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Karlsruhe Karlsruher Sperrmüll: So werden Sie künftig Ihr altes Sofa los

Wie soll der Sperrmüll in Karlsruhe abgeholt werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Stadt seit knapp zwei Jahren. Am Dienstag hat der Karlsruher Gemeinderat nun über die Sperrmüll-Abholung entschieden. Die Karsruher haben künftig zwei Möglichkeiten, ihren Müll loszuwerden.

In einem Pilotprojekt wurde in den vergangenen zwei Jahren in acht Stadtteilen die Variante "Sperrmüll auf Abruf" getestet. In den restlichen Stadtteilen wird der sperrige Müll noch zu festgelegten Terminen abgeholt.

Mit dem "Sperrmüll auf Abruf" machte die Stadt durchaus positive Erfahrungen. "Ein verbessertes Stadtbild, weniger Verschmutzungen, höhere Kundenzufriedenheit, weniger Sicherheitsprobleme für Passanten und weniger Sonderabfälle oder Elektronikschrott, die nicht zum Sperrmüll gehören. Auch der sogenannte 'Sperrmülltourismus' konnte in diesen Stadtteilen nicht beobachtet werden", heißt es dazu in der Beschlussvorlage der Stadtverwaltung.

Karlsruhe geht den Mittelweg

Die Stadt hat im Anschluss vier Varianten geprüft und favorisiert nach Abwägung aller Vor- und Nachteile die sogenannte Variante D. Bei dieser Variante erfolgt die Abholung einmal pro Jahr über Straßensperrmüll. Ebenso können die Bürger einmal im Jahr "Sperrmüll auf Abruf" in Anspruch nehmen. Die Karlsruher Stadträte stimmten in ihrer Sitzung am Dienstagmittag einstimmig für diese Misch-Variante: Straßensperrmüll und Sperrmüll auf Abruf im gesamten Stadtgebiet. Damit folgen die Stadträte auch der Empfehlung des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit. Die Kosten für diesen Kompromiss liegen bei rund 1,6 Millionen Euro pro Jahr.

Der neue Mittelweg bedeutet: Die Abholung erfolgt im ganzen Stadtgebiet einmal im Jahr per Straßensperrmüll. Zusätzlich sollen Karlsruher einmal jährlich "Sperrmüll auf Abruf" beanspruchen können. Jeder Bürger kann somit zwei Mal im Jahr seinen Müll loswerden. "Dieses Modell ist eine Verbesserung, da man einmal im Jahr seinen Müll ohne große Formalitäten raus stellen kann und ein weiteres Mal bei Bedarf einen persönlichen Termin mit dem Amt für Abfallwirtschaft vereinbaren kann", erklärte Umweltbürgermeister Stapf kürzlich in einem Pressegespräch die Haltung der Stadtverwaltung.

Hintergrund bei ka-news:

Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung vom 24. Juli 2012 beschlossen, in mehreren Testgebieten "Sperrmüll auf Abruf" durchzuführen. Seit 2013 wurde die Variante in insgesamt acht Stadtteilen getestet. Rund 40 Prozent der Karlsruher Bürger konnten seit 2014 die Abhol-Variante testen. Dabei konnten die Betroffenen zweimal im Jahr ihren Sperrmüll nach telefonischer Terminvereinbarung abholen lassen.

Die Stadtverwaltung konnte nach eigener Aussage feststellen, dass "Sperrmüll auf Abruf" positiv angenommen wurde. Bei "Sperrmüll auf Abruf" lag die Erfassungsmenge bei 17 Kilogramm Sperrmüll pro Einwohner - bei der Variante "Straßensperrmüll" lag sie bei rund 24 Kilogramm pro Einwohner.

Hier finden Sie die ausführliche Beschlussvorlage der Stadtverwaltung (Link führt zu PDF auf Webseite der Stadt Karlsruhe)

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Kommentare (12)
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  •   Bubble
    (231 Beiträge)

    01.07.2015 13:18 Uhr
    Anrufsperrmüll geht gar nicht
    Beim Anruf unter der 115 wird einem ein Termin genannt, das ist kein Wunschkonzert heißt es da am Telefon! Weiter, was haben sie zu entsorgen!!! Eine Holztür!!! Nein, das geht nicht, das ist Bauschutt!
    WAAAS ein Sofa 3 Sitzer ein 2 Sitze und ein Sessel??? Das ist viel zu viel, es wird nur 2-3 Kubik abgeholt! Meine Frage, was mach ich jetzt damit??? Zum Müllplatz bringen bekomme ich als Antwort! Na toll, wenn man nur einen Kleinwagen ohne Hungerkupplung sein eigen nennt!
    Coll ist dann wenn man den Sperrmüll in der Innenstadt sieht, wo man eine ganze Wohnung ohne behelligt zu werden entsorgen kann!
    P.S. liebe Stadt Karlsruhe, ich bin meinen Müll auch los geworden zwinkern
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (576 Beiträge)

    30.06.2015 22:36 Uhr
    Sperrmüll auf Abholung,
    Sperrmüll auf Abholung, hatten wir vor Jahren schon mal! Dürfte so 20 Jahre her sein. War Sch... äh feuchter Kehricht, wie alles von der Gemüsefraktion!
    Der Schrott füllte die Wohnung bis die Leute es zur Müllstation brachten.
    Bei der Wiedereinführung des Straßenspermülls war das Aufkommen entsprechend gewaltig, weil das Gesammelte dann raus gestellt wurde.
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  •   DreiFragezeichen
    (1402 Beiträge)

    30.06.2015 19:06 Uhr
    Ich würd auch gern mal Sperrmüll anmelden
    aber ich hab grad kein altes Sofa! Was nun?

    grinsen
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1093 Beiträge)

    30.06.2015 19:44 Uhr
    Dann kaufen sie bitte 2 Stück
    aus Griechenland und stellen die hier auf den Sperrmüll,Gutes tun ist manchmal wirklich einfach.(Am Besten noch 2 spanische Stehlampen erwerben und...was soll der Geiz)
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1093 Beiträge)

    30.06.2015 18:29 Uhr
    So wie früher auch


    *WARNUNG IM DUNKELN KANN MAN LEICHT AUF DEM ALTÖL ANDERER LEUTE AUSRUTSCHEN*
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  •   zweiundvierzig
    (171 Beiträge)

    30.06.2015 17:34 Uhr
    Das gilt also für jeden Bürger der Stadt Karlsruhe
    Das heißt eine vierköpfige Familie aus Karlsruhe kann zusätzlich zu der einen Straßensammlung noch viermal im Jahr den Sperrmüll auf Abruf bestellen.
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  •   fallobst
    (1345 Beiträge)

    30.06.2015 17:41 Uhr
    Quatschkopf,
    pro Haushalt logischerweise. Müllgebühren werden ja auch nicht nach Personen sondern nach Haushalten erhoben.
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  •   zweiundvierzig
    (171 Beiträge)

    01.07.2015 12:50 Uhr
    In der beschlossenen Variante D steht nichts von Haushalten
    Da ist nur von Bürgerinnen und Bürgern die Rede.
    Und logisch ist bei der Stadt sowieso nichts.
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  •   chrisrut
    (423 Beiträge)

    30.06.2015 21:19 Uhr
    Mehrfamilienhaus
    Und bei einem Mehrfamilienhaus dann auch nur einmal? Zahlen ja alle gemeinsam.
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  •   fallobst
    (1345 Beiträge)

    30.06.2015 21:37 Uhr
    Ja,
    die Müllgebühr errechnet sich aber nach der Zahl der Haushalte, darum.
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