Karlsruhe Karlsruher ViDia-Kliniken erhöhen Anzahl ihrer Intensivbetten

Die vier Karlsruher ViDia-Kliniken stellen sich um: Angesichts der Corona-Situation werden die Intensivkapazitäten erhöht, andere Operationen - sofern medizinisch vertretbar - hinten angestellt. Der Klinikverbund hat wie auch das Städtische Klinikum Karlsruhe dem Nachbarland Frankreich seine Hilfe angeboten. Neben der Behandlung der Covid-19-Fälle muss jedoch auch die Notfallversorgung sichergestellt sein.

An allen vier Standorten der ViDia-Kliniken in Karlsruhe – der St. Vincentius-Kliniken in der Südendstraße und in der Steinhäuserstraße, die St. Marien-Klinik in der Edgar-von-Gierke-Straße und das Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr – wurden die planbaren Eingriffe und Behandlungen auf ein Minimum reduziert. Somit konnten am vergangenen Wochenende zusätzliche Kapazitäten für die Behandlung von Corona-Infizierten bereitgestellt werden.

Notaufnahme in den ViDia-Kliniken. | Bild: tor

Wie bereits das Städtische Klinikum haben nun auch die ViDia-Kliniken den französischen Nachbarn Hilfe angeboten. "Derzeit behandeln wir vier Corona-Patienten in unseren Kliniken. Für die Betreuung einer steigenden Zahl von Corona-infizierten Patienten, haben wir die entsprechenden Vorbereitungen getroffen und unsere Intensivkapazitäten erhöht", so Professor Lehmann, Vorstand der ViDia Kliniken. "Außerdem haben wir uns mit den Kollegen im Städtischen Klinikum auf kurzfristige Absprachen und gegenseitige Unterstützung bei Engpässen verständigt."

Eine weitere Regelung gilt bereits seit 15 März: Die ViDia-Kliniken haben ein generelles Besuchsverbot erlassen - zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter. Die Pforten der vier Standorte der ViDia Kliniken werden bei der Zulasskontrolle von externem Sicherheitspersonal unterstützt, teilt der Klinikverbund in einer Pressemeldung mit. 

Notfallversorgung in der Region muss sichergestellt sein

Neben der Vorbereitung auf die Versorgung von Corona-Patienten, stellen die ViDia Kliniken die Notfallversorgung in der Region sicher. "Die Notfallversorgung in der Region muss gesichert bleiben, damit wir Schwerstverletzte und Notfälle schnellstmöglich behandeln können", erklärt Michael Henrich, Direktor der Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin. Sein Team der Anästhesie stellt die gesamte ärztliche Besetzung des DRF-Rettungshubschraubers Christoph 43 sicher.

(Symbolbild)
(Symbolbild) | Bild: Thomas Riedel

Die Seelsorge der Kliniken hat auf die Absage aller Gottesdienste mit einem digitalen Angebot für Patienten reagiert und bietet an sechs Tagen in der Woche einen geistlichen Impuls an, der entweder über das Patienten-Radio oder Patienten-TV live übertragen wird.

Die vier Krankenhaus-Kapellen bleiben weiterhin für das persönliche Gebet zugänglich. Außerdem hat die Klinikseelsorge eine Hotline für die Mitarbeitenden der ViDia-Kliniken eingerichtet.

Pizza und Süßigkeiten für die Belegschaft

"Bei all der Anspannung und Belastung, denen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insbesondere in der Pflege und Ärzteschaft ausgesetzt sind, erleben wir derzeit eine unglaubliche Motivation und Bereitschaft zur gegenseitigen Unterstützung", betont Vorstand Richard Wentges. "Auch die Solidarität aus der Bevölkerung tut gut.

Unzählige Dankes-Nachrichten gehen bei uns ein, das Personal auf Station wird mit Pizza-, Saft- und Süßigkeiten-Lieferungen, freiem Kaffee und Applaus beim Betreten der Klinik unterstützt."

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Corona-Virus in Karlsruhe: Der Corona-Virus breitet sich aus: Alle Zahlen der Infizierten, Schutzmaßnahmen, Absagen von Veranstaltungen und weitere Informationen für Karlsruhe und die Region in diesem Dossier.
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