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Karlsruhe Karlsruher Stadtwerke: So schützen Sie sich vor Betrügern an der Tür!

Am Dienstag wurde eine 89-jährige Frau von zwei Männern an der Tür überfallen, welche vorgaben, Mitarbeiter der Karlsruher Stadtwerke zu sein. Obwohl die Rentnerin noch den Dienstausweis forderte, waren die Betrüger schneller, gelangten in die Wohnung und beraubten die Frau. Es ist nicht der erste Betrugsfall dieser Art. Auf ka-news-Anfrage äußert sich jetzt das Unternehmen selbst zu der Masche und gibt Tipps zum Schutz an der Tür.

Seit November 2014 wurden der Karlsruher Polizei drei Fälle bekannt, in denen sich Betrüger als Mitarbeiter der Stadtwerke ausgegeben haben. "Bei gravierenden Betrugsfällen werden wir direkt telefonisch von der Polizei informiert", erklärt Stadtwerke-Sprecherin Gerda Willig im Gespräch mit ka-news. Von Vorfällen wie dem in Grünwinkel erfahre man in der Regel sehr schnell.

An diesen Merkmalen erkennt man Stadtwerke-Mitarbeiter

"Dort hat die ältere Dame vorbildlich reagiert, indem sie sich den Dienstausweis zeigen lassen wollte. Nur leider wurde sie dann überrumpelt und die Täter haben sich trotzdem Zugang zur Wohnung verschafft", bedauert Willig. Sich bei Bedenken den Dienstausweis zeigen zu lassen, dazu rät auch die Karlsruher Polizei. "Bei großen Skrupeln ist es auch ratsam, die Türe zunächst geschlossen zu halten und bei dem vorgegebenen Unternehmen anzurufen und sich eine Auskunft über den Mitarbeiternamen geben zu lassen", so ein Sprecher der Polizei gegenüber ka-news.

Der Ausweis der Stadtwerke-Kollegen sei, so Willig, mit einem Passfoto versehen, sodass man die Person eindeutig identifizieren könne. Ein zweites Merkmal sei die blaue Dienstkleidung. Sie ist entweder mit einem weißen Stadtwerke-Logo oder einem roten Netzservice-Logo versehen. Ein weiteres Indiz für den Besuch des echten Kundenservices: Stadtwerke-Mitarbeiter sind zu einem Großteil der Fälle einzeln unterwegs.

"Zum Glück sind Fälle, bei denen sich Betrüger als unsere Mitarbeiter ausgeben, immer noch relativ selten, wobei jeder einzelne Fall natürlich bedauernswert ist. Nach Berichten von einem solchen Vorfall sind die Kunden natürlich sensibilisiert und lassen sich öfter den Ausweis zeigen, bevor sie unsere Mitarbeiter zum Ablesen der Zähler in ihre Wohnung lassen", meint Willig weiter. Über die richtigen Reaktionen, wenn sich Kunden bedroht fühlen, informiert das Unternehmen eigenen Angaben nach auf seiner Homepage oder im Kundenmagazin.

"Häufen sich Meldungen über Personen, die sich im Namen der Stadtwerke unbefugten Zugang zu Wohnungen verschaffen, geben wir in der Regel eine Presseinformation heraus und weisen auf die Dienstkleidung und den Dienstausweis hin", so die Stadtwerke-Sprecherin. Es sei auch schon vorgekommen, dass Betrüger behauptet haben, sie müssten den Stromzähler auf Ökostrom umstellen - "so etwas ist technisch unmöglich."

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