz alleine zu dem Schluss gekommen, dass ein Zoo durch nichts zu rechtfertigen ist.
    2. Genau, diese Menschen waren bestimmt ganz darauf versessen, ihre Kultur "zur Schau zu stellen" in etwa vergleichbar mit den Bayern und dem Oktoberfest, was bekanntlich auch ein weltweiter Exportschlager ist.
    Und in 50 Jahren werden die Leute sagen, dass man das mit den Zoos halt im gesellschaftlichen Kontext sehen muss...
    3. Oh mein Gott. Ich habe mich um 10 Jahre vertan. Unverzeihlich. Verglichen mit den (Achtung! nur geschätzt, könnte +/- ein paar Jahre sein) 2 Millionen Jahren der Menschheitsgeschichte hat sich der Mensch dann natürlich in diesen 10 unterschlagenen Jahren bestimmt enorm weiterenwickelt.
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  •   Kroeterich
    (61 Beiträge)

    17.12.2014 09:52 Uhr
    Reine Polemik
    Ihre Antwort zeigt, dass Sie nur polemisch können. Sachlich und inhaltlich hatten Sie leider nichts neues beizutragen.
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  •   SagMalWas
    (328 Beiträge)

    17.12.2014 11:10 Uhr
    Richtig!
    Polemisieren heißt, gegen eine (bestimmte andere) Ansicht zu argumentieren. Der Polemiker sucht nicht zwingend den Konsens, sondern versucht im rhetorischen Wettstreit seinen Argumenten zum Durchbruch zu verhelfen
    Danke! Vor allem wenn ich mir die Liste der bekannten Polemiker anschaue grinsen

    Sie sagen Völkerschauen (übrigens nur ein Beispiel, bitte nicht darin verbeissen) müssen im historischen Kontext gesehen werden.
    Sie stimmen mir also zu, dass es bei uns in den wenigen Jahren seither enorme Gesellschaftliche Fortschritte gab, in Richtung freiheitlich demokratische Grundordnung, Menschenrechte und auch verstärkt Tierrechte. Daher hoffe ich dass es in den kommenden Jahren weitere Fortschritte geben wird und man die bisherige Anstrengungen (wenn auch gut gemeint) als das erkennt, was sie sind. Wenig effektiv, auf lange Sicht nicht hilfreich, teuer, für einzelne Tiere traurig und unwürdig.
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  •   Kroeterich
    (61 Beiträge)

    17.12.2014 15:19 Uhr
    Polemik...
    Aha, ein ganz Spitzfindiger. Da Sie ja so gern mit gesellschaftlichen Änderungen argumentieren und aus der Wikipedia klauen: "Der Begriff hat historisch einen Wandel erfahren," und aus dem Duden: "scharfer, oft persönlicher Angriff ohne sachliche Argumente". In Ihrem Verständnis von Polemik sind Sie also im vorvorigen Jahrhundert, und leider mit Ihren dürftigen Argumenten auch. Diese würden höchstens bei Menagerien treffen, nicht aber bei modernen Zoos, die sich dem Tier-, Natur- und Artenschutz verschrieben haben.
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  •   SagMalWas
    (328 Beiträge)

    17.12.2014 17:58 Uhr
    Vorzugeben
    Argumente scheinen ihnen wichtig, aber sich dann (und jetzt nach moderner Interpretation) auf eine polemische Ebene zu begeben, indem sie anderen einfach mal unterstellen, dass sie nicht informiert sind oder nachplappern und darüber hinaus postulieren, dass ihre Ansicht die einzig Wahre ist?
    "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus."
    Sich dann darüber beschweren ist unsportlich zwinkern

    Egal ob man Völkerschauen (und von mir aus ersetzten sie dies durch Leibeigenschaft oder Slavenhaltung) nun in historischem Kontext sieht oder nicht, sie waren gesellschaftlich anerkannt und sind es heute nicht mehr.
    Und wie gesagt ist es meine Hoffnung, dass man von Zoos in nicht so ferner Zukunft das gleiche sagen kann.

    P.S. Zitieren und verlinken ist nicht klauen. Oder haben sie aus dem Duden geklaut?
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  • unbekannt
    (12 Beiträge)

    16.12.2014 16:01 Uhr
    in den Niederlanden haben Sie einen Anfang gemacht
    und Wildtiere im Zirkus verboten.

    Zoos sollten als nächstes dran sein.
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